Die jüngste Reise Leos XIV. nach Frankreich hat Bilder von riesigen Menschenmengen hinterlassen, aber auch eine Frage aufgeworfen, die über den Papstbesuch hinausgeht: Was geschieht mit den jungen Menschen, die in einer verweltlichen Zeit zum Christentum zurückkehren?
Der Weihbischof von ’s-Hertogenbosch, Bischof Robert Mutsaerts (siehe Foto), hat sich mit diesem Thema auseinandergesetzt. Seine These lässt sich in einem provokanten Vergleich zusammenfassen: „1968 war es rebellisch, dem Priester zu widersprechen. 2026 mag es fast rebellisch sein, ihm zuzuhören.“ 
Nach Ansicht des holländischen Amtsträgers hat ein Teil des progressiven Lagers das Christentum aufgegeben, weil es der Meinung war, der Glaube spreche übermäßig „von Sünde, Schuld, Bekehrung und Wahrheit“, um jedoch am Ende eine links-woke, verbissene Kultur aufzubauen, die genau diese Kategorien wieder aufgreift, aber mit anderen Inhalten füllt: „Ohne Vergebung, ohne Gnade und ohne Humor.“
Über 13.000 Erwachsenen-Taufen zu Ostern 2026
Für den niederländischen Bischof sind die Menschenmengen, die sich während des Papstbesuchs versammelten, an sich noch kein Beweis für eine christliche Erneuerung. Daher wendet er seine Aufmerksamkeit einem anderen Phänomen zu: Dem starken Wachstum der Taufbewerber (Katechumenen) in Frankreich.
Offizielle Daten der französischen Bischofskonferenz bestätigen diesen Trend. 
In diesem Jahr wurden zu Ostern 13.234 Erwachsene getauft , 28 % mehr als 2015. Im Jahr 2016 waren es 4.124, womit sich die Zahl im letzten Jahrzehnt mehr als verdreifacht hat.
Im Jahr 2026 kamen über 8.100 Jugendliche hinzu, die sich auf die Taufe vorbereiteten. Unter den Erwachsenen stellen derzeit die 18- bis 25-Jährigen mit 42 % die größte Gruppe dar, etwas mehr als die 26- bis 40-Jährigen.
Mutsaerts vermeidet es, diese Daten als Beweis für eine schnelle katholische Restauration Frankreichs darzustellen: „Wir dürfen nicht voreilig verkünden, dass Frankreich morgen wieder das Land des heiligen Ludwig sein wird.“ – Er weist darauf hin, dass die Säkularisierung in Europa fortschreitet und die Messbesuche vielerorts weiter niedrig sind.
Quelle und weitere Infos hier: https://infovaticana.com/de/2026/10/03/de-la-guillotina-a-la-catedral-mutsaerts-reflexiona-sobre-el-regreso-de-los-jovenes-a-la-fe-en-francia/





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8 Kommentare
Der Vergötzung des Fortschritts die unerschöpfliche Fruchtbarkeit der Tradition entgegenstellen
Peter A. Kwasniewski verteidigt die liturgische Überlieferung der Römischen Kirche und stellt deren Schönheit dar
Eine Buchbesprechung von Clemens Victor Oldendorf
https://katholisches.info/der-vergoetzung-des-fortschritts-die-unerschoepfliche-fruchtbarkeit-der-tradition-entgegenstellen/
Re-Christianisierung Frankreichs? Ich wäre da äußerst vorsichtig/bin sehr skeptisch (trotz mancher „beeindruckender“ Zahlen – welcher Geist steckt dahinter?). – Sind die Massen, die Leo XIV. zujubelten, ein „Beleg“/ein „hoffnungsvolles Zeichen“ für eine „Bekehrung“?? Massen, die einem s o l c h e n Papst zujubeln (der zwar manches Richtige sagt, aber an elementar-Uchristlichem festhält!!)??
Den Papst gibt es in der Bibel nicht?
Eine Antwort an die Protestanten
In der Bibel gibt es weder den Papst noch ein Konklave, so wenden es protestantische Christen gegenüber Katholiken ein: Das Papsttum habe keine biblische Grundlage; es sei eine im Laufe der Zeit entstandene Institution, in der Schrift nicht vorhanden und von Jesus nicht gewollt. Dem ist aber nicht so.
https://katholisches.info/den-papst-gibt-es-in-der-bibel-nicht/
Ergibt sich berechtigterweise diese Frage über dem Artikel nach dem Frankreich-Besuch des Papstes ??
Noch immer muß man von einer weiterhin anhaltenden Islamisierung Frankreichs ausgehen, die viel schneller vorangeht, als eine mutmaßliche Re-Christianisierung. Die Muslime stoßen überall in Westeuropa in den durch die sogenannte Säkularisierung frei werdenden geistlichen Räume hinein, füllen diese aus, definieren so die dekadent und gottlos gewordene Gesellschaften um, geben ihnen ein neues Fundament. Was hat eigentlich der Papst bei seinem Frankreichbesuch zu diesen historischen, den jüdisch-christlichen Kern Frankreichs weg wischenden Umwälzungen gesagt?
Zur Ergänzung: Man muß zuwarten, ob und in welchem Umfang es in Frankreich und ganz Westeuropa zu einer geistlichen Wende kommen wird. https://jungefreiheit.de/politik/ausland/2026/wie-frankreich-durch-den-papst-seine-katholischen-wurzeln-wiederentdeckt/
Es mag ein Aufwachen geben… aber nicht in der KK selbst.
In der Bibel steht genau, was geschehen muss ….
Nur in welchem Zeitabstand .. weiss nur Einer.
Die FRAGE aber, ist sie nicht, ob ein Bewußtsein in englischen Sprachräumen lebendig wird, im GANZEN VOLK jeweils, die sich als islamisch bekennende Bevölkerung eingeschlossen: daß der Islam doch eine Musik nie hatte, die mit der abendländischen klassischen Musik vergleichbar ist – im französischen Sprachraum ist dieses Bewußtsein wohl im Volk noch weniger zu finden als in englischen Sprachräumen, aber daß es erwacht, wie soll man das ausschließen? Innerhalb der vergangenen halben Stunde auf unseren Bildschirmen erschienen: dieser französische ‚Clip‘ aus dem ‚Messias‘, https://www.youtube.com/watch?v=972wUeyATh4