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Birgit Kelle: „Stell dir vor, es gendert – und keiner macht mit!“

Mein persönlicher Held der Woche heißt Sebastian Zidek. Der Student an der TU Berlin hat vorgemacht, wie man dem Gender-Unsinn an deutschen Universitäten am besten begegnet: Man macht einfach nicht mit.
Kelle_IMG_9393_RGB_(c)_Foto_Kerstin Pukall

Seine Arbeit im Seminar „Einführung in das Verkehrswesen“ sollte er nämlich laut einem Bericht von Telepolis in „gendersensibler Sprache“ verfassen.

Angeblich sei dies laut Richtlinie „BMFSFJ 2012“ eine Vorgabe seitens der Universität. Zidek widersprach. Selbst die latente Drohung, er bekomme eine schlechtere Note und „alles Diskutieren“ werde ihm nicht helfen, ließ er nicht auf sich sitzen und wandte sich an die Rechtsabteilung der TU.

Und siehe da, die ominöse Richtlinie „BMFSFJ 2012“ mit der angeblichen Verpflichtung zu unsinniger gendersensibler Sprache existiert gar nicht. Wissenschaftliches Arbeiten ist das einzige Kriterium, das für die Benotung zählt.

So einfach wäre es, wenn endlich alle Studenten aufwachen und sich ihren Professoren, „Profx“ oder „Professor_*Innen“ oder wie sie sonst noch gern genannt werden, einfach in diesem Punkt widersetzen. Stell dir vor, es gendert – und keiner macht mit.

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Birgit Kelle hier: https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2015/wehrt-euch/

Kommentare

3 Antworten

  1. Zu meiner Studienzeit war das große I auf Flugblättern und informell groß in Mode – ist inzwischen 30 Jahre her… StudentInnen etc. Aber bei uns hieß es noch „Studentenwerk“, „Studentenbude“, „Studentenberatung“.
    Irgendwann sagte man nur noch „Studi“, aber da war ich schon fertig diplomiert und ver-magistert…
    Später wurde das Wort „Student“ bzw. „Studentin“ gestrichen. Seither höre ich nur nur von der „Studierendenberatung“, der „Studierendenkneipe“ und dem „Studierenden-Abschlussball“.

    Auf die wissenschaftlichen Arbeiten, die ich schrieb, hatte das aber definitiv keienrlei Einfluss – im Gegenteil: wir wurden so instruiert, dass eine wissenschaftliche Arbeit so effizient wie möglich, ohne verschraubte Sätze à la Kant und ohne ideologischen Mist formuliert werden muss.

    Eine meiner Betreuerinnen (also eine echte Frau), die mit Sicherheit auch richtig „links“ war, sagte, in den von ihr betreuten Diplomarbeiten möge bitteschön im Plural grundsätzlich die maskuline Form gewählt werden, wenn beide Geschlechter gemeint seien. Nur bei einer objektiven Missverständlickeit sollten beide erwähnt werden, ansonsten nur die Gruppe, die auch gemeint ist.
    Ihr entfuhr einmal: „Das nervt wirklich nur – wer kann das noch lesen, diese ganzen großen I’s und Verdoppelungen. Ich hab schließlich einen Haufen Arbeit und will beim korrigierenden Lesen vorankommen!“

    Die Story oben wird auch einem bekannten weltlichen Portal erzählt: http://www.heise.de/tp/artikel/45/45291/1.html

  2. Einerseits ist es schön, dass dieser Student sich diesem Unsinn widersetzt hat, aber es hätte auch anders ausgehen können.

    Es gibt nämlich sehr genaue Richtlinien, wie eine Arbeit auszusehen hat. Das geht von dem strukturellen Aufbau über den Umfang bis hin zu Dingen wie Zeilenabständen. In diesem Fall gab es eine entsprechende Richtlinie nicht, aber sie könnte locker von einer Universität verabschiedet werden, und dann hat der Student (der/die/das Studierende) sehr wohl mit Nachteilen zu rechnen.

    1. Alle herausragenden Menschen hatten mit Schwierigkeiten zu kämpfen. Wenn man überall nur mitmarschiert! Das hatten wir doch schon einmal, oder etwa nicht? Schade, dass es heute so viele Mitläufer gibt! Liegt es daran,.dass diese Generation im ‚Fettnapf‘ groß geworden ist?

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