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Auf der evangelischen Internetseite „ref.ch“ (News der Reformierten) aus der Schweiz wurde am heutigen 1. Dezember ein Interview mit dem jüdischen Historiker Michael Wolffsohn veröffentlicht.

Der Bestsellerautor aus München, der sich als „Jesusjude“ bezeichnet, ist Mitverfasser eines Lese- und Lieder-Buches unter dem Titel „Weihnachts-Haggadah“, das mit einem Christbaum illustriert ist (siehe Abbildung).

Prof. Dr. Michael Wolffsohn, der sich seit Jahrzehnten mit jüdisch-christlichen Gemeinsamkeiten und Unterschieden befaßt, weiß um die Ähnlichkeiten zwischen Weihnachten und dem jüdischen Lichterfest Chanukka, wobei sich die Gemeinsamkeit nicht auf den  Monat Dezember beschränkt.

Auf die Frage nach seiner Motivation für das Buch erklärt er:

„Ich lebe in einer einst christlichen, heute mehrheitlich leider postchristlichen Welt. Selbst Letztere feiert Weihnachten – wenngleich dominant kommerziell und daher seelenlos. Was also liegt näher als meine Beschäftigung mit Weihnachten.“
.
Auf die Frage nach der persönlichen Bedeutung Jesu angesprochen, antwortet Wolffsohn: 

„Da bin ich einer von einigen Einzelgängern. Ich bezeichne mich als «Jesusjuden», also als einen Juden, für den Jesus die Vollendung der Ethik von Rabbi Hillel, eines Vor-Talmudisten, ist.“

.

Den historisch-theologischen Sinn des Chanukka-Festes und einige aktuelle Bezüge haben wir im CHRISTLICHEN FORUM bereits mit einem dutzend Artikeln erläutert: https://christlichesforum.info/?s=chanukka

 

 

Kommentare

7 Antworten

  1. Sehr geehrte Frau Küble, herzlichen Glückwunsch zur Überschreitung der 10-MILLIONEN-Marke an Aufrufen!

    Und vielen Dank für Ihre aufopfernde, unermüdliche ehrenamtliche Tätigkeit!

    1. Guten Tag,
      danke für Ihren Hinweis und die freundliche Ermutigung – ich wußte wohl, daß das CF knapp vor der 10-Mio-Marke steht, doch habe ich nicht ständig nachgeschaut.
      Dazu bringe ich gerne noch einen Beitrag.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

    1. Guten Tag,
      der jüdische Talmud – es gibt den babylonischen und den Jerusalemer – wurde erst nach der Zeit Christi herausgebracht, jedenfalls in seiner schriftlich-endgültigen Form.
      Er ist strukturell kein typisches Lehrbuch, sondern enthält die theologisch-exegetischen Debatten von Gelehrten bzw. Rabbinern.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

  2. Wenn er sich selbst als „Jesus-Jude“ bezeichnet, müsste man ja meinen, er habe den gefunden, der den meisten Juden noch fehlt, Jesus Christus. Geht man allerdings ins Interview mit ihm unter „veröffentlicht“, siehe oben im Text, dann erkennt man, dass er „den Ethiker“ Jesus Christus meint. Man kann Jesus Christus ethisch bewundern, davon hat man noch nicht zum Glauben gefunden. Das geschieht, indem man sein Leben dem HERRN übergibt. Das erkenne ich nicht. Schade.

    1. Die Frage ist aber, was Jesus für die Ehebrecherin schreibt: die mehr als alles schwierige Bedeutung der Stelle {weil der Gedanke der Möglichkeit nicht festgehalten wird, daß die Ehebrecherin zu ihrem Mann zurückkehrt) über sie im Evangelium des Jüngers, welchen Jesus liebt und welcher bei Jesu letztem Abendmahl an Jesu Brust liegt, ‚Joh. 8,1-11‘, war wohl zu der Zeit, in der Hillel maßgeblich war, vergessen – außer von der Mutter Jesu und dem Jünger, welchen Jesus liebt
      Dr. phil. Siegfried Paul Posch

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