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Carlie Hebdo und Islam: Auch Satire sollte nicht unklug und geschmacklos sein

Von Eugen Abler

Die französische Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ hat vor kurzem mit stark provozierenden Karikaturen großes Aufsehen erregt. Auf ihrer Titelseite „sieht man kleine Ajatollahs, welche in die Vagina einer Frau marschieren“. Dazu der Text: „Mullahs geht dahin, wo ihr herkommt“.

Dass die theokratischen Herrscher des Iran darüber nicht lachen können und dies sehr deutlich machen, ist für mich mehr als verständlich. Auch Satire hat eine Grenze. Die Freiheit auf eine ungestörte Religionsausübung ist ebenso ein fundamentales Grundrecht des Menschen wie die Meinungsfreiheit.

Die Presse- und die Meinungsfreiheit sind unbestritten hohe Güter in unserem Kulturkreis. Doch es gibt keine Freiheit ohne Verantwortung. Freiheit hat seine Grenze, wo ich mit meinem Tun einen anderen Menschen in seiner Lebensgestaltung beeinträchtige.

Wer eine Religion verächtlich macht, verletzt die Gefühle von deren Anhängern. Solche Satire mag rechtlich durch die Pressefreiheit gedeckt sein, doch auch hier gilt: Man sollte nicht alles tun, was man tun darf. Es ist alles andere als klug, eine Religion zum Gespött zu machen.

 

Kommentare

12 Antworten

  1. Shalom. Wir sollten für die Mullahs beten. „Betet für eure Feinde …..
    Hass förder Hass . Das Böse haßt das Böse es wittert Verrat.
    Ich habe damals nicht mit gemacht mit der Solidarität , „ ich Charlie „ Er hat sich damals auch lustig über den kleinen Jesus gemacht wie er aus Maria raus gekommen ist , so habe ich es in Erinnerung. Das hat mir nicht gefallen.
    Gleichzeitig hätte ich nichts gegen ihn unternommen, mir ist Freiheit wichtiger als Zensur.

  2. Ich stimme Herrn Abler unumwunden zu! Natürlich gibt es Grenzen der Darstellung.
    Ich denke da auch an den Diskussionsgrund des Hl. Vaters Benedikt XVI., als er
    noch als Kardinal mit Jürgen Habermas diskutierte über das rechte Maß der
    moralischen Vorstaatlichkeit (Dialektik der Säkularisierung, S 56:Pathologien in
    der Religion, Herder-Verlag). Dort sagt er“ … dass es Pathologien der Religion gibt, die
    höchst gefährlich sind und die es nötig machen, das Göttliche Licht der Vernunft
    sozusagen als ein Kontrollorgan anzusehen, von dem her sich Religion immer wieder
    neu reinigen und ordnen lassen muss,… „.S.a. Pathologien der Vernunft,…. „die nicht
    minder gefährlich sind…“. Dies alles gilt sowohl für das Christentum
    als auch für den Islam.
    Und er sagt einen Absatz weiter:“…. Aber das bedeutet doch nicht, dass man die
    anderen Kulturen als eine Art `Quantite negligeable`beiseite schieben dürfe“
    Er geht damit auf eine Art „Pluralismus“ der verschiedenen Religionen ein, sofern
    keine Gewalt im Spiele ist, die er ablehnt.

  3. Also wenn ich den Spruch „Mullahs geht dahin, wo ihr herkommt!“ richtig verstehe, bezieht sich die Karrikatur nicht auf Muslime allgemein sondern nur auf die Mullahs, die ja immerhin im Iran ein brutales Terrorregime führen.

  4. Der Islam muss kritisiert werden!
    Der Islam ist nicht friedlich und hat sich stets mit Gewalt verbreitet.
    Und darum sollte man den Moslems stets den Spiegel vorhalten und auf die
    Gewalt hinweisen. Leider gibt es Beispiele mehr als genug.

    Die o.g. Satire lehne ich allerdings auch als ordinär ab.
    Man kann den Moslems durchaus ihre 57 islamischen Länder als Heimat empfehlen.
    Dort passen sie besser hin als zu uns.

    Gott schütze und bewahre unsere jüdisch-christliche Kultur

  5. Nur durch diese verletzende Satire wird diese Zeitschrift verkauft, heißt es.

    Wenn man also nur Umsatz machen kann – durch verletzen von anderen Menschen, ob dies nun Muslime sind oder nicht, sollten sich die Mitarbeiter von Charlie Hebdo schon fragen: was geschieht mit der eigenen Seele dabei? Habe ich mich dadurch zum Nachteil verändert – und wo bleibt meine Nächstenliebe.
    Keiner hat das Recht, andere Religionen oder Lebensweisen von anderen öffentlich bloßzustellen.
    Und den Käufern dieser Zeitschriften sei gesagt: habt ihr nicht einen “ schwarzen Humor“?

  6. Eugen Abler schreibt: „Wer eine Religion verächtlich macht, verletzt die Gefühle von deren Anhängern.“ Aber es ist meiner Meinung nach falsch, daraus den Schluss zu ziehen, dann dürfe man das nicht aus Rücksicht auf die Gefühle der Anhänger dieser Religion.
    Nehmen wir dazu ein extremes Beispiel: Wenn jemand den National-Sozialismus für seine Religion erklärt, kann mich das nicht hindern, den verbrecherischen und verächtlichen Charakter dieser Religion bloßzustellen.

    1. Ich fürchte, Sie haben nicht verstanden, was Herr Abler gemeint hat.
      Immerhin gibt es noch den Blaphemieparagrafen und neuerdings auch das Antidiskrimminierunggesetz , wenn Satire allzu verletzend dargestellt wird.

      Böhmermann und Erdogan haben es ja schon mal öffentlich vor dem Gericht ausgetragen. Leider fängt Böhmermann an, wieder freche Satire zu machen .

      Was Hebdo wieder in der Ausgabe gemacht hat, geht in die verletzende Richtung und „unter der Gürtellinie“ .
      Aber eines ist klar, die Hebdo Zeitung wird aufgrund dieser Grenzüberschreitung überhaupt verkauft. Andere fangen dabei an zu Lachen. Um die Kaufkraft aufrecht zu erhalten, muss was verletzendes her.

    2. Bravo zu diesem scharfsinnigen Kommentar.
      Ich stimme Ihnen vollkommen zu.

      A. H. wollte Judentum und Christentum abschaffen.
      Damals war es ja so; Kreuze raus, Hakenkreuze rein.
      Der Islam will die Welt beherrschen.
      Aber wir wollen bleiben was wir sind.
      Wir wollen nicht vom Islam beherrscht werden.

  7. Das die Muslime auf diese Art Satire heftig reagieren könnten, hat
    Charlie Hebdo ja schon deutlich zu spüren bekommen.
    Damals wurde gesagt, wir machen weiter Satire über alle Religionen.
    Alles deren Freiheitverständnis

    Ich stimme der Meinung des Autors zu.

    1. Eben. Diese machen auch vor dem Christentum und dem Papst nicht halt.
      Wenigstens verteidigen Muslime ihre tradierten Werte…die wenigsten davon mit Gewalt, während viele, zu viele Christen zeitgeistsüchtig sind …manch eine Muslimin, die sich zum Kopftücher bekennt, ist weiblicher und strahlt mehr Freude und Zufriedenheit aus, als eine moderne Christin, die vor lauter Gleichberechtigungssucht nicht mehr aus noch ein weiss.
      Satire im westlichen Verständnis war schon immer ordinär.
      Weil sie im Innersten leer sind, und ihnen selbst nichts heilig und wertvoll.
      Sie vergötzen sich selbst, diese modernen ach so freiheitsliebenden grenzenlosen Menschen.

      1. Das klingt leider nach einer typischen Antwort eines
        Muslims.

        Die christlich-jüdische Kultur ist die beste Kultur die
        es auf dieser Erde gibt.
        Wer von uns möchte in einer islamischen Kultur leben, oder einer hinduistischen?

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