Von Eugen Abler
Im Koalitionsvertrag ist festgehalten, dass für Frauen, die ungewollt schwanger werden, in Konfliktsituationen der Zugang zu „medizinisch sicherer und wohnortnaher Versorgung“ ermöglicht werden soll. 
Zudem soll die Kostenübernahme durch die gesetzliche Krankenversicherung über die heutige Regelung hinaus erweitert werden.
Eine Kostenübernahme kann aber nur erfolgen, wenn die Tötung des ungeborenen Kindes in der Frühphase der Schwangerschaft gesetzlich erlaubt wird. Das bedeutet, dass auch CDU/CSU durch ihre Zustimmung im Koalitionsvertrag die Tötung im Mutterleib als rechtlich unbedenklich wertet.
BILD: Der ehem. CDU-Kommunalpolitiker Eugen Abler veröffentlichte im Gerhard-Hess-Verlag sein Buch „Der Verrat am C“
Wie weit hat sich die Union von dem, was Gottes Gebot „Du sollst nicht töten“ und das Naturrecht uns sagen, entfernt.
Die Union hat nun ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben. Der Arbeits- und Sozialrechtler Gregor Thüsing kommt zum Ergebnis, dass das Verfassungs– und Sozialrecht dem Gesetzgeber nur einen engen Spielraum für eine Kostenübernahme über die derzeitige Regelung hinaus lässt. Derzeit erstatten die Krankenkassen nur die Kosten für Abtreibungen, die nach medizinischer und kriminologischer Indikation durchgeführt werden, das sind laut dem Statistischen Bundesamt vier Prozent der 106.000 vorgeburtlichen Kindestötungen.
Und wieder haben wir es mit einem moralischen Dammbruch zu tun. 
Auf höchster politischer Ebene wird nun darüber diskutiert, „Schwangerschaftsabbrüche in der Frühphase als rechtmäßig“ zu betrachten. Dass die SPD hier die treibende Kraft ist, überrascht nicht. Falls die CDU/CSU nicht mehr die moralische Kraft zu einem klaren Nein aufbringt, sollte sie spätestens jetzt das „C“ in ihrem Parteinamen streichen.
Ich erinnere an eine alte Weisheit: Was moralisch falsch ist, kann politisch nicht richtig sein. Mord darf nie gesetzlich erlaubt sein! Damit würden wir in die Barbarei zurückfallen.
Ich appelliere an die Abgeordneten der Unionsparteien, beim Lebensschutz klare Kante zu zeigen. Bereits die jetzige Regelung des Paragraphen 218 ist moralisch höchst bedenklich und überschreitet Grenzen. Für eine Ausweitung gibt es keinen Spielraum.
Ohnehin ist es bei einer Geburtenrate von 1,35 Kinder pro Frau geradezu absurd, einer Kultur des Todes das Wort zu reden. Wir müssen Kinder wieder als Bereicherung begreifen. Wir brauchen eine Kultur des Lebens!






Total views : 11028647
14 Kommentare
Das Lebensrecht ist das erste , weil grundlegende Freiheitsrecht. Dem Autor gebührt hoher Dank, daß er das Lebensrecht Ungeborener anspricht. Entsetzt bin ich aber über seine Aussage, daß was moralisch falsch ist, politisch nicht richtig sein könnte. Wer legt denn bitte fest, was moralisch falsch ist? Will er eine Weltanschauungsdiktatur? Wo bleibt da die Freiheit? Wer die Freiheit in moralischen Fragen nicht achtet, schadet dem Schutz der obersten Freiheit, liefert Argumente seinen Gegnern…
Antwort auf Ihre Frage: das Naturrecht!
Jeder Mensch kann erkennen, was moralisch falsch oder richtig ist. Wenn es keine Moral gemäß Naturrecht gäbe, dann könnte man ja alles machen und z.B. die Nürnberger- oder Mauerschützenprozesse wären überflüssig gewesen, da es ja keine generelle Moral gibt.
fof: „Das“ Naturrecht gibt es nicht. Der überragende Rechtsdenker Bernd Rüthers, engagierter Katholik und Träger eines päpstlichen Ordens, hat die (stark katholisch geprägte) Art des Naturrechts als logischen Widerspruch bezeichnet. Übrigens nannten die scharfen Gegner des Naturrechts, Karl Bart und Dietrich Bonhoeffer, beide Abtreibung Mord. Schon damit ist bewiesen, daß die übliche Art von Naturrecht nicht nötig ist, um gegen Abtreibungen zu sein. In der FAZ stand gerade, daß die meisten katholischen Theologen /Ethiker sich nicht mehr aufs Naturrecht bezögen
Shalom Aleihem,
die Kinder kommen ja nicht von selbst . Meine 9 -jährige Nachbarin fragte: Weshalb hat man Geschlechtsverkehr, wenn man keine Kinder will?
Frau Stahnke: 9-Jährige sind nicht unbedingt Experten für Fragen der Sexualität. Und dass auch solche, die keine Kinder wollen, Sinn in der Sexualität finden können, wissen ja wir Erwachsenen…
Guten Tag,
die Bereitschaft (!) zur Weitergabe des Lebens ist zwar nicht der einzige Sinn der ehelichen (!) Sexualität, aber durchaus ein Wesensmerkmal. Natürlich ist sie auch Ausdruck der Liebe, sie dient der Festigung der Treue und verhindert – so auch Paulus – Unzucht bzw. Sittenlosigkeit.
Wer als Verheirateter absichtlich keine Nachkommenschaft WILL, der ignoriert den ersten Auftrag Gottes an die Eheleute Adam und Eva: „Seid fruchtbar und mehret Euch“.
X-mal werden Kinder in der Bibel als „Segen“ bezeichnet.
Wo Sie sonst doch Ihre Bibeltreue so betonen, finde ich diese jetzige Aussage nicht dazu passend.
Freundlichen Gruß
Felizitas Küble
Verehrte Frau Küble: Bitte lesen Sie meinen Text noch einmal. Ich habe von einer (!) Sinnfindungsmöglichkeit gesprochen, nicht von Gottes in der Bibel zu findenden Sinngebung. Erwähne ich Geld- und Luxusgier als Sinngebungsmöglichkeiten, gebe ich auch dabei diese nicht als biblisch aus. Die Geburtenrate in den evangelikal-konservativen Gemeinden, zu deren Gruppe ich gehöre. ist sicher höher als in den beiden Großkirchen, von Religionslosen ganz zu schweigen. Wer Abtreibungen nicht freigeben will, sollte möglichst zwischen religiöser und weltlicher Begründung trennen: Sonst kommt das Argument: Wir zwingen Euch nicht abzutreiben, ihr zwingt uns aber zu eurer religiöse Moral. Das ist zwar falsch! Es gibt gute weltliche Gründe für Abtreibungsverbote. Wer aber in einer solchen Diskussion die Bibel als Grund für Verbote angibt, liefert dem Gegner Argumente… Und auch Islamisten: Wer Christen ihre Offenbarung zum Gesetz erheben, müssen wir Islamisten ja das auch dürfen…
Genauso ist es!
Danke, liebe Frau Küble, dass Sie diesen wichtige Beitrag bringen. Ich erlebte Herrn Abler bei der Ehrenpromotion von Peter Hahne in Basel. Unvergessen! Ein aufrechter Mann, der auf jedem Bundesparteitag der CDU das Thema Abtreibung ansprach. Letztesmal in Hamburg ging Merz währenddessen laut plaudernd durch den Saal.
aufrechte CSU-Mitglieder werden ja jetzt rausgeschmissen: https://www.youtube.com/watch?v=jgi8Dy8M4u0
…und wer nicht rausgeschmissen wird, der ist kein aufrechtes CSUCSU-Mitglied. Voll die Argumentation.
Nun, ich kann mich in diese Problematik schwer einfühlen, weil eben durch die importierte Vergewaltigungskultur, für den queeren EKD-Sex-Kirchentag kein Thema, der sich zu allem Hohn dem lebensfeindlichen radikalen Islam anbiedert und anatomische Frauen als Menschen mit Uterus, die gebärfähig sein können, nach Sure 9, glaube ich ,“Die Frau ist das Saatfeld des Mannes“, als ein Gebrauchsobjekt zum Kinder gebären bis zur Gebärsklaverei abwertet.
Das war auch der Stolperstein für Brosius-Gersdorf, die Menschenrecht erst ab er Geburt akzeptieren will, nicht das einer werdenden Mutter, die sich auf den Familien-Nachwuchs freut und ihre Entscheidung im frühen Anfangsstadium, wo sie noch bei nicht voll entwickelten Fötus Nein sagen kann, untergräbt.
Da liegt sie mit Jutta Dittfurth auf einer Linie, Kinder auch im späten Stadium, wo sie Menschen im Mutterleib geworden sind, weg zu werfen wie Sperrmüll für die sexuelle Vielfalt.
Allerdings sollte man auch für die ungewollt werdenden Mütter Hilfe organisieren und diese begleiten bei ihren Entscheidungen. Dies damit solche Dinge nicht passieren, dass Kinder heimlich zur Welt gebracht werden, um nicht von der Gesellschaft verachtet und ausgestoßen zu werden.
Eine bei der Disco vergewaltigte Krankenschwester brachte damals heimlich ihr Kind auf einem Donnerbalken zur Welt, Bretterklo aus Angst, von der Gesellschaft verstoßen zu werden mit Vater ohne Namen, 8 Jahre DDR-Haft, wo waren Ansprechpartner, die im frühen Stadium diese junge Frau bei der Abtreibung begleitet hätten oder eben auch ihr Mut und Beistand gewährt hätten, bei dieser schweren Entscheidung und der Fall war deshalb hoch emotional, weil Gewaltverbrecher mit Tötungsdelikten weniger hart bestraft wurden, als diese junge verzweifelte Frau, die mehr Haft als jene Mörder bekam.
ja dann soll bitte eine Partei diese Kultur des Lebens in ihr Parteiprogramm aufnehmen und kandidieren . Wir werden sehen ob das Mehrheitsfähig ist, Punkt
Gehe ich recht in der Annahme, dass die allerkatholischste AfD die Kultur des Lebens in ihrem Parteiprogramm nicht erwähnt? Ich bin untröstlich. Noch ein Grund mehr, die ödp zu wählen.