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Bischöfliche Autorität in Glaubensfragen statt Ausflüge in den deutschen Wahlkampf

Von Kardinal Gerhard Müller, Rom

Zwei Bemerkungen zum Interview von Bischof Bätzing in „BILD am Sonntag“ und „katholisch.de“

  1. Kirche und Theologie

Mit spöttischem Unterton versuchte ihr derzeitiger Vorsitzender, meine Kritik an der Stellungnahme der Deutschen Bischofskonferenz zum politischen Extremismus in Deutschland zu relativieren (in: Die Tagespost, 21. März 2024, S. 9).
Hier sein Originalton: „Kardinal Müller ist ein emeritierter Kardinal, der keine Aufgabe mehr hat. Er nimmt zu vielen Entwicklungen in der ganzen Welt Stellung. Manchmal etwas sehr vorschnell.“

Wer sich auch nur ein wenig in der katholischen Theologie auskennt, müsste wissen, dass die Kardinäle der römischen Kirche nicht „emeritiert“ werden, sondern nur mit dem 80. Geburtstag das Recht auf die Papstwahl verlieren, aber dennoch Berater und Mitarbeiter des Papstes bleiben.

Emeritiert im kirchenrechtlichen Sinne werden kann ein Bischof, der einer Diözese vorsteht oder ein befristetes Kirchenamt innehat (z. B. Apostolischer Nuntius, Präfekt eines Dikasteriums an der römischen Kurie).

Ein Bischof hat aufgrund seiner sakramentalen Weihe bis zu seinem Tod Anteil an der Sendung der Kirche, das Wort Gottes zu predigen, die Eucharistie und die anderen Sakramente zu feiern und an der Leitung der Kirche mitzuwirken, etwa auf einer römischen Synode oder einem ökumenischen Konzil (vgl. II. Vatikanum, Dogmatische Konstitution über die Kirche „Lumen gentium 20; 24-29).

Anders verhält es sich bei öffentlichen Stellungnahmen zu Fragen von Theologie und Kirche. Sie hängen von der Kompetenz und nicht vom Amt ihres Autors ab.

  1. Kirche und Politik

Hier zeigt sich wieder einmal der tote Winkel der „deutschen Kirche“, die nicht identisch ist mit der katholischen Kirche in Deutschland: Man vermischt Politik und Evangelium. Wer den Aufruf des Papstes zu einer Neuevangelisierung Deutschlands stur ignoriert, der gewinnt die verlorene Autorität in Glaubensfragen gewiss nicht zurück mit Ausflügen in den deutschen Wahlkampf.

Die Bischofskonferenz ist gerade kein Instrument des Staates, sondern eine Einrichtung der universalen Kirche, die vom Papst als Nachfolger Petri geleitet wird. Die Kirche erwartet vom Staat nur die Garantie der privaten und öffentlichen Religionsfreiheit. Sie respektiert die relative Autonomie eines demokratischen Rechtstaates und der irdischen Wirklichkeiten wie Staat, Justiz, Kunst, Wissenschaft (vgl. II. Vatikanum, Die Kirche in der Welt von heute „Gaudium et spes“ 36). 

Sie hat aber gegebenenfalls die prophetische Autorität, die staatliche Machtausübung in ihre Schranken zu weisen, wenn die Grenzen zum Totalitarismus und seelenlosen Bürokratismus überschritten und wenn die fundamentalen Menschenrechte missachtet werden (z.B. die heilige Pflicht zum Widerspruch gegen Angriffskriege, zu staatlichen Auftragsmorden und Folter, zur Verhöhnung und Verfolgung politischer Gegner).

In der Bundesrepublik Deutschland sind es die Organe des Staates selbst, die die Bürger gegen Verbrechen (Polizei, Justiz) und das Grundgesetz gegen ihre Feinde schützen (Verfassungsgericht).

Im öffentlichen Diskurs sollen sich Christen aufgrund ihrer Überzeugung von der unveräußerlichen Menschenwürde beteiligen mit ihrer Fachkompetenz, während die institutionelle Kirche sich neutral gegenüber den politischen Parteien zu verhalten hat.

Diese haben sich ohne kirchliche Schützenhilfe selbst um das Vertrauen ihrer Wähler zu bemühen.

Mit ihrer moralischen Kompetenz können die Bischöfe jedoch von allen Politikern die Orientierung am Gemeinwohl einfordern. Gerade von ihnen kann man den Einsatz für die grundlegenden Menschenrechte erwarten, die allem staatlichen Handeln als Maß und Kriterium vorausliegen.

Es ist ihre Pflicht, für die Würde des Menschen und das unveräußerliche Recht auf das Leben einzutreten von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod (gegen den Infantizid, die Entwürdigung von Frauen und Kindern im Milliardengeschäft der Leihmutterschaft, die Euthanasie an Alten und Kranken).

Vor jeder Stellungnahme zu politischen Fragen sollte man vorher die „Pastoralkonstitution über die Kirche in der Welt von heute“ konsultieren, in der das II Vatikanum der Kirche einen Kompass für ihren Kurs in einer pluralistischen Gesellschaft an die Hand gegeben hat:

„Die Kirche, die in keiner Weise hinsichtlich ihrer Aufgabe und Zuständigkeit mit der politischen Gemeinschaft verwechselt werden darf noch an irgendein politisches System gebunden ist, ist zugleich Zeichen und Schutz der Transzendenz der menschlichen Person. Die politische Gemeinschaft und die Kirche sind auf je ihrem Gebiet voneinander unabhängig und autonom. Beide aber dienen, wenn auch in verschiedener Begründung, der persönlichen und gesellschaftlichen Berufung der gleichen Menschen“ (Gaudium et spes 76).

Wir danken KARDINAL MÜLLER herzlich für seine Zusendung dieser Stellungnahme mit dem Recht auf Veröffentlichung

Kommentare

25 Antworten

  1. Amtsträger wie Kardinal Müller haben noch Format und sehen die Glaubensaufgabe statt dem weichgekochten Opportunitätsausverkauf eines oberflächlich-anbiedernden Bischof Bätzing.Die Bischofskonferenz versagt völlig in der Wahrnehmung der Glaubensgrundprobleme und macht das Salz schal.Sie vertreiben immer mehr ernsthaft Glaubenwollende aus ihrem regenbogenfarbigen Kitschprogramm.

  2. Das Christentum ist historisch und wertemäßig die Grundlage für Freiheit, Menschenwürde, Menschrenrechte, Rechtsstaatlichkeit, Wissenschaftlichkeit und Demokratie.

    Offzielle Verantwortliche der Christen berufen sich mit Recht auf diese Werte.

    Es ist ihre Pflicht, Wahrheit und Liebe als Grundlagen für unsere Gesellschaft zu erklären, zu leben und einzufordern.

    Die Goldene Regel in Matth. 7,12 hat jüdisch-christliche Wurzeln, auf der unsere Demokratie beruhen.

    Wie sollen entsprechend den Zehn Geboten andere so behandeln, wie wir selbst behandelt werden wollen. Das heißt natürlich auch, dass wir uns die Grundlagen für die Goldene Regel, die christlichen Werte nicht nehmen lassen dürfen.

    Wir sollen also NICHT ZULASSEN, dass andere belogen, betrogen, verleumdet, verunglimpft, verachtet, versklavt, verkauft, verraten, verletzt und ermordet werden, wenn wir selbst uns nicht belügen, betrügen, verleumden, verunglimpfen, verachten, versklaven, verkaufen, verraten, verletzen und ermorden lassen LASSEN wollen.

    Denn ohne Verinnerlichung und Praktizierung christlicher Werte durch viele Menschen führt Freiheit zum Chaos und Ordnung zur Tyrannei.

    Und wir werden in den aktuellen Krisen viel belogen und betrogen. Offizielle Christen sollten darüber insgesamt und im Detail aufklären.
    https://www.youtube.com/watch?v=DniwKKVN1fE&t=509s
    Peter Hahne: Das war’s mit linker Politik!

    CORONAKRISE:

    https://loobloo.tv/live/rki-protokolle-wie-die-wissenschaft-sich-selbst-verraten-hat-prof-dr-stefan-homburg/

    KLIMAKRISE.

    https://tkp.at/2024/03/30/es-gibt-keine-globale-klimakrise-bericht-ueber-klima-2023-von-professor-ole-humlum/

    UKRAINEKRISE.

    https://rumble.com/v4ki0ho-alice-weidel-fordert-verhandlungen-und-rechnet-mit-den-kriegstreibern-ab.html

    https://www.youtube.com/watch?v=yv8cBwkhxXc
    Die 7 Mythen des Ukraine-Kriegs. Widerlegt! H.Kujat.

    FINANZ- UND WÄHRUNGSKRISE:

    https://www.youtube.com/watch?v=Fxzy1nx0HLw
    Monetärer Faschismus, E. Wolff

    Die AfD beruft sich klar auf die christlichen Grundlagen unserer Kultur und Demokratie:

    „Die AfD bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens- Gewissens- und Bekenntnisfreiheit.

    Einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Gesetze sowie gegen die jüdisch-christlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet, tritt die AfD aber klar entgegen (siehe Grundsatzprogramm, Kapitel 7 wie folgt:)

    https://www.afd.de/grundsatzprogramm/#7

    7. Kultur, Sprache und Identität

    Die AfD will den Einfluss der Parteien auf das Kulturleben zurückdrängen, gemeinnützige private Kulturstiftungen und bürgerschaftliche Kulturinitiativen stärken. Die aktuelle Verengung der deutschen Erinnerungskultur auf die Zeit des Nationalsozialismus ist zugunsten einer erweiterten Geschichtsbetrachtung aufzubrechen, die auch die positiven, identitätsstiftenden Aspekte deutscher Geschichte mit umfasst.

    Deutsche Leitkultur statt Multikulturalismus

    Die Alternative für Deutschland bekennt sich zur deutschen Leitkultur. Die Ideologie des Multikulturalismus betrachtet die AfD als ernste Bedrohung für den sozialen Frieden und für den Fortbestand der Nation als kulturelle Einheit. Ihr gegenüber müssen der Staat und die Zivilgesellschaft die deutsche kulturelle Identität selbstbewusst verteidigen.

    Die deutsche Sprache als Zentrum unserer Identität

    Als zentrales Element deutscher Identität muss die deutsche Sprache dem Vorbild vieler anderer Länder folgend als Staatssprache im Grundgesetz festgeschrieben werden.
    Auf EU-Ebene will die AfD dafür sorgen, dass das Deutsche dem Englischen und Französischen auch in der alltäglichen Praxis gleichgestellt wird.
    Die AfD sieht mit Sorge, wie die deutsche Sprache im Sinne einer falsch verstandenen „Internationalisierung“ durch das Englische ersetzt oder „gegendert” wird. Politisch „korrekte” Sprachvorgaben lehnen wir entschieden ab.

    Der Islam gehört nicht zu Deutschland

    Die AfD bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit. Einer islamischen Glaubenspraxis, die sich gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung, unsere Gesetze sowie gegen die jüdisch-christlichen und humanistischen Grundlagen unserer Kultur richtet, tritt die AfD aber klar entgegen. Viele gemäßigte Muslime leben rechtstreu sowie integriert und sind akzeptierte und geschätzte Mitglieder unserer Gesellschaft. Sie gehören zu Deutschland. Der Islam gehört aber nicht zu Deutschland. Im Einzelnen fordern wir:

    – Verfassungsfeindlichen Vereinen soll der Bau und Betrieb von Moscheen untersagt werden.
    – Die Finanzierung des Baus und Betriebs von Moscheen durch islamische Staaten oder ausländische Geldgeber soll unterbunden werden.
    – Imame, die in Deutschland predigen wollen, bedürfen der staatlichen Zulassung.
    – Die AfD lehnt es ab, islamischen Organisationen den Status einer Körperschaft des öffentlichen Rechts zu verleihen.
    – Vollverschleierung in der Öffentlichkeit ist zu untersagen.

    Für eine zeitgemäße Medienpolitik: Rundfunkbeitrag abschaffen

    Die Zwangsfinanzierung des öffentlichen Rundfunks ist umgehend abzuschaffen und in ein Bezahlfernsehen umzuwandeln.“

  3. Ein neuer Totalitarismus wider Mensch und Natur und Gott ist die totalitäre und irrationale Gender-Ideologie mit der Zwangs- und Frühsexualisierung und Indoktrinierung von Kindern, sogar teilweise schon in Kindergarten und Schule.

  4. Herr Kardinal Müller fordert sehr erfreulicherweise den politischen Einsatz katholischer Bischöfe für Religionsfreiheit. Erfordert das nicht den Einsatz der Bischöfe gegen die AfD, die ja die Religionsfreiheit abzuschaffen fordert? Im berühmten Urteil dazu des Obersten Gerichtshofes der USA steht: Religionsfreiheit heißt, daß der Staat weder Religion als solche noch eine bestimmte fördern darf. Im berühmten Artikel des 2. Vatikanums dazu fordert die Römisch-Katholische Kirche, daß der Staat die Religion fördern müsse… Die Kritik von Herrn Kardinal Müller an seiner eigenen Kirche in Deutschland sollte sich daher auch gegen vielfache Verstöße gegen die Religionsfreiheit in der BRD richten, bei der Kirchensteuer angefangen, … Und der selbstkritische Blick auf die erwähnte Konzilserklärung wäre auch angebracht!

    1. wo, bitte, steht im Programm der AfD, daß die Religionsfreiheit abgeschafft werden soll? Lesen Sie das veröffentlichte Parteiprogramm und geben die entsprechende Stelle an. In wesentlichen Punkten, beispielsweise in Bezug auf die gesetzliche Regelung der vorgeburtlichen Kindstötung, hebt sich die AfD positiv von anderen Parteien ab.
      mit freundlichen Grüßen

      1. Frhr. von Ketteler: Die Religionsfreiheit wird abgeschafft, wenn irgendeine Religion nicht völlig frei und gleich behandelt wird wie irgendeine andere. Genau das fordert – und zwar mehrfach- die AfD unter Punkt 7 ihres Programmes.

        1. Ulrich Motte: Ihr Aussage stimmt nicht. Hier das Zitat:
          zu 7.6 Der Islam im Spannungsverhältniszu unserer Werteordnung
          „Die AfD bekennt sich uneingeschränkt zur Glaubens-, Gewissens- und Bekenntnisfreiheit.“
          Es gibt Forderungen nach Einschränkungen, wenn sich der Islam z.B. nicht an die freiheitliche Grundordnung hält, aber das sollte allgemeiner Konsens sein.

          1. Herr von Ketteler: Warum zitieren Sie selektiv, verfälschen damit das, was die AfD selbst an dieser Stelle fordert? A) Die AfD lügt auch an dieser Stelle (wie – nicht nur – bei der Abtreibung): Sie nimmt das, was Sie im von Ihen zitierten Satz fordert, gleich danach wieder zurück. Schon der vergleichsweise noch harmlose Satz: Der (also auch der von der AfD selbst an dieser Stelle erwähnte gemäßigte) Islam gehört nicht zu Deutschland, ist Aufhebung der Religionsfreiheit. Welche Religion zu Deutschland gehört, ist allein die Freiheit der Einzelnen zu entscheiden! B) Selbst eine das Menschenrecht auf Religionsfreiheit klar ablehnende Religionsgemeinschaft (bis vor wenigen Jahrzehnten – 1965- etwa die Katholische Kirche, jetzt die Piusbruderschaft) genießen Religionsfreiheit. Denn Religion ist so intim wie Sexualität : Auch Nazis und Kommunisten dürfen heiraten.
            C) Meine Konfesion forderte bei ihrer Gründung 1611 das Menschenrecht auf Religionsfreiheit für alle, auch für Katholiken – siehe oben- und alle Protestanten, von denen so viele das Menschenrecht auf Religionsfreiheit damals ablehnten…
            D) Die AfD schafft an dieser Stelle die Religionsfreiheit auch dadurch ab, daß sie staatliche Genehmigung für Geistliche fordert und Abschaffung der Finanzierung aus dem Ausland.
            E) Straftaten gegen die religiöse Freiheit und Aufforderung dazu sind sebstverständlich bestrafbar.
            F) Gesetze sind schon allein dadurch Aufhebung der Religionsfreiheit, daß sie bestimmte Religionen ausdrücklich nennen. Es müßte abstrakt heißen: Verletzt eine Religionsgemeinschaft diese oder jene Regel, tritt die oder die Folge ein…

  5. In meiner Gegend haben sich 2 Priester eindeutig in einer Predigt ausgesprochen, nicht politisch zu predigen und auch keine Wahlempfehlungen zu geben. Nicht zu Demos aufzurufen.

    In diese Messen gehe ich . Es geht um das Seelenheil.

    Einige andere Pfarrer lehnen sich politisch ständig aus dem Fenster.

  6. Vielen Dank an Kardinal Müller, der mir ein Fels in der Brandung ist.

    Bischof Bätzing ist das Schilfrohr, welches im Wind wiegt. Der bezahlte Knecht, der flieht, wenn er den Wolf kommen sieht.
    Ein Pharisäer. Man kann den Bischöfen nicht mehr trauen. Ausnahme ein paar von ihnen.

    Bätzing weiss noch nicht einmal über den Stand und die Kompetenzen eines Kardinal Bescheid. Blamage.

    Mögen viele die Stellungnahme von Müller lesen.

    Gott segne Sie!
    Nach einem Vortrag in Bünde von Kardinal Müller wurde ich von ihm mit Handauflegung kraftvoll gesegnet.

    1. Sie sagen es richtig, dass die „deutsche Kirche“ ihn zurecht ignoriert; ein klarer Blick.

      Bleibt von Ihnen noch zu erläutern, was den Unterschied zwischen der „Katholischen Kirche in Deutschland“ als Teil der Weltkirche und der „deutschen Krche“ ausmacht.

    2. Die allermeisten Katholiken ignorieren sowieso die Meinungen ihrer Bischöfe, falls die ihnen nicht gefallen, falls sie sie überhaupt wahrnehmen. Die anderen fühlen sich oft bestätigt von den Bischöfen ihrer Richtung. Meine evangelisch-konservative, strikt demokratische Konfession lehrt, daß jeder Christ sich selbst an der Heiligen Schrift zu orientieren hat… Die notwendige Auslegung durch lehrfähige Männer wird so weniger autoritär. Ungewollt scheint sich der Katholizismus in einigen sehr modernen Ländern etwas in diese Richtung zu entwickeln…

      1. Lieber Ulrich Motte,
        Ihre Beiträge finden oft meine Zustimmung, bin im Prinzip ähnlich gewickelt, doch was meint „strikt demokratisch“ genau, für welche Zwecke ist das?

        Dem sogenannten Synodalen Weg würden Sie vermutlich eher nicht folgen, der aber ist strikt demokratisch.

        1. Der Synodale Weg ist KEINESWEGS demokratisch. Das ist ein willkürlich zusammengesetzter Kreis von Funktionären. Auch die EKD ist keineswegs demokratisch.

        2. Strikt demokratisch heißt UNMITTELBAR von allen Kirchenmitgliedern gewählt, die frei und mit gleicher Stimmwirkung die obersten Entscheider wählen…

    3. Kardinal Mueller ist sehr, sehr beliebt ueberall in Italien und zurecht.
      Die deutsche Kirche kann neu leben nur, wenn die Modernisten endlich weggehen.

    4. dieser Begriff: „deutsche Kirche“ ist irreführend: eine solche Kirche gibt es nicht, oder aber sie ist eine Abspaltung (= Sekte) von der Kirche

  7. Leider zu Ungunsten der AFD haben jene bei einem Faceboock-Post an Ostern bemängelt, dass die Kirche den etablierten Parteien nahe ist. Daraufhin und das an Ostern gab es von den Anhängern dieser Partei einen nicht endenden Shitstorm gegen die Katholische Kirche und eine gänzliche polemische Verurteilung. Somit wurde der ganze Sendungsauftrag der Katholischen Kirche in den Dreck gezogen mit den altbekannten Argumenten. Für mich nicht mehr wählbar.

    1. Sehr geehrter Herr Lutz,

      erinnern Sie sich noch an den Shitstorm von Seiten der katholischen und evangelischen Kirchen an ihre Gläubigen zu Ostern 2020, als man kurzerhand den höchsten Festtag der Kirchen einfach ausfallen lies? Dieser Shitstorm fand nicht bei Faceboock statt, sondern vor den verschlossenen Türen der Gotteshäuser. Erinnern Sie sich noch an die lächerlichen Begründungen einzelner Bischöfe, die sog. „Impfung“ als einen Akt der Nächstenliebe darstellten?
      Die Kirchen ernten jetzt die Früchte ihres Verhaltens während der sog. „Pandemie“ die, wie sich nun herausstellt ein Verbrechen gegen die Menschheit ist. Anstatt in Sack und Asche zu gehen, bei den Gläubigen Busse und Besserung zu versprechen, prügelt man auf die AfD ein, die einzige Partei, die noch ein ernsthaftes Interesse an der Aufklärung des Coronawahnsinns interessiert ist.

      1. Vielleicht ein schönes Beispiel, daß sich Bischöfe als Vertreter der Kirche aus der Politik und Politiker als Vertreter des Staates aus der Religion heraushalten sollten. Die politische Seite neigt in der Regel dazu, nicht zwischen Amt und Person zu unterscheiden, weshalb dann meistens in ahnungsloser- und dümmlicherweise gegen die kirchliche Lehre geschossen wird, womit sich keine Partei Freunde bei den Katholiken macht.

    2. Von allen Parteien, nicht nur AfD-Anhängern, wird die katholische Kirche durch den Dreck gezogen.
      In der AfD mögen welche sein, die es etwas derb ausdrücken. Es befinden sich dort Protestwähler, welche die Altpartein verlassen haben.
      Altparteien, die sich in Kirchen etablieren. Die ihre Forderungen nach Abtreibungsrecht für Frauen durch die Kanzel in der Kirche verwirklichen wollen.
      Die ständig nach „Stand with Ukraine“ rufen und nur Waffenlieferungen als weg des Friedens sehen.
      Die Demos gegen Rechts organisieren und selbst linksextrem sind.
      Die Leihmutterschaft befürworten und Asyl für jedermann gewähren.

      Dazu kommt alles, was Gerd im Leserkommentar schreibt.

      Die AfD wird die Kirchensteuer genau überprüfen, ob es noch zeitgemäß ist. Langsam die hohen Summen zurückfahren. Papst Benedikt sprach es auf einer Reise nach D. auch schon an. Er nannte es eine Entweltlichung der deutschen Kirche .
      In den meisten anderen Länder leben die Kirchen von Spenden der Gläubigen. So schlecht leben diese Pfarrer, die auf Spenden angewiesen sind, nicht.
      Der deutsche Klerus bekommt viel zu fette Gehälter. Besonders jetzt nach der C.-Krise, wo die Aktivitäten gar nicht wieder richtig aufgenommen werden. Messen werden abgeschafft, Beichtangebot und Anbetungsstunden , Maiandachten nur noch minimal bis gar nicht. Großpfarreien in Laienhänden u.v.m.

      Die AfD wird die Rundfunkgebühren abschaffen.

      1. Ach Frau Dorrotee,
        bis auf die Messfeiern und die Beichtgelegenheit können Sie bei Ihnen vor Ort alles selbst am Leben erhalten, so, wie es hier auch geschieht. In einer Kirche ist an jedem Herz-Jesu-Freitag eine Anbetungsstunde, nur ohne sakramentalen Segen. Maiandachten, Kreuzweg, Oktoberrosenkranz, wenn sich Laien finden, die das alles in die Hand nehmen, treffen sich Menschen in den Kirchen regelmäßig und nicht nur minimal bis gar nicht zum gemeinsamen beten und singen. Das minimal bis gar nicht liegt nicht an den fetten Gehältern des deutschen Klerus, sondern auch an der Versorgungsmentalität der Gemeinden.
        Messen werden abgeschafft: Wie soll es denn hier, wenn ab dem nächsten Jahr der indische Pater wohl abberufen wird, mit 1 Benediktiner mit 50% in einer Pfarrei aus ehemals 8 Pfarreien mit etliche Filialen weitergehen? Es kann nicht mehr an jedem Ort alles stattfinden, wie soll der Mann das denn schaffen? Zumal er in der Abtei auch noch seine Aufgaben hat. Dort werden es ja auch nicht mehr Köpfe, auf die sich die Arbeit verteilen könnte.
        Wie ist Ihr Lösungsvorschlag?
        Hat Kardinal Müller sich eigentlich schon einmal zu dieser Problematik geäußert?
        Und ob diese Verteufelung der Laienhände uns weiterbringt: ?
        Ich weiß wirklich nicht, was werden soll.

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