Von Felizitas Küble
Mirjana Soldo gehört zur Seherschar von Medjugorje, einer kirchlich nicht anerkannten Erscheinungsstätte in Bosnien-Herzegowina im Bistum Mostar, das überwiegend von kroatischen Katholiken bevölkert ist.
Voriges Jahr erschien im Tiberias-Verlag ihre umfangreiche Autobiographie „Mein Herz wird triumphieren“, die sich vor allem mit den himmlischen „Botschaften“ befaßt, die das damals 16-jährige Mädchen samt einigen weiteren Kindern und Jugendlichen ab dem 14. Juni 1981 erlebt haben will.
Diese Erscheinungen halten nach wie vor an, teils sogar täglich – und dies wohlgemerkt seit über 43 Jahren. Ein derartiges Phänomen ist in der zweitausendjährigen Kirchengeschichte einmalig, was aber beileibe nicht als „Plus“ angesehen werden muß.
Auf der Buchcover-Rückseite heißt es zu Medjugorje, das immer noch von Millionen Pilgern aufgesucht wird: 
„Geschichten über Wunder, die dort geschehen, gibt es reichlich – und gemäß Mirjana wird es noch mehr geben: Die Jungfrau betraute sie mit zehn prophetischen Geheimnissen, die die Zukunft der Welt betreffen“ – also nichts weniger als dies…
Wenn man nun eins und eins zusammenfügt, mit anderen Worten: Wenn man über eines dieser Geheimnisse, das Mirjana halb gelüftet hat, näher nachdenkt – und es zugleich in Verbindung bringt mit der Tatsache, daß die angeblichen Stelldichein der „Gospa“ (kroatischer Titel für Maria) kein Ende nehmen wollen, dann wird ein (theo)logischer Schuh draus:
Mirjana schreibt nämlich auf S. 145 ihres Buches über das dritte der zehn ihr von „Maria“ anvertrauten Geheimnisse, die Madonna habe ihr erlaubt, darüber „einige Kleinigkeiten zu verraten, vielleicht, weil wir sie so viele Male darum gebeten hatten, uns ein Zeichen zu hinterlassen“.
Nach dem Ende der Visionen kommt das „große Zeichen“
Die Seherschar wünschte also ein „Wunder“ als Beweis für die Echtheit der Erscheinungen.
Die Autorin schreibt weiter, was nach dem Eintreffen der ersten beiden Geheimnisse geschehen werde:
„Die Muttergottes wird uns auf dem Erscheinungsberg…ein dauerhaftes Zeichen hinterlassen. Jeder wird sehen können, daß es nicht durch Menschenhand geschaffen wurde. Es wird möglich sein, das Zeichen auf Fotos und Filmen zu betrachten.“ 
Die Visionärin berichtet weiter, es werde sich um ein dauerhaftes Zeichen handeln: „Und danach wird es sogar für den hartnäckigsten Skeptiker schwierig sein, Gottes Existenz sowie die Authenzität (Echtheit) der Erscheinungen anzuzweifeln.“
Sie fügt hinzu: „Alle Geheimnisse beziehen sich auf die ganze Welt, keines betrifft mich persönlich.“
Die angekündigten, grundsätzlich aber noch verborgenen Ereignisse werden laut Medjugorje-Botschaften nach dem Ende der Erscheinungen eintreffen.
BILD: Buchtitel „Der Medjugorje-Betrug“ (erhältlich bei uns für nur je 15,80 statt 19,80 Euro)
Somit wird folgendes „Problem“ deutlich:
Die Seherschar – nicht nur Mirjana allein – hat für die direkte Zeit nach den Marienvisionen ein großes, sichtbares und bleibendes Zeichen angekündigt.
Wie sollen also die Erscheinungen einfach so (mir nichts, dir nichts) „aufhören“ können? – Dann würden die Menschen doch nach dem Eintreffen der prophezeiten Geheimnisse fragen, was für die Medju-Causa mehr als peinlich wäre.
Abgesehen davon:
GOTT hat es nicht nötig, seine Existenz mit einem Wunder zu verknüpfen, das zugleich angebliche Erscheinungen „beweisen“ soll.
Dies umso mehr, als die katholische Kirche das Medjugorje-Phänomen erstens nicht anerkannt hat, zweitens zudem ausdrücklich lehrt, daß sogar die von ihr approbierten (gebilligten) Erscheinungen für die Gläubigen nicht verbindlich sind, sondern daß ein kirchliches JA lediglich eine Erlaubnis darstellt, keine Verpflichtung.
Wenn dies sogar für kirchlich genehmigte Privatoffenbarungen gilt, dann erst recht für die nicht von ihr anerkannten Phänomene.




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11 Kommentare
Ich werde wohl den Stephansdom nicht mehr betreten können, weil es mir wie Schuppen von de Augen gefallen ist, wie unsäglich es ist, dass ein angesehener Dogmatikprofessor wie Kardinal Schönborn jedes Jahr ein überwutzeltes „Seherkind“ einfliegen hat lassen. Dementsprechend wurde ich auch am 17.9. Im Stephansdom von einem Gospa-Fan widerlichst respektlos behandelt. Seither bin ich auf Null-Toleranz gegenüber Medjugorje gepolt. Werde diese Linie strikt einhalten.
Ich kann die Kritik an Medjugorje nicht nachvollziehen. Ich habe dort einige gute Erfahrungen gemacht. Die beste war eine vollständige und unerwartete Heilung. Ich hatte durch eine vergrößerte Gebärmutter oft heftige Blutungen. Die Gebärmutter sollte deshalb entfernt werden. Nach einem Besuch auf dem Erscheinungsberg waren die Blutungen überraschend völlig verschwunden ohne dass ich darum auch nur gebetet hatte. Gebetet hatte ich nur um Ausbleiben für ein paar Stunden. Die folgende gynäkologische Untersuchung ergab, dass die Gebärmutter unglaublich geschrumpft war. Ich hatte dann keinerlei Wechseljahrsprobleme. Alles war einfach erledigt.
@Christel Schmidt:
Denkbar auch, dass es anfangs echte Erscheinungen gab die dann verfälscht wurden und bei denen jede Menge dazuerfunden und Fehlerhaftes hineingemischt wurde. Schon mit manchem „Seher“ ist das Ego durchgegangen – bewusst oder auch unterbewusst. Es gibt auch noch die Möglichkeit eines parapsychologischen Phänomens bzw. einer Vermischung aller dieser Möglichkeiten. Es ist eben komplexer.
Das Geheimnis wundertätigen Wassers wird gelüftet.
Eine Forschergruppe aus Mailand hat die Energie des Wassers aus Orten untersucht, an denen die Muttergottes erschienen ist. Dabei hat sie erstaunliche Entdeckungen gemacht. Kann sich die Wissenschaft mit dem Glauben verbinden? Kann die Wissenschaft in die Spiritualität einmünden und die Spiritualität der Wissenschaft neue Impulse geben? Diese Verbindung könnte utopisch erscheinen.
https://kath-zdw.ch/maria/wallfahrtsorte.wundertaetiges.wasser.html
Wo kann man jetzt das Buch über Medjugorje kaufen, wie es im Beitrag steht?
Guten Tag,
den „Medjugorje-Betrug“ können Sie zum heruntergesetzten Preis direkt bei mir bestellen: felizitas.kueble@web.de oder per Telefon 0251-616768
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Medjugorje im Fahrwasser von Garabandal!
Von einem dauerhaften Zeichen, das auch gefilmt werden kann, wird ebenfalls in Garabandal berichtet. Zu diesem Zeichen soll es bei dem seit Jahrzehnten angekündigten „Großen Wunder“ bei den Kiefern in Garabandal kommen.
Dieses „Zeichen des Wunders – señal del milagro“ ist etwas das wahrscheinlich gefilmt und im Fernsehen übertragen werden kann, das man aber nicht berühren kann und das für immer bei den Kiefern bleiben wird.
Quelle: https://garabandal-zentrum.de/die_warnung.html
Mirjana haut mit ihrem geheimnisvollen Getue über 10 Geheimnisse in Anlehnung an Garabandal in die gleiche Kerbe und dabei mächtig auf den Erscheinungsputz. Das kommt bei den Leichtgläubigen gut an, deren Glaubensleben ohne ein gewisses Spannungsmoment nicht auskommt.
So bewegt sich die Anhängerschaft von Privatoffenbarungen aufgeregt und schier unersättlich nach „Botschaften“ zwischen Erscheinungsstätten hin und her und lauscht verzückt dem flachen Geschwätz derer, die sich als Boten des Himmels ausgeben. Diese „Boten“ bestätigen sich gerne gegenseitig, indem auf „Botschaften“ zurückgegriffen wird, die in der Szene schon länger in Umlauf sind und für anhaltende Spannung sorgen – wie der Unsinn aus Garabandal!
Hat man den Zeitpunkt verpasst und geht nicht rechtzeitig den Ausstieg an, wird die Anhängerschar jeden Unsinn verbreiten, der ihnen von „oben“ durch Sehermund exklusiv dargeboten wird. Wie bekannt auch in Sievernich, deren „Botschafterin“ ihren ersten Schnupperkurs in Sachen Erscheinungen in Medjugorje absolviert und seit Anfang des Jahrtausends ihr eigenes Ding vor Ort macht.
Welche Blüten der Unsinn über eine „Warnung“, ein „Wunder“ und „10 Geheimnisse“ darüber hinaus treibt, zeigt sich auf naive Weise aktuell in Sievernich. Manuela Strack liegt eine Audiodatei vor, auf der sie hört, wie ihr „Michael“, dem sie die Rolle eines Erzengels in ihrem Erscheinungstheater zugewiesen hat, lautstark sein Schwert gen Himmel erhebt.
Dass es sich dabei eher um die Triebwerksgeräusche eines in den Himmel mit Nachbrenner aufsteigenden Jagdbombers vom 10 km entfernten Fliegerhorst Nörvenich handeln könnte, kommt der Gemeinde um Manuela Strack nicht in den Sinn. Noch wurde die Datei nicht Online gestellt, um die aufgenommen Geräusche einer nüchternen Analyse zu unterziehen.
Quelle: https://maria-die-makellose.de/botschaften/2024/2024_06_18.html
Wem Zweifel und sonstige Anliegen auf der Seele brennen, der kann sich – als besonderes Schmankerl – auch in Sievernich per Brief an das „Jesuskind“ wenden. Der Briefkasten für die Post nach „oben“ ist auf Video zu sehen und steht im „Haus Jerusalem“ dort, wo sich die Anhängerschaft mit der „Seherin Manuela“ trifft, die dort ihr himmlisches Stelldichein zelebriert.
Dieses wahrlich seltsam komische und rein private „Ding aus Sievernich“ erfährt aktuell durch einen in der Szene bekannte Geistlichen viel Zuspruch und Unterstützung, der ebenfalls geistig in Medjugorje beheimat ist.
Darüber hinaus wird die schriftliche Verbreitung durch einen bekannten Historiker betrieben. Für ihn ist zu hoffen, dass ihm das Engagement nicht eines Tages sehr schmerzlich vor die Füße fällt, so er nicht rechtzeitig die Kurve bekommt und beherzt und nüchtern den Ausstieg aus der Szene in Angriff nimmt.
MfG
Eigentlich sind in der Heiligen Schrift doch Warnungen genug verzeichnet.
Mehr davon ist doch überhaupt nicht notwendig, oder?
Höchstens das in Erinnerung rufen derselben.
Alle diese Privatoffenbarungen sind biblisch abzulehnen! Wie steht es in Offenbarung 22, Verse 18 und 19? Nichts wegnehmen und nichts hinzufügen, Gott hat bereits alles abgeschlossen mit Seinem Heilsplan!
Jetzt müsste der Heiland nur noch auf den Wolken wieder erscheinen.
@Johann Gunka:
Zur jüdischen Propheten-Tradition mit der Merkaba-Mystik: Siehe dazu auch Merkaba (althebräisch מרכבה ‚Wagen‘) als den „Thronwagen“ der Vision des Ezechiel (in Hes 1,4) mit den 4 Tierwesen bzw. 4 Tiergestalten bzw. 4 Tiergesichter als Symbolwesen der 4 Erzengel im alten Testament der Bibel und in leicht veränderter Form auch in der Johannes-Offenbarung bzw. Johannes-Apokalypse im Neuen Testament der Bibel.
Ich verweise dazu auch auf das äthiopische Henoch-Buch, aus dem der Judas-Brief im Neuen Testament der Bibel auszugsweise zitiert und das noch heute zum breiteren und engeren Bibel-Kanon der äthiopisch-koptischen Tewahedo-Kirche gehört. Auch dies gehört alles als heilige Mysterien-Tradition zum Christentum und zur Bibel dazu. Kennen sie überhaupt die Bedeutung der Mysterien als göttliche Geheimnisse im Neuen Testament der Bibel, siehe dazu „Mysterion“ oder „Mysterium“?
Siehe dazu auch die „Sonnenfrau“ der Johannes-Offenbarung bzw. Johannes-Apokalypse.
Und siehe auch die 4 bzw. 5 Elemente-Lehre von den Elemente-Prinzipien als „Principiis“ bzw. Elementar-KRÄFTEN in der Bibel, eine Naturphilosophie.
Moses war „unterrichtet in aller Weisheit der Ägypter“ steht im Neuen Testament der Bibel.
Vom Logoschristentum
https://www.johannesoffenbarung.ch/sichtweisen/logoschristentum.php
Vier-Elementen-Lehre
https://www.kathpedia.com/index.php?title=Vier-Elementen-Lehre
Die jüdische Propheten-Tradition mit ihren „Mysterien“ wurde mündlich weitergegeben. Siehe aber auch die jüdische Hekhaloth-Literatur dazu. Ferner die Baruch- und Henoch-Literatur.
Diese Hechalot- oder Thronwagen-Mystik findet sich im alten und neuen Testament der Bibel.
@Johann Gunka.
Auch im Tempel zur Jerusalem gab es die Rituale der sadduzäischen Priester als Tempeldienst. Auch die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel huldigten Jesus Christus ihrer zarathustrischen bzw. zoroastrischen bzw. parsischen Religion gemäß als vom Propheten Daniel im alten Testament prophezeiten „Menschensohn“ und spirituellen König des neuen Zeitalters.
Mit Gold und Weihrauch und Myrrhe. Symbole und Rituale und Mysterien als göttliche Geheimnisse in der Bibel gehören auch zum Christentum dazu.
https://de.wikipedia.org/wiki/Gold,_Weihrauch_und_Myrrhe
Siehe auch die Artikel des Historiker Michael Hesemann zu den „Weisen aus dem Morgenland“ bzw. „Magoi“ als Magier-Priestern und den Propheten Daniel im alten Testament zum Kommen des „Menschensohnes“ (Jesus Christus führte diesen spirituellen Hoheitstitel auch selbst im Neuen Testament der Bibel).
Der Prophet Daniel wird im alten Testament zum „Rab-Mag“ ernannt (Daniel 5:11) zum Ober-Magier bzw. Vorsteher über die Magier-Priester bzw. „Magoi“ oder „Maghav“ und Weisen und Zeichendeuter und Astrologen. Auch die alte monotheistische Religion des Zarathustrismus bzw. Zoroastrismus bzw. der Parsen erwartete einen göttlichen Erlöser und führte hin zu Jesus Christus.
Die „Magoi aus dem Osten“ im Neuen Testament der Bibel kannten diese Prophezeiung des Propheten Daniel und wohnten ihrer Erfüllung bei.
https://kath.net/news/48892
https://www.bibelkommentare.de/kommentare/k-4461/der-prophet-daniel-und-seine-botschaft/kapitel-2
Dann fällt auf, dass sie wegen des „Geheimnisses“ beten. Gemeint sind der Inhalt und die Deutung des Traumes. Das Wort Geheimnis kommt in Daniel 2 insgesamt achtmal vor. Es ist kennzeichnend für das ganze Kapitel (vgl. Verse 18,19,27,28,29,30,47). Es gibt kein Kapitel der Bibel, in dem dieses Wort häufiger vorkommt. Das benutzte Wort ist hier das aramäische Gegenstück zu dem griechischen Wort „mysterion“ (Mysterium = Geheimnis), das wir im Neuen Testament einige Male finden. Im Neuen Testament ist damit an fast allen Stellen eine Wahrheit gemeint, die im Alten Testament verborgen war, jetzt aber den Gläubigen offenbart ist. Hier in Daniel 2 handelt es sich ebenfalls um eine verborgene Sache, die nur Gott kannte und die Gott denen offenbaren wollte, die Ihn hier darum bitten.