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Tausende Christen haben am Sonntagnachmittag, dem 1. Mai, in Haifa (Nord-Israel) an der traditionellen Marienprozession zum Berg Karmel teilgenommen, die im Volksmund „Taalat al-Adra“, also „Aufstieg zur Jungfrau“ genannt wird.

Auf dem 2 bis 3 km langen Weg von der Pfarrei St. Joseph zum Karmeliterkloster „Stella Maris“ auf dem Berg Karmel gingen Pfadfindergruppen aus dem ganzen Land voraus, zudem kamen Gläubige verschiedener Riten und Konfessionen. In diesem Jahr fand der Gebetszug erstmals wieder ohne Corona-Einschränkungen statt.

Die Marienprozession ist eine Tradition der Volksfrömmigkeit, der im Leben der Christen des Heiligen Landes tief verwurzelt ist.

Der Karmeliterpater Mikhael Abdo OCD, Nationaldirektor der Päpstlichen Missionswerke im Heiligen Land, erklärte gegenüber Fides dienst:

„Zur Zeit des 1. Weltkriegs hatten die Türkei den Mönchen nur drei Stunden Zeit gegeben, das Kloster auf dem Berg Karmel zu verlassen; sie nahmen nur einige Archivdokumente und ihre Marienstatue mit. Nach dem Krieg im Jahr 1919 fand die erste Prozession statt, um die Madonnenfigur zurück ins Kloster zu bringen, was auch als ein Akt der Danksagung empfunden wurde“.

Quelle: Fidesdienst

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