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Wünscht die EKD eine Streichung des §218?

Das evangelische Medienmagazin PRO übt Kritik am Schweigen der EKD (Evang. Kirche in Deutschland), nachdem eine Kommission der Bundesregierung ihren Bericht zum Thema „Reproduktive Gesundheit“ vorgelegt hat und darin u.a. die Abschaffung des Abtreibungs-Paragraphen 218 aus dem Strafrecht fordert.
Nicolai Franz schreibt auf dem PRO-Portal folgendes dazu: 

„Ein Paukenschlag. Der Text kursierte schon Tage vorher, der „Spiegel“ berichtete, auch PRO lag er vor. Wer darauf reagieren wollte, hatte genügend Zeit. Die Katholische Kirche meldete sich sofort „in großer Sorge“ über die drohende Liberalisierung zu Wort – schließlich geht es darum, dass der Schutz des ungeborenen Lebens aufgeweicht werden könnte.

Und die evangelische Kirche? Stiftet Verwirrung. Die „Evangelischen Frauen“ und die Diakonie begrüßten die mögliche Neuregelung.

Eine Sprecherin beim „Wort zum Sonntag“ sagte vor laufenden Kameras, als Christin sei sie auch für eine Freigabe von Abtreibungen. Und begründete dies mit einer Aussage Jesu aus dem Johannesevangelium: „Wer zu mir kommt, den werde ich nicht abweisen.“  –  Sie meinte damit wohlgemerkt nicht das ungeborene Leben, sondern Schwangere, die abtreiben wollen. Das ist harter Tobak.

Beim Medienkonsumenten zeigt sich der Eindruck: Die Evangelische Kirche ist für eine Liberalisierung von Abtreibung, schließlich sind kaum kritische Stimmen zu vernehmen. Denn der EKD-Rat, das Leitungsgremium der Kirche, hat sich offenbar ein Schweigegelübde auferlegt.“

Kommentare

16 Antworten

  1. Dr. Hahn /Bielefeld: Auch in Enger bei Bielefeld gibt es die konservative Evangelisch-Lutherische Brüdergemeinde. Alle von mir genannten Gemeinden findet man im Internet. Und in Bielefeld gibt es auch 4 evangelisch-konservative Schulen mit Tausenden von Schülern. Der Name ist, meine ich, August-Hermann-Francke-Schulen, Evangelikale Bekenntnisschulen. Wer natürlich lieber die Großkirchen unterstützt, die oft weniger oder mehr Rot-Grün im Gebet sind, und dem Staat 12 Jahre lang seine Kinder anvertraut…

  2. Dr. Dietrich Hahn, Bielefeld: Die Bekennende Kirche (BK) war wohl nirgendwo stärker als in Westfalen. Lesen Sie dazu bitte das Buch über die Kirchenprovinz Westfalen 1933-1945. Gerade Hitlers Gestapo und seine Verwaltungsbehörden berichteten mit größter Bewunderung über die Glaubenstiefe und den Opfermut in der BK: Die BK-Pastoren in Westfalen würden ggfs. mit glühenden Augen für ihren Glauben auf den Scheiterhaufen gehen, sagten die Nazis. In Bekenntnis von Bethel, Ortsteil von Bielefeld /Westfalen, fasste Dietrich Bonhoeffer in der sog.Erstfassung erzkonservative theologische Grundsätze zusammen. Genau dasselbe schrieb die Ev. Kirche von Westfalen nach 1945 in die Präambel ihrer Grundordnung, die sie heute kaum je erwähnt… und der Frauenbund, die Ev. Frauenhilfe, forderte damals von der britischen Besatzungsmacht die strikte Bestrafung von „Abtreibung“: Die Frauenhilfe forderte sogar keine Ausnahme bei Vergewaltigung: Die Frauen würden lügen, gäben sie das an… Das war sicher übertrieben… aber es zeigt den Geist, der damals die Ev. Kirche von Westfalen prägte! Beenden Sie (und andere) bitte Ihre geistliche und sittliche Schuld und wechseln aus den Großkirchen und ihnen ähnlichen kleinen zu evangelisch-konservativen Freikirchen!

  3. Lizzygeier sagt:
    ich bin über die schweigende Christenmehrheit in Deutschland, die sich nicht gegen die Streichung des §218 ausspricht, enttäuscht. Auch ist es für mich nicht verständlich, dass die christlichen Kirchen nicht geschlossen den Politikern die rote Karte zeigen. Wir befinden uns bei diesen Themen schon seit Jahren auf der schiefen Ebene. Beten wir für eine Bewusstseinsänderung in Deutschland.

  4. Die evangelische Kirche ist wert, zugrunde zu gehen. Ich schäme mich vor Gott, diesem Verein anzugehören. Er sollte in der Kirche während des Gottedienstes ausgepfiffen werden, da er eine Organisation von Verrätern darstellt.

      1. Hubert Krebser: Es sind aber gerade die Mitglieder jener Evangelischen Kirchen, die an den Grundsätzen der Reformation festhalten wie Allein die Schrift, die auch in den reichen Ländern Europas und Nordamerikas sehr viel geschlossener als die Mitglieder der Katholischen Kirche am Lebensrecht Ungeborener festhalten, und in anderen theologischen wie ethischen wie politischen Fragen nach allgemeinen Maßstäben öfter eher konservativer stehen als selbst Päpste von Paul VI. bis Benedikt XVI. …

    1. Dr. Hahn: Wenn Sie evangelisch sein wollen, dürfen sie der Ev.Kirche nicht angehören. sie müssen es aber auch nicht. Schon die Selbständige Evangelisch-Lutherische Kirche (SELK) und die Evangelisch-Lutherrische Gebetsgemeinschaft (ELG) sind deutlich besser und die Evangelisch-Lutherische Freikirche (ELFK) noch viel mehr. Sie hatten sich hier als Lutheraner aus Bielefeld bezeichnet. Die beiden erstgenannten Kirchen haben Gemeinden in Bielefeld, die ELFK feiert Gottesdienste in Enger bei Bielefeld. In Bielefeld „wimmelt“ es gerade von sonstigen evangelisch-konservativen Gemeinden, etwa Mennoniten-Brüdergemeinden und in der Konferenz für Gemeindegründung. Das Bielefelder Westfalen- Blatt berichtete schon vor Jahren , daß mehr Menschen solche Bielefelder Gemeinden besuchen als die Gemeinden der beiden großen Kirchen Kirchen zusammen. Beenden Sie Ihr Verhalten, daß bei Ihnen nach Ihrer Angabe Scham auslöst: Gehorchen Sie Gottes Geboten nach Römer 16, 17, Galater 1, 6- 10. Gerade das Lebensrecht ungeborener Kinder erfordert das Sie sich dafür engagierten Gemeinden anschließen!

  5. Die Leitung der evangelischen Kirche hat sich vom Evangelium Jesu Christi verabschiedet. Sie gleicht den „Deutschen Christen“ der 30er Jahre wie ein Ei dem anderen.
    Sie predigt alles, was der linksrot-grüne Zeitgeist vorgibt.

    1. Joachim Hadlich: Nicht wie ein Ei dem anderen, aber in Grundsätzen- da haben sie recht. Und der Gegner der Deutschen Christen, die Bekennende Kirche (BK), hat sich ja auch besonders gegen „Abtreibung“ engagiert. Die heute bekanntesten Theologen der BK waren Karl Barth und Dietrich Bonhoeffer: Beide nannten Abtreibung „Mord“. Barth warf Anfang der 50-er (!) Jahre den beiden großen Kirchen zuviel Schweigen gegenüber diesem, wie er sagte, Massenmord vor. Die letzte Synode der BK (Breslau 1943) verwarf nicht nur den Mord wegen der Rasse, sondern auch „Abtreibung“. Seit eingen Jahren gibt es wieder Bekennende Evangelische Gemeinden, außerhalb der Ev. Kirche (EKD). Dr. Wolfgang Nestvogel (BEG Hannover) und Dr. Bernhard Kaiser, Institut für Reformatorische Theologie (IRT) in Reißkirchen und Leiter einer Gemeinde dort, sind Mitgründer und bekannte Pastoren dieser neuen Bekennenden Kirche.

  6. Jesus sagt in Matth. 7,12 (NeÜ): „Alles, was ihr von anderen erwartet, das tut auch für sie! Das ist es, was Gesetz und Propheten fordern.“

    Schon müsste jedem klar sein, dass man den §218 nicht streichen darf.
    Auch ein ungeborener Mensch hat natürlich das Recht auf Leben.

    Wir wollen, dass alle Menschenrechte und Grundrechte als Abwehrrechte gegen den Staat an uns angewandt werden – die Menschenwürde, das Recht auf Leben, das Recht auf Freiheit, freie Meinungsäußerung und das Recht auf das Streben nach Glück. Denn diese Wahrheiten sind selbstverständlich, so heißt es in der Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten. Jeder ist von seinem Schöpfer gleich geschaffen worden und hat diese Rechte von Ihm bekommen.
    Wenn wir nicht zulassen wollen, dass wir betrogen werden, sollten wir auch nicht zulassen, dass andere betrogen werden.
    Natürlich werden die Rechte in Wirklichkeit von den Herrschenden nicht selbstverständlich gewährt. Sie werden ständig missachtet und mit Füßen getreten. Dauernd und überall – milliardenfach.

    Alle Menschen sind doch von Gott gleich geschaffen und haben diese Rechte von Gott bekommen. Warum sehen wir das so selten?

    In wenigen Minuten fasst Prof. Dr. Haditsch die jetzige Lage zusammen.

    Was muss noch passieren?
    https://www.youtube.com/watch?v=fg3-LZnXOKo

    Wir sehen, wie die Menschenrechte verachtet werden. Aufklärung tut not. Wenn die Menschen merken, wie sie betrogen werden, können sie sich gegenseitig solidarisch zeigen. Sie sollten z.B. nur noch Politiker wählen, die im Interesse der Bürger handeln, nicht im Interesse der Eliten.
    Was muss noch passieren – YouTube

    Warum erleben wir dieses Vorenthalten der Menschenrechte?
    Offensichtlich, weil wir uns nicht wirklich nach den Worten und dem Leben desjenigen ausrichten, der die Wahrheit in Person ist. Als Christus sollten wir uns aber unbedingt darum bemühen.

    Dann finden wir auch den Weg zur größeren Objektivität.

    Dann öffnet sich wieder der allzu verengte Debattenraum.

    Dann können Christen wieder gemeinsam nach der Wahrheit streben, wenn sie sich wirklich in die Lage der anderen hineinversetzen, um entsprechend auf diese Weise die Zehn Gebote und die Goldene Regel zu erfüllen.

    Recht auf Leben, Recht auf Freiheit und Streben nach Glück gelten für alle. Deshalb müssen wir die Weltkrisenserie Corona, Klimawandel, Ukrainekrieg usw. hinterfragen, um aufzuklären und wieder nach Objektivität zu streben.

    https://www.youtube.com/watch?v=BpIpZDoUrdM
    Schnauze voll! Das schockt jetzt ganz Berlin.

    https://vk.com/video323499372_456253802
    Richard David Precht rutscht es heraus. Freie Meinungsäußerung. Und über AfD.

    https://www.youtube.com/watch?v=MDwMEMG2Ifk
    Diese Nachricht schockt die Nato.

  7. Warum hat die Sprecherin beim Wort zum Sonntag nicht gleich Röm 7, 16–21 zitiert? Wahrscheinlich der Länger wegen, sonst hätte sie sicherlich darauf als biblisch fundierte Legitimation verwiesen.

  8. Beim Lebensschutz kann man die EKD längst abschreiben, Ökumene ist in diesem Bereich nur mit den Freikirchen möglich.
    Dass die EKD längst nicht mehr ökumenisch arbeitet, hat sich schon damals gezeigt, als sie die Einheitsübersetzung der Bibel als „katholisch“ bezeichnet hat.

  9. Danke für Ihre wertvolle Arbeit und den Mut, solche Artikel zu veröffentlichen! Ich bekomm einen Knoten in der Seele, wenn ich solche Auslegung der Herrenworte lese und an das damit verbundene Unrecht an den Schwächsten der Gesellschaft denke. Blendet diese Frau aus, dass es um Tötung geht? Ist es schlimmer, kriminalisiert zu werden, als getötet zu werden? Ich kann dem nicht folgen und bin zutiefst betrübt.

  10. Wenn eine Kirche das 5. Gebot entsorgt, dann ist sie keine christliche Gemeinschaft mehr! Sie hat sich aus dem jüdisch-christlichen Moralkonsens verabschiedet.
    Solche Gruppen und „Kirchen“ werden Werbung für Alten-Euthansie in Seniorenheimen befürworten, werden palliative Total-Sedierung als Sterbehilfe für Aufgegebene einrichten (viele Verwandte würden das sicher befürworten); die „unkomplizierte“ Tötung von behinderten Neugeborenen passt in solche Konzepte ebenso. Das absolut Traurige dabei ist: wenn Frauen für Tötung sind, Frauen für eine Freigabe der Tötung ihrer ungeborenen Kinder, dann ist eine Gesellschaft verloren! Sie hat sich aus einem Grundkonsens – religiös ist das die Bundesurkunde der 10 Gebote – verabschiedet und steuert zurück in die heidnische Bestialität! Mit solchen Leuten ist Ökumene sinnlos. eine solche „Kirche“ wird in Kürze untergehen.

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