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Zur Rekonstruktion des Berliner Schlosses: Nein zur Distanzierung von den Bibelworten

Die Rekonstruktion des Berliner Schlosses stieß von Anfang an in bestimmten Kreisen auf vehemente Ablehnung. Neuester Stein des Anstoßes sind die Bibelworte der Kuppel-Inschrift, von der sich jetzt sämtliche Institutionen im Humboldt Forum distanzieren.

Hierzu erklärt der kulturpolitische Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag, Marc Jongen:

„Kaum ist die Dachterrasse auf dem Berliner Schloss geöffnet, soll eine Informationstafel installiert werden, mit der sich ,alle Institutionen im Humboldt Forum‘ ausdrücklich von dem ,Alleingültigkeits- und Herrschaftsanspruch des Christentums‘ distanzieren, der sich angeblich in der Kuppel-Inschrift manifestieren soll.

Ideologisch getriebene Ignoranz und ein Mangel an Bildung haben damit eine weitere Etappe genommen und drohen, unsere kulturellen Wurzeln zu kappen. 

Der preußische König Friedrich Wilhelm IV., der die Bibelworte der Inschrift ausgesucht hat, wollte laut dem Architekturtheoretiker Peter Stephan zum Ausdruck bringen, dass kein Mensch vor einem anderen das Knie beugen solle und das Heil allein in Gott liege. Er distanzierte sich damit sowohl von absolutistischen Herrschern als auch von Autokraten oder Tyrannen.

Dieser preußische König gehörte damit zu den fortschrittlichen Geistern seiner Zeit. Die Distanzierung der Institutionen im Humbold-Forum zeugt deshalb von eklatanter historischer Unbildung.

In einer Mischung aus Naivität und Überheblichkeit projiziert sie hyper-moralische Maßstäbe von heute auf eine vergangene Geschichtsepoche. Nach dieser Logik müssten an fast allen Monumenten der europäischen Hochkultur distanzierende Infotafeln angebracht werden.

Und genau darauf läuft diese Distanzierungs- und Abwertungsmentalität gegenüber dem Eigenen auch hinaus: die kulturelle Selbstabschaffung.

Zudem fragt man sich, wo der Protest derselben Leute bleibt, wenn der Muezzin, wie jetzt offiziell in Köln erlaubt, den Alleingültigkeitsanspruch des Islam lautstark vom Minarett herab verkündet.

BILD: Große Moschee mit Minarett in Köln

Das Schweigen des ‚linksliberalen‘ Juste Milieu wiegt in diesem Fall umso schwerer, als es sich hier um einen noch vitalen und sehr ernst gemeinten religiös-politischen Anspruch handelt, während der Bibelspruch auf der Berliner Kuppel lediglich noch ein historisches Kulturdokument ohne jegliche realpolitische Bedeutung darstellt.

Die hier zum Ausdruck kommende Verachtung für das Eigene wird maßgeblich von den links-grünen Kreisen getragen, die voraussichtlich die nächste Bundesregierung bilden werden. Sie können mit Deutschland, seiner Kultur, seinen Menschen und seiner Geschichte ,nichts anfangen‘ (O-Ton Robert Habeck) und streben eine geschichtslose ,multikulturelle und diverse Gesellschaft‘ an.

In dieser Gesellschaft soll möglichst nichts mehr an deutsche Kultur und Geschichte erinnern.

Kommentare

2 Antworten

  1. Der Vergleich mit dem Muezzin Ruf ist unpassend bei der eine Sache wird praktisch der christliche Staat proklamiert sich davon zu distanzieren ist legitim und erforderlich
    das andere ist die Religionspraxis einer Religion
    eine Erklärung der Inschrift wäre besser man muß das aus dem Kontext der damaligen Zeit sehen, die wir Gott sei Dank hinter uns gelassen haben

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