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LIED: „Ich bin durch die Welt gegangen…“

Am Kreuze auf Golgatha

1) Ich bin durch die Welt gegangen, und die Welt ist schön und groß,
und doch ziehet mein Verlangen mich weit von der Erde los.

2) Ich habe die Menschen gesehen, und sie suchen spät und früh,
sie schaffen, sie kommen und gehen, und ihr Leben ist Arbeit und Müh.

3) Sie suchen, was sie nicht finden, in Liebe und Ehre und Glück,
und sie kommen belastet mit Sünden und unbefriedigt zurück.

4) Es ist eine Ruh vorhanden für das arme müde Herz;
sagt es laut in allen Landen: Hier ist gestillet der Schmerz.

5) Es ist eine Ruh gefunden für alle, fern und nah,
in des Gotteslammes Wunden, am Kreuze auf Golgatha.

 Eleonore Fürstin von Reuß 

Kommentar dazu von unserem Leser Ernst Friedel aus Kanada:

Die vergangene Woche war für mich nicht leicht. Von zwei lieben Menschen, die mich für mehr als 60 Jahre auf meinem Lebensweg begleiteten, musste ich Abschied nehmen.

Von meiner lieben Schwägerin und von einem guten Freund. Beide hatten in ihren jungen Jahren Schweres durchgemacht. Er ist als Vollwaise aufgewachsen und sie hatte auf der Flucht aus dem Osten Europas Schlimmes erlebt.

Trotzdem wurden sie später fröhliche Menschen. Der Verstorbene war musikalisch sehr begabt und hat im Posaunenchor Zugposaune gespielt. Meine Schwägerin strahlte etwas Sonniges, eine Wärme aus, die jeder spürte, der mit ihr zusammenkam. Beide waren tiefgläubige Christen.

Als ich nach einem „Lied der Woche“ suchte, dachte ich zuerst an ein Wanderlied, denn ihre Wanderschaft auf diesem Planeten ist nun zu Ende. Aber dann ist mir ein Lied eingefallen, das beide gerne sangen, besonders in früheren Jahren am Lagerfeuer: „Ich bin durch die Welt gegangen und die Welt ist schön und groß“.

Im ersten Vers freut man sich über die schöne Welt und trotzdem weiß man, dass es keine bleibende Stätte ist. Im zweiten Vers wird das Leben beschrieben, in dem der Mensch durch harte Arbeit und viel Mühe etwas aufbaut und darin eine Erfüllung sucht.

Im dritten Vers versucht man diese Erfüllung in Liebe, Ehre und Glück zu finden. Dinge, die doch nicht völlig zufriedenstellen. Oft gibt es dabei Verfehlungen, die man dann als eine Last mit sich herumschleppt.

Die Verse vier und fünf geben, besonders für Christen, eine Antwort auf die Frage, wo diese Erfüllung, diese innere Ruhe zu finden ist. Der Text stammt von Eleonore Fürstin von Reuß (1835 – 1903) und die Melodie von Karl Gustav Arnold Kuhlo (1818 – 1909).

Wir finden das Lied hier: https://www.youtube.com/watch?v=D4jiwAQ9Z-o.

Titelfoto: Dr. Edith Breburda

 

 

Kommentare

2 Antworten

  1. …und wir haben, unter der Anleitung unserer Eltern, immer und sehr viel gesungen. Dieses Lied gehörte zu den Stammlieder, die wir – natürlich auswendig – als Grundlage unseres Lebens und Glaubens kennen- und liebenlernten. Wunderbar! Wir werden es mal als eines der nächsten „Monatslieder“ in unsere Gottesdienste mit hineinnehmen (https://www.youtube.com/@joeiho). Vielen dank für die Anregung!

  2. Auch für mich ist es eines der Lieblingslieder, über 70 Jahre hindurch. Es beginnt mit ICH und endet so herrlich mit „am Kreuze von Golgatha“. Danke dem Freund aus Kanada, für diese Erinnerung.
    Horst Koch, Herborn

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