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Gestern hörten wir auf einer Weihnachtsandacht ein nettes Weihnachtsmärchen mit etwa folgendem Wortlaut:

Ein Ochs stand vor der Krippe und sah dort den heiligen Joseph, die gnadenreiche Jungfrau Maria und das göttliche Kind im Stroh.

Das starke Tier traute sich aber nicht, dem Geschehen näher zu kommen und sprach:
Ich habe starke Knochen und bin ungehobelt, mir fehlen die feinen Manieren, das Neugeborene könnte sich erschrecken, wenn es mich sieht.

Das hörte ein Esel, der dazugelaufen kam, und sagte zu dem Ochsen:
Ich bin zwar wahrscheinlich kein Kinderschreck wie Du, aber ein träges Geschöpf, ich würde an der Krippe nur dumm herumstehen und kann der jungen Familie in dieser unwirtlichen Lage sowieso nicht helfen. 

Eine Maus wunderte sich über diese Bedenkenträger, kam hinzu und sagte zu den großen Vierbeinern:

Nun stellt euch nicht so an, jeder ist hier willkommen, ob groß oder winzig klein wie ich.
Wenn wir uns an die Krippe stellen, freuen sich die Eltern und das Kind bekommt von uns etwas Wärme bei dem kaltem Winterwetter. Wir wollen uns alle dazugesellen und der jungen Familie Gesellschaft leisten.

So kam der Ochs und der Esel, überzeugt von dieser mutmachenden Rede, zur Krippe hinzu – und auch die Maus ließ es sich nicht nehmen. Schade nur, daß sie bei den meisten Krippendarstellungen – noch – fehlt…

Titelfoto: Felizitas Küble – 2. Bild: Gisela Völker 

Kommentare

14 Kommentare

  1. Guten Abend, obwohl schon sehr müde, muss ich diese Fabel , die ich gerade erst gelesen habe, um eine sehr nette kleine Anekdote bzw ein kleines Erlebnis – heute mit einer Maus in einer Kirche-ergänzen.
    Ich war heute vormittag in die St.Gottfried-Kirche in Münster gegangen, in der Annahme, es würde eine Heilige Messe dort gefeiert. Die Kirche war aber gähnend leer. Etwas unschlüssig betrat ich sie und fühlte mich dann zur schönen Krippe hingezogen, in der alles auf reinem Stroh stand. Im Moment, wo mein Blick darauf fiel, raschelte es und aus dem Stroh blickte mich eine kleine Maus an. Das klingt ja fast unwahrscheinlich, aber genau so war es. Die Fabel kannte ich ja noch nicht. Sie schaute mit munterem Knopfauge mich an und verschwand dann leise raschelnd uner dem Stroh. Man sah eine leise sich bewegende Spur, wo sie gerade war. Ich war völlig verdutzt – wo kam sie her und so weiter – aber trotzdem angenehm berührt, weil ich Tiere so gern habe. Erst dachte ich zwar auch, eine Maus gehört hier aber nicht hin, in die Nähe der heilgen Familie. Aber je länger ich schaute, kam mir der Gedanke, in dieser Grotte, diesem Stall mit Tieren und Stroh, wo Jesus zur Welt kam, da wird es auch ein paar Mäuslein gegeben haben, und so machte alles doch einen Sinn. Später las ich dann diese Fabel…

  2. Die Geschichte mit Ochs, Esel und Maus scheint zumindest gut erfunden. Sie dürfte ihren Ursprung im Kapitel 18 des an Jakob Lorber neu diktierten Jakobus-Evangeliums haben:
    „Lobgesänge der Engel und Anbetung der Hirten
    Am 28. August 1843
    1. Als aber alle also in der Höhle [Notstall ]versammelt waren, da fragten die Söhne Josephs ihren Vater (den Joseph nämlich):
    2. „Vater, was sollen wir nun tun? Es ist alles wohl versorgt! Die Reise hat ermüdet unsere Glieder, dürfen wir uns denn nicht zur Ruhe legen?“
    3. Und Joseph sprach: „Kinder! ihr seht ja, welch eine endlose Gnade von oben uns allen widerfahren ist; daher sollt ihr wachen und Gott loben mit mir!
    4. Ihr aber habt ja gesehen, was da der Salome begegnet ist in der Höhle, da sie ungläubig war; daher sollen auch wir nicht schläfrig sein, wann uns der Herr heimsucht!
    5. Geht aber hin zur Maria, und rührt an das Kindlein; wer weiß es, ob eure Augenlider nicht sobald also gestärkt werden, als hättet ihr mehrere Stunden lang fest geschlafen!“
    6. Und die Söhne Josephs gingen hin und rührten das Kindlein an; das Kindlein aber lächelte sie an und streckte Seine Händchen nach ihnen, als hätte Es sie als Brüder erkannt.
    7. Darob sie sich alle hoch verwunderten und sprachen: „Fürwahr, das ist kein natürliches Kind! Denn wo hat je jemand so etwas erlebt, dass jemand wäre von einem kaum geborenen Kind gottseligst also begrüßt worden!?
    8. Zudem sind wir nun auch im Ernst noch obendrauf plötzlich also gestärkt worden in allen unseren Gliedern, als hätten wir nie eine Reise gemacht und befänden uns daheim an einem Morgen mit dem völligst ausgerasteten Leib!“
    9. Und der Joseph sagte darauf: „Seht, also war mein Rat gut. Aber nun merke ich, dass es anfängt, mächtig kühl zu werden; daher bringt den Esel und Ochsen hierher! Die Tiere werden sich um uns lagern und werden durch ihren Hauch und ihre Ausdünstung einige Wärme bewirken; und wir selbst wollen uns darum auch um die Maria lagern!“
    10. Und die Söhne taten solches. Und als sie brachten die beiden Tiere in die Nähe Marias, da legten sich diese sogleich am Hauptteil des Lagers Mariens und hauchten fleißig über Mariam und das Kindlein hin und erwärmten es also recht gut.
    11. Und die Wehmutter sprach: „Fürwahr, nichts Geringes kann das sein vor Gott, dem sogar die Tiere also dienen, als hätten sie Vernunft und Verstand!“
    12. Die Salome aber sprach: „O Schwester! Die Tiere scheinen hier mehr zu sehen als wir! Was wir uns noch kaum zu denken getrauen, da beten schon die Tiere an Den, der sie erschaffen hatte!
    13. Glaube mir, Schwester, so wahr Gott lebt, so wahr auch ist hier vor uns der verheißene Messias; denn wir wissen es ja, dass sich nie bei der Geburt selbst des größten Propheten solche Wunderdinge zugetragen haben!“
    14. Maria aber sagte zur Salome: „Gott der Herr hat dir eine große Gnade erwiesen, darum du solches erschaust, davor selbst meine Seele erbebt!
    15. Aber schweige davon, wie es dir zuvor der Engel des Herrn geboten hatte; denn sonst könntest du uns ein herbes Los bereiten!“
    16. Die Salome aber gelobte der Maria zu schweigen ihr Leben lang, und die Wehmutter folgte dem Beispiel ihrer Schwester.
    17. Und so ward nun alles ruhig in der Höhle. In der ersten Stunde aber vor dem Sonnenaufgang vernahmen alle gar mächtige Lobgesänge draußen vor der Höhle…………..“
    Jetzt sollten auch wir uns vor dem Schöpfer versammeln und unsere warmen Gedanken und Bitten IHM vortragen, damit wir vielleicht Sein Lächeln und Seine geöffneten Grußhändchen erfühlen können.
    Gesegnete Weihnachten!

    1. Lieber BRUDER MICHAEL, Ratzenhofer! Daß in Deiner Geschichte auch von der Maus die Rede ist, kann man schwer abstreiten. Aber abstreiten wirst vielleicht Du nicht, daß Du das Gebet zur Mutter Jesu als zu MUTTER GOTTES nicht zulassen willst, das mein Leben jeden Tag ausmacht. Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns arme Sünder, jetzt und in der Stunde unseres Absterbens – Amen. Aber uns kam in der vergangenen halben Stunde etwas unter, was Du gleichfalls von Dir zu weisen suchtest, ein Angriff, eigentlich, auf die KÖNIGIN VON AMERIKA, auf die Braut und ‚Fiancée‘ und PROMESSA SPOSA des M ä r t y r e r s C h a r l e s J a m e s K i r k : https://www.youtube.com/watch?v=Q-wEgHpPTtU . Das ist ganz ohne Schwierigkeit anzuhören. Wir glauben nämlich nicht, daß das böswillig ist. Der Angriff scheint sich gegen Donald J. Trump zu richten, ist aber doch kein Angriff, sondern nur eine Kritik an ihm, BONA FIDE, nicht de mauvaise foi, Du kannst doch Französisch. Also ist das doch eigentlich eine Huldigung: aus dem BLICKWINKEL DER STÄRKEREN PARTEI in den USA, die sehr bald zu sein man sich ganz sicher ist. ABER es ist sehr wohl ein DOCH UNBEWUSST HASSERFÜLLTER ANGRIFF auf die KÖNIGIN – und daß sie es ist, suchst Du von Dir zu weisen. – Macht bei Mäuseplage hat G e r t r u d von N i v e l l e s seit dem ‚7. Jahrhundert‘. Und wir erwähnen im ‚9. Jahrhundert‘ noch M a t h i l d e von Q u e d l i n b u r g , weil es der KÖNIGIN um das Toben der Hölle gegen die Familie geht. Und Dir auch darum gehen sollte. Aber DU MÖCHTEST SIE NICHT HABEN, die PARTEI DER UNENDLICH SCHWÄCHEREN IN ALLEN JAHRTAUSENDEN.
      Dr. phil. Siegfried Paul Posch

      1. Lieber BRUDER MICHAEL! Nach dem Gießen der Kakteen von Hildegard im Dachgeschoß, wo die von Thomas äußerst sorgfältig gezeichnete Sternkarte der Himmelsregion des Orions hängt, darf ich Dir nun noch zur einer der zwei Hofdamen der Königin, Riley Gaines, https://www.youtube.com/watch?v=rMMNZq0S0R4 , die folgende FRAGE zumuten: ich durfte ja mit Hildegard in Sintra in Portugal Gast sein. Interessiert Dich etwas {was wir Dir zum P O N Y T A I L der Königin zeigen wollten, schien für Dich nicht von Bedeutung, sauf erreur, obwohl das, was ich Dir zum P O N Y T A I L zeigen wollte, wie ich den von Dir an der Eingangstür des Bades Andritz geäußerten Bedenken entgegenzuhalten versuchte, spielend leicht an einen beliebigen Ort zu transportieren ist, ‚trotzdem‘ war für Dich Dein Chorprobenkalender wichtiger), fände aber, also, Dein Interesse etwas, was wir Dir zur zweiten Hofdame der Königin vielleicht zeigen könnten, etwas was unsere Kalendertage ‚4. Juli‘ und ‚8. Juli‘, zum Jahr ‚1336‘, der h e i l i g e n K ö n i g i n E l i s a b e t h von P o r t u g a l , F r a n z i s k a n e r z i a r i n , betrifft?

  3. Die Fabel mal in die Realität auf Menschen übertragen, den unterschiedlichen Aussagen einen Sinn gebend, möchte ich sagen: Wenn ich zur Krippe hingehe, in der das Jesuskind liegt, dann muss ich wissen, weshalb ich dort hingehe, was ich dort will. Da ist doch diese Aussage einfach nur daneben, siehe Artikel: „Wenn wir uns an die Krippe stellen, freuen sich die Eltern und das Kind bekommt von uns etwas Wärme bei dem kaltem Winterwetter. Wir wollen uns alle dazugesellen und der jungen Familie Gesellschaft leisten.“ Dafür kann man sich auch an jede andere Krippe stellen, in der vielleicht ein Neugeborenes liegt, ich könnte mir sowas in Syrien vorstellen oder irgendwo in einer Oase in der Wüste“. Nein, wenn ich zur Krippe Jesu hin eile, muss ich wissen, dass vor mir der Erlöser liegt. Und was ER mir bedeutet. Sonst ist das alles ohne Wert. Die an der Krippe in Bethlehem waren, die wussten das, wenn auch kurz zuvor erst vom Engel erfahren.

    1. Guten Tag,
      es handelt sich um eine FABEL und da weder Ochs noch Esel oder gar die graue Maus um die Weihnachtsgeheimnisse und das Kommen Jesu wissen bzw. daran „glauben“ können, muß man von dem Märchen nicht mehr erwarten als jenen Sinn, auf Menschen übertragen, daß wir zu Christus, dem „göttlichen Kind“ (wie es hier heißt) so kommen dürfen, wie wir sind, ob träge wie ein Esel oder un-elegant wie ein Ochs oder mickrig wie eine Maus.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Ja, natürlich, Frau Küble! Aber wir kommen eben ZU CHRISTUS, wie Sie ja auch schreiben, wir dürfen so zu ihm kommen, wie wir sind. Aber wir kommen doch mit einer ERWARTUNG an Ihn, glaubend an Ihn, der uns Hilfe und Rettung schenken will! Das wollte ich ausdrücken. Es nutzt uns doch nichts, wenn wir „nur“ auf ein gerade geborenes Kindlein schauen – wenn wir nicht „dran bleiben“ an dem Jesus Christus, dessen Gottheit sich doch erst in Seinem weiteren Leben offenbart! Ist das denn in unserer Gesellschaft der Fall? Ich meine: nein. Jedes Jahr Weihnachten bleibt doch der überwiegende Teil der Menschheit bei dem „süßen Jesuskindlein“ stehen, alle Jahre wieder – und geht nicht weiter!

  4. Gottes Wort sagt: meine Kraft ist in den schwachen mächtig und was vor der Welt nichts gilt, das hebt er empor! Das Wort wurde Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit. Im Stall und in der Krippe, denn sie hatten sonst keinen Platz für den König der Könige.

  5. Eine wirklich nette Geschichte! Ich werde sie zu Weihnachten 2026 sehr gerne weitergeben. Viele liebe Weihnachtsgrüße aus dem Sauerland!

  6. Schön, danke! Das macht wirklich positive Weihnachtsstimmung und dürfte mehr Wahrheit enthalten als manche als Weihnachtspredigt verkaufte Propaganda in den Hauptmedien.

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