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24. Mai: Gedenktag der hl. Johanna Chusa, einer mutigen Jüngerin Christi

BILDER: Statue der Johanna Chusa im bayerischen Dingolfing (St.-Johannes-Kirche)

Der 24. Mai ist der Gedenktag der heiligen Johanna Chusa: Von dieser glaubensstarken Jüngerin berichtet uns das Lukas-Evangelium an zwei Stellen (Lk 8,1-3 und 24,10) sowie das amtskirchliche „Martyrologium Romanum“. Auch in der orthodoxen Christenheit wird diese Heilige verehrt (dort am 3. August).

Johanna war die Gemahlin eines Beamten (vermutlich des Hausverwalters) von König Herodes Antipas; sie bekannte sich zu Jesus, nachdem er sie von einer Krankheit geheilt hat; sie wurde seine Jüngerin und diente ihm und den 12 Aposteln auch mit ihrem privaten Vermögen. Das war in ihrer Stellung als Beamtenfrau nicht ohne Risiko, doch ihr Mann Chusa ließ sie gewähren.

Zudem verkündete sie den überraschten Aposteln und Jüngern die Botschaft von der Auferstehung Christi: Das Grab ist leer, der Heiland lebt!

BILD rechts: Unten auf dem Sockel steht der Name von Johanna Chusa

Damals war ihr Mann vermutlich bereits verstorben. Die tapfere Witwe war mit Jesus aus Galiläa gekommen und begleitete ihn auf seinem Kreuzweg; sie stand gemeinsam mit der Madonna und Johannes treu und ausharrend unter dem Kreuz.

Sie war auch zugegen, als der Leichnam des HERRN vom Kreuz herabgenommen und durch Joseph von Arimathäa ins Grab gelegt wurde.

Zeugin für die Auferstehung des HERRN

Am frühen Ostermorgen eilte Johanna mit Spezereien zum Grab Jesu, um ihn sorgfältig einzubalsamieren; sie handelte gemeinsam mit Maria Magdalena und einer weiteren Maria, der Mutter des Apostels Jakobus.

Sie fanden dort den schweren Stein schon beseitigt, gingen in die Grabhöhle hinein und fanden den Leichnam Jesu nicht mehr vor.

Zwei Engel trösteten die bestürzten Frauen mit der Botschaft: „Der HERR ist auferstanden….Was sucht Ihr den Lebenden bei den Toten?“, die sie gläubig an die Apostel weitergaben. 

Die kirchliche Überlieferung bezeugt, daß die bekenntnisstarke und fürsorgliche Johanna noch lange gelebt und weiter ihr Vermögen für gute Taten und Almosen eingesetzt hat. 

Wir gratulieren allen, die heute Namenstag feiern, ganz herzlich, ob sie nun Johanna, Hanna, Jenny, Juana oder Hannelore heißen.

Ausbildungsfonds nach Johanna benannt:

Die Stephanus-Stiftung für verfolgte Christen hat einen Johanna-Chusa-Ausbildungsfonds ins Leben gerufen und bewußt nach dieser tapferen Nachfolgerin Christi benannt. 

Mit dem Förderprogramm werden unterdrückte Gläubige in aller Welt unterstützt, vor allem junge Christinnen in Not und Bedrängnis, zumal in islamischen Diktaturen. 

Näheres dazu hier: https://stephanus-stiftung.org/projekte-johanna-chusa-ausbildungsfonds/

Chusa-Fotos: Michaela Koller, Gründerin des Chusa-Ausbildungsfonds

Kommentare

3 Antworten

  1. Jüngerinnen und Aposteln. Wo ist da genau der Unterschied? Bei der Bergpredigt lesen wir: „Als Jesus die vielen Menschen sah, stieg er auf einem Berg. Er setzte sich und seine Jünger traten zu ihm.“
    Ich habe das immer so verstanden, dass seine Apostel, diejenigen die er explizit in seine Nachfolge berufen hat, mit der Bezeichnung Jünger gemeint sind. Es traten nur seine Jünger zu ihm, von Jüngerinnen ist in der o.g. Bibelstelle nichts zu lesen. Genauso wenig wie im Rest des N.T.
    Was gilt jetzt? War Johanna mit dem gleichen Auftrag der Jünger wie z.B. die Sünden zu vergeben im Namen Jesus unterwegs? Könnte man nicht der Begrifflichkeit halber lieber davon sprechen, dass Johanna Chusa eine der ersten Gefährtinnen Jesu gewesen ist? Wenn schon gendern, dann bitte korrekt.

    1. Guten Tag,
      die Apostel waren zwar auch Jünger, weil sie – natürlich vorrangig – zur Gefolgschaft Jesu gehörten, die ihn auf seinen Predigtreisen begleitet haben. Daher werden sie teils „Jünger“ genannt, gemeint ist aber die Zwölfergruppe. Das ergibt sich dann jeweils aus dem Zusammenhang.
      Aber es gab weitere Begleiter und Nachfolger Jesu, die keine Apostel waren, die „Jünger“ genannt werden.
      Tabita aus Joppe wird in Apg. 9,36 ausdrücklich als „Jüngerin“ bezeichnet.
      Bei Johanna von „Gefährtin Jesu“ zu sprechen, scheint mir etwas mißverständlich und erinnert jedenfalls im Deutschen an „Lebensgefährtin“.
      Zudem wird in der kath. Kirche der 24. April als Tag der „Jüngerinnen“ Jesu begangen: https://www.vaticannews.va/de/tagesheiliger/04/24.html
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

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