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Warum fürchtet sich die Abtreibungslobby vor dem Ultraschall für schwangere Frauen?

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Schon der erste Satz läßt aufhorchen: „Die Abtreibungskriege in den USA haben sich global ausgeweitet.“ 
Was heißt hier „Kriege“, da der Vernichtungskrieg gegen die ungeborenen Kinder durch ein wegweisendes Urteil des Obersten Gerichtshof doch kürzlich immerhin stark eingeschränkt wurde?!
Bekanntlich überläßt der Supreme Court es nunmehr den einzelnen Bundesstaaten, wie sie das Abtreibungs(un)recht regeln.
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Die Empörung der Verfasserin richtet sich vor allem dagegen, daß einige neue Pro-Life-Gesetze in Republikaner-Bundesstaaten nun woanders Schule machen. Ungarn habe, so schreibt sie, „vor kurzem eine Vorschrift eingeführt, wonach Frauen einen sogenannten fötalen Herzschlag abhören müssen, bevor sie eine Abtreibung vornehmen lassen können. Dies ist eine Maßnahme, die direkt aus dem amerikanischen „Pro-Life“-Drehbuch übernommen wurde“.
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Seltsam: Die Autorin tritt so energisch für eine „persönliche Entscheidungsfreiheit“ der Schwangeren ein. Dann sollte es ihr doch nur recht sein, wenn die betroffenen Frauen vorher wenigstens darüber informiert sind, worum es bei einer Abtreibung geht, nämlich um das Baby im Mutterleib. Daher die Ultraschalluntersuchung, die eben dies verdeutlichen soll. 
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Frau Furedi beklagt, solche „Gesetze zur informierten Zustimmung“ seien „bereits in mehreren republikanischen Bundesstaaten verabschiedet“ worden und seit langem „Teil einer konservativen Anti-Abtreibungs-Strategie in den USA“.
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Weiter heißt es, diese Gesetze hätten für die Pro-Life-Lobby zwar „einen gewissen Erfolg“ gehabt, doch das müsse nicht unbedingt auch „konservativen Politikern nützen“, „nicht zuletzt, weil viele ihrer Wähler gegen eine Einschränkung der reproduktiven Entscheidungsfreiheit sind“.
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Abtreibung ist also – ein typischer Vernebelungs-Begriff aus der linken Szene  – die Folge einer „reproduktive Entscheidungsfreiheit“, obwohl sie genau das Gegenteil einer Reprodution bewirkt, weil sie den Nachwuchs gerade nicht leben läßt, sondern vernichtet.
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Und wenn dann Länder wie Ungarn oder einzelne US-Bundesstaaten Gesetze erlassen, die den Frauen vor ihrer „Entscheidung“ erst einmal grundlegende Kenntnisse ermöglichen, dann haben sich angeblich „die Abtreibungskriege in den USA global ausgeweitet“.
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So verstrickt sich die abtreibungsbewegte Dame sowohl inhaltlich wie sprachlich laufend in Widersprüche und Ungereimtheiten, was aber in der Pro-Choice-Szene seit jeher zur Tagesordnung gehört. 
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Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Kommentare

3 Antworten

  1. „Abtreibung ist also – ein typischer Vernebelungs-Begriff aus der linken Szene – die Folge einer ‚reproduktive[n] Entscheidungsfreiheit'“:

    Interessanterweise übersetzt Deepl (kostenlose Version)

    „It has even transformed the doddery Joe Biden into an accidental hero of the reproductive-choice movement.“ zu
    „Sie hat sogar den tattrigen Joe Biden in einen zufälligen Helden der Bewegung für reproduktive Wahlfreiheit verwandelt.“

    Aber
    „It has even transformed the doddery Joe Biden into an accidental hero of the reproductive-choice movement. Extreme anti-choice Republicans may be costing their party dear.“
    wird übersetzt in
    „Sie hat sogar den tattrigen Joe Biden in einen zufälligen Helden der Bewegung für reproduktive Abtreibung verwandelt. Die extremen Anti-Choice-Republikaner könnten ihre Partei teuer zu stehen kommen.“

    Die ‚künstliche Intelligenz‘ des ‚präzisesten Übersetzers der Welt‘ bringt also den Vernebelungsbegriff ‚reproductive choice‘ auf des Pudels Kern, nämlich „reproduktive Abtreibung“, sobald von Anti-choice die Rede ist.

    Der Aufsatz endet mit dieser Argumentation (Deepl Übersetzung):
    „Oft halten wir Abtreibung abstrakt für etwas Schlechtes, aber wenn wir mit dem Kontext konfrontiert werden, in dem eine Entscheidung getroffen wird, wird unser Urteil milder. Deshalb haben die Abtreibungsgegner so unrecht, wenn sie die Abtreibung als Sache von radikalen Familiengegnern und ‚Woke Culture Warriors‘ bezeichnen. In der realen Welt entscheiden sich Frauen nicht für eine Abtreibung, um eine politische Identität anzunehmen oder zu zeigen. Sie gehen in eine Abtreibungsklinik, weil sie persönlich einen medizinischen Eingriff benötigen. Das gilt für die Schwestern, Töchter und Freundinnen der Republikaner in den roten Bundesstaaten genauso wie für Bidens Anhängerinnen.“

    Ach so, jetzt ist alles klar: Oft (!) halten wir (!) Abtreibung abstrakt (!) für etwas Schlechtes. Doch das Konkrete hat einen Kontext, nur das Abstrakte nicht (weil ja das Abstrakte ja allein darin Bestand hat, vom konkreten Kontext abstrahiert worden zu sein). Abtreibungen sind aber etwas Konkretes. Also haben Abtreibungen einen Kontext. Der konkrete Kontext einer Abtreibung ist Abtreibung als notwendiger medizinischer Eingriff. Also kann jede Abtreibung nicht anders als persönliche Notwendigkeit eines medizinischen Eingriffs gedacht werden. Abtreibung ist also in der jederzeit ganz ganz konkreten Lebenssituation unserer Schwestern, Töchter und Freundinnen als notwendigerweise nicht abstrakt sondern konkret zu Denkendes mit einer Pro-Life-Position unvereinbar.

    Das ist also, möglichst konkret formuliert, das etwas vernebelte Anti-Pro-Life-Viel-zu-Abstrakt-zu-wenig-konkret-Argument.

  2. Wieder das Wort „sogenannten“ ! Wir sind die sogenannten Lebensschützer, der Herzschlag des Kindes, den Mutter und Arzt ganz klar vernehmen, wird als „sogenannter“ fötaler Herzschlag bezeichnet. Wie diabolisch: Indirekt sagt diese Prochoicerin, dass der Herzschlag nicht echt ist. So wie wir Lebensrechtler und Lebensschützer keine echten Beschützer seien. Man lehnt es ab, der Schwangeren und dem Kindsvater Ultraschallbilder des Kindes zuzumuten, man will ihr den Blick auf ihr Kind, das sie im Begriff ist zu töten, ebenfalls verwehren und nicht zumuten. Ich aber meine: Jeder sollte den ungeborenen und lebendigen, völlig wehrlosen Menschen, den er töten will, erst einmal, einmal wenigstens anschauen müssen! Seinen kindlichen Herzschlag hören! Das erfordert die Menschenwürde des Kindes! Was soll das denn sonst für ein Herzschlag sein, den die Schwangere da schnell, intensiv und ganz regelmäßig schlagend hört? Vielleicht den eines kleinen Krokodils, das da in ihr heranwächst? Man spricht „der Fötus“ – dabei ist es ein kleines Mädchen oder ein kleiner Bub! Alles bereits chromosomal festgelegt und schon sich deutlich ausbildend. Nein! Man möchte absichtlich, dass die Schwangere das nicht hört, dass sie nicht umkehrt. Man will die Kindstötung ganz gezielt fördern aus zahlreichen Gründen, auch mit dem Ziel der Reduzierung der Weltbevölkerung mit allen Mitteln, nach dem Motto: Wo kämen wir hin, wenn all diese Kinder geboren würden?

  3. Liebe Frau Küble,
    dieser Einschätzung von Ihnen aus dem Artikel ist nichts mehr hinzuzufügen.
    Durch Ultraschall und Hören der Herztöne wurde so manch einer Schwangeren das Ja zum Kind erst ermöglicht.
    Ärzte wurden ebenfalls mehr durch diese Technik berührt, um Prolife beraten zu können.
    Eine echte Errungenschaft diese Ultraschallgeräte. Auch medizinisch kann viel erkannt werden und schon im Mutterleib teilweise behandelt werden.

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