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Zum Internationalen Frauentag am 8. März erklärt Alexandra Linder (siehe Foto), Vorsitzende des Bundesverband Lebensrecht (BVL): 

Mit Blick auf die Entscheidung der EU-Kommission, für die Bezahlung von Abtreibungen im EU-Ausland ausgerechnet einen Sozialfonds zu empfehlen (ESF+), wird einmal mehr klar, dass es Abtreibungsverfechtern nicht um Menschen geht, sondern lediglich um die Durchsetzung einer Ideologie, die mit der Lage und den Bedürfnissen der Betroffenen nichts zu tun hat.

Angeblich seien, so die Initiatoren der Europäischen Bürgerinitiative „My Voice My Choice“, 20 Millionen Frauen akut vom Tod bedroht, weil sie in ihren eigenen Staaten nicht abtreiben dürfen. Doch bei dieser Zahl handelt es sich schlicht um die Menge der Frauen im gebärfähigen Alter, die irgendwann im Leben einmal schwanger werden könnten und in einem Land mit einschränkenden Abtreibungsgesetzen leben.

Mit dem Fonds-Trick hat die EU-Kommission vermieden, dass sich weitere Institutionen mit der Sache beschäftigen müssen und sie möglicherweise anders bewerten.

Dass dieser geplante „Abtreibungstourismus“ außerdem gegen die Kinderrechtskonvention verstößt, wo es in Artikel 6,1 im englischen Original heißt, dass jedes Kind ein „inhärentes Recht auf Leben“ hat, war nirgendwo zu lesen.

Das ist die seit Jahrzehnten übliche Taktik der Abtreibungsideologen: Es werden horrende, nicht belegte oder nicht zutreffende Zahlen zu gefährdeten Frauen, tödlichen und unsicheren Abtreibungen in den Raum geworfen.

Es wird verschleiert, dass es sich bei einer Abtreibung immer um den Tod eines unschuldigen Menschen handelt (wissenschaftlich noch nie so sicher nachgewiesen wie heute).

Es wird verschleiert, dass Abtreibung für die allermeisten Frauen weltweit keine selbstbestimmte Entscheidung ist, sondern hoher Druck ausgeübt wird.

Es wird verschleiert, dass Frauen sich im Hinblick auf Emanzipation ganz andere Dinge wünschen, wenn sie selbst befragt werden: Frauen in westlichen Staaten wollen selbstbestimmte Entscheidungen darüber, wann sie mit wem ein Kind haben möchten, gute Möglichkeiten, Mutterschaft und Beruf wirklich zu vereinbaren, gerechte Bezahlung.

Frauen in zum Beispiel afrikanischen Staaten möchten, wenn man sie nach wichtigen Lebenswünschen fragt, sich ihren Ehemann und ihr Heiratsalter selbst aussuchen dürfen, Zugang zu Bildung, eigenständige Berufsentscheidungen, gute medizinische Versorgung, vor allem möchten sie respektiert werden und familiäre Mitspracherechte – gerade letzteres ist in Staaten wie Tansania noch ein großes gesellschaftliches Problem.

Keine Frau dort käme auf Abtreibung als probates Mittel zur Förderung von Frauenrechten. Abtreibung als Frauenrecht zu feiern, ist absurd.

Am Weltfrauentag gehen auch in Tansania Frauen auf die Straße, um zu tanzen, sich gegenseitig zu bestärken, um mehr Respekt und Ansehen zu erreichen und Verbesserungswünsche zu äußern.

Wer am Weltfrauentag wirklich im Sinne von Frauen Forderungen stellen will, sollte seinen Blick ideologiefrei weiten, die Menschenrechte umfänglich im Blick behalten und sich mit den betroffenen Menschen selbst beschäftigen. 

Kommentare

13 Kommentare

    1. Eine sehr, sehr gute Stellungnahme dieses Herrn im Video! Der hat es vollkommen durchschaut! Das Video müsste millionenfach angeschaut werden! Danke.

      1. An Preussenopa
        DANKE FÜR IHRE POSITIVE RÜCKMELDUNG, DIE MICH SEHR GEFREUT HAT.
        Der Herr von der Ruhrpottmission
        möchte mit seinen Videos erreichen, dass noch viele Menschen zu
        JESUS finden und nicht verloren gehen, dabei weist er immer wieder auf Fehlentwicklungen in unserer Gesellschaft hin.
        Ich mag seine Videos!
        Ich wünsche Ihnen GOTTES SEGEN UND BEHÜTUNG.
        Liebe Grüße
        LUISE59

    1. Auf den Punkt, liebe Frau Dr. Rahe. Darin zeigt sich die ganze Absurdität. Aber solange CDU und CSU herrschen, hat das Leben keine Chance. Egal welches der 167 Geschlechter….

  1. Ich bin ja contra Abtreibung zu 100% bei Frau Linder. Aber wenn sie schreibt:
    „Es wird verschleiert, dass Abtreibung für die allermeisten Frauen weltweit keine selbstbestimmte Entscheidung ist, sondern hoher Druck ausgeübt wird“, dann meine ich, wenn es eine selbstbestimmte Entscheidung der Frauen wäre, wäre es dann einen Deut besser? Die Frage, ob selbstbestimmt oder nicht, führt doch zu nichts, allenfalls auf ein Nebengleis. Und ein Folgesatz von Frau Linder lenkt doch auch völlig ab: „Frauen in westlichen Staaten wollen selbstbestimmte Entscheidungen darüber, wann sie mit wem ein Kind haben möchten, gute Möglichkeiten, Mutterschaft und Beruf wirklich zu vereinbaren, gerechte Bezahlung.“ Und dann kommt es zu einem nichtbeabsichtigten Beischlaf – und dann ist das Kind gezeugt. Eine solche Argumentation wie die Ihre bringt doch nichts im Sinne unseres gemeinsamen Contra gegen Abtreibung, Frau Linder! Wir können uns doch nicht auf dem gemeinsamen Weg, dem gemeinsamen Ziel auf solch einen „Käse“ einlassen, mit Verlaub.

    1. Guten Tag,
      Frau Linder, deren Bücher gegen Abtreibung ich gut kenne, ist natürlich – ebenso wie ihr Dachverband BVL – grundsätzlich gegen Abtreibung, auch dann, wenn diese Entscheidung tatsächlich „selbstbestimmt“ wäre.
      Sie bringt den Einwand angesichts dessen, daß die Emanzenseite und linke Kreise ständig mit dem „Selbstbestimmungsrecht der Frau“ argumentieren. Abgesehen davon, daß das Lebensrecht des ungeborenen Kindes VORRANG hat, ist selbst diese ohnehin falsche Parole der Gegenseite oft unzutreffend, weil in nicht wenigen Fällen der Druck der Umwelt, vor allem des Partners, eine erhebliche Rolle spielt.
      Da es sich um eine Stellungnahme zum „Weltfrauentag“ handelt, ist dieser Aspekt, der tatsächlich insgesamt eher ein Nebengleis darstellt, hervorgehoben worden.
      Mit dem von Ihnen ebenfalls kritisch zitierten Folgesatz will Frau Linder, wie mir scheint, betonen, daß sich die gewollte „Selbstbestimmung“ von Frauen nicht auf Abtreibung bezieht, sondern auf andere Lebensbereiche.
      Aber prinzipiell haben Sie völlig recht mit „contra Abtreibung“ usw.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Ja, o.k., Frau Küble. Eigentlich wollte ich darauf hinweisen, dass es UNMÖGLICH ist, Frauenrechte und das Recht des Ungeborenen auf Leben GLEICHZEITIG zu behandeln. Das wird NIE hinhauen! Das ist ein unlösbarer Konflikt. Meines Erachtens ist das Lebensrecht des Ungeborenen ein vorrangiges Recht gegenüber den Rechten der Frau auf Selbstbestimmung. Beim Ungeborenen geht es um Leben oder Tod – bei der Schwangeren ja doch im Allgemeinen NICHT. Ich sag ausdrücklich: im Allgemeinen. Wobei es in Einzelfällen sicher auch bei der Schwangeren um Leben oder Tod gehen kann..

        1. Man kann den Faden noch weiter spinnen mit der Frage: Was im Leben ist denn überhaupt „selbstbestimmt“?

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