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Die Antwort des Vatikan auf Erzbischof Zollitsch

Papstsprecher empfiehlt „geistliche Kommunion“ für wiederverheiratete Geschiedene

Während der Freiburger Erzbischof Zollitsch unlängst einen angeblichen „Reformstau“ in der Kirche beklagte und die Dauerbrenner-Debatte um wiederverheiratete Geschiedene und deren Gang zu den Sakramenten wiederbelebte,  erhielt er nun vom Vatikan die passende Antwort,  wie sie der Tradition der Kirche entspricht:

Rom empfiehlt nämlich jenen Gläubigen, die nicht zum Tisch des HERRN zugelassen sind, die sogenannte „geistliche Kommunion“; diese gelte es wieder zu entdecken, erklärte Papstsprecher Federico Lombardi laut Radio Vatikan vom 4.9.2011 mit Bezug auf einen entsprechenden Ausschnitt aus dem Text „Sacramentum caritatis“ von Benedikt XVI.:

„Wir sollten uns hüten vor einem „gewissen Automatismus, so als habe man –  nur weil man sich während der Liturgie in einer Kirche befindet  –   das Recht oder vielleicht sogar die Pflicht, zum eucharistischen Mahl zu gehen.

Auch wenn es nicht möglich ist, die sakramentale Kommunion zu empfangen, bleibt die Teilnahme an der heiligen Messe notwendig, gültig, bedeutungsvoll und fruchtbar. Unter diesen Umständen ist es gut, das Verlangen nach der vollen Vereinigung mit Christus zu pflegen, zum Beispiel mit der Praxis der geistlichen Kommunion.“ (Sacramentum caritatis, 55).

Papstsprecher Lombardi erläuterte hierzu:

„In der Messe feiert die Gemeinschaft der Kirche Tod und Auferstehung Jesu, der lebendig und präsent ist. Ihn sakramental zu empfangen, bleibt ein Geschenk; doch der starke innere Wunsch, sich mit ihm zu vereinigen, ist ebenfalls eine wirksame Quelle der Kommunion.

Das ist ein wichtiges Wort der Hoffnung und Solidarität für alle, die aus verschiedenen Gründen  –  ob praktischer Art oder wegen der Umstände ihres Familienlebens  –  heute nicht zur sakramentalen Kommunion gehen können.“

Diese Aussagen zielen vor allem auf jene Gläubigen, die geschieden und wiederverheiratet sind; sie dürfen das Altarsakrament nicht empfangen. Der Papst empfiehlt ihnen die geistliche Kommunion und bemüht sich auch deshalb um eine stärkere Wertschätzung für diese bewährte kirchliche Praxis.

Felizitas Küble, Leiterin des Christoferuswerks in Münster

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