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Geh aus, mein Herz, und suche Freud…

1. Geh aus, mein Herz, und suche Freud
in dieser lieben Sommerszeit
an deines Gottes Gaben.
Schau an der schönen Gärten Zier
und siehe wie sie mir und dir
sich ausgeschmücket haben,
sich ausgeschmücket haben.

2. Die Bäume stehen voller Laub,
das Erdreich decket seinen Staub
mit einem grünen Kleide.
Narzissus und die Tulipan,
die ziehen sich viel schöner an
als Salomonis Seide.

3. Die Lerche schwingt sich in die Luft,
das Täublein fliegt aus seiner Kluft
und macht sich in die Wälder.
Die hochbegabte Nachtigall
ergötzt und füllt mit ihrem Schall
Berg, Hügel, Tal und Felder.

8. Ich selber kann und mag nicht ruhn;
des großen Gottes großes Tun
erweckt mir alle Sinnen;
ich singe mit, wenn alles singt,
und lasse, was dem Höchsten klingt,
aus meinem Herzen rinnen.

Paul Gerhardt (1607 – 1676)

 

Hinweise dazu von unserem Leser Ernst Friedel:

Die Nachrichten, die wir von der Presse immer wieder vorgesetzt bekommen, sind nicht die besten. Proteste, Krieg, Gasknappheit, COVID 19, Versagen der Regierung und vieles mehr. Der Mensch sehnt sich dann erst recht nach etwas, das dem Herzen Freude bereitet.

Mir fiel das bekannte Sommerlied „Geh aus mein Herz und suche Freud“ von Paul Gerhardt ein – hier nun die ersten drei und der achte Vers.

Im ersten Vers geht es um die Freude, die das menschliche Herz sucht und findet. Man sieht die schön gepflegten Gärten, geschmückt mit Dingen, die uns Freude schenken.

Im zweiten Vers geht es um die Wiesen, die bis vor kurzem noch braun waren, aber jetzt ein grünes Kleid tragen. Es blühen schon die Narzissen und die Tulpen und Paul Gerhardt sagt uns, dass sie schöner sind als die Kleider, die Salamon einst trug.

Im dritten Vers beschreibt er die Freude, die auch in der Tierwelt zum Ausdruck kommt. Die Taube kommt aus ihrer Kluft und freut sich über die Freiheit, die sie hat, und dann erwähnt er noch die hochbegabte Nachtigall, die man überall hören kann: Auf den Bergen und Hügeln sowie im Tal und auf den Feldern und sicher auch auf den Wiesen.

Der achte Vers sagt uns, wenn man all dies  sieht und hört und sich daran freut, dann werden die Sinne wach, und man möchte einstimmen und mit frohem Herzen mitsingen und Gott für die Schönheit seiner Schöpfung danken und loben. Dieser Vers endet mit den Worten: Ich singe mit, wenn alles singt, und lasse, was dem Höchsten klingt, aus meinem Herzen rinnen.

Ihr findet das Lied hierhttps://www.youtube.com/watch?v=xf2nrLwWcHI. Es gibt verschiedene Melodien. Die bekannteste stammt wohl von August Harder (1775 – 1813). Es singen die Regensburger Domspatzen.

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