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Kritik an charismatischer Megakonferenz UNUM24 mit Bill Johnson und Dr. Hartl

Von Felizitas Küble

Wie die evangelische Nachrichtenagentur IDEA am 9. Juni auf ihrem Internetportal berichtet, gibt es auf freikirchlich-evangelikaler Seite grundsätzliche Kritik an der Konferenz UNUM24, die vom 20. bis 23. Juni 2024 in der Olympiahalle in München stattfinden soll.

Die FeG-Pastoren Matthias Lohmann und Matthias Mockler raten ihren Gemeinden von der Teilnahme an der ökumenisch-pfingstlerischen Mega-Konferenz ab. Einheit unter Christen sei zunächst ein edles Anliegen, Jesus habe in Johannes 17 aber für eine Einheit in der Wahrheit gebetet.

Laut IDEA konzentriert sich die Kritik der Pfarrer eine eine „unbiblische Heilungstheologie“, die Bill Johnson vertritt. Der Starprediger aus den USA leitet die neocharismatische Bethel-Church im kalifornischen Redding.

Bill Johnson habe sich, so Pastor Mockler, zudem zu Christus „zumindest sehr missverständlich“ ausgedrückt, indem er gesagt habe, dass Jesus „nur Mensch“ war, als er auf der Erde lebte.

Sein Amtskollege Lohmann bemängelt die Früchte von Bethel als „verheerend“, denn in vielen Gemeinden führen die Bethel-Sonderlehren zu Spaltungen und Konflikten. Deswegen empfehle er, einen „großen Bogen“ um die UNUM-Konferenz zu machen.

Soweit einige Zitate aus dem IDEA-Bericht.

Johnson und Hartl in charismatischer Ökumene

Wenn der evangelische Prediger Bill Johnson in Deutschland auftritt, ist der katholische Charismatiker Dr. Johannes Hartl  nicht weit, denn auch er gehört zu den großen Rednern bei der UNUM-Konferenz. Der Theologe und Buchautor leitet die bekannte MEHR-Konferenz und das Gebetshaus Augsburg.

Bereits am 20. Mai 2019 kritisierten wir im CF Hartls gemeinsames Auftreten auf der Presence-Konferenz in Genf mit extremen Pfingstlern wie Reinhard Bonnke oder Heidi Baker  – und natürlich Bill Johnson: https://christlichesforum.info/dr-johannes-hartl-spricht-mit-pfingstlerischen-starpredigern-auf-der-presence-konferenz/

Noch spezieller ausgerichtet ist die Gattin des Starpredigers, Beni Johnson. Am 19.1.2019 schilderten wir ihre sonderbaren Weckrufe an die Engel, denn eigener Auskunft zufolge bringt sie mit ihrer spirituellen Powerkraft „schlafende Engel“ erst so richtig in Aktion.

Die Bethel-Church und das „Grabsaugen“

Das könnte man noch als drollig oder wunderlich ansehen, doch esoterisch-schauriger wird es mit dem von ihr propagierten „Grabsaugen“/ Grave-Sucking: Damit kann man sich die „heilende“ Energie von verstorbenen großen Charismatikern an deren Gräbern holen, indem man sich direkt drauflegt: https://christlichesforum.info/beni-johnsons-weckruf-fuer-die-engel/

Typisch schwarmgeistig klingt schon Johnson Buchtitel „Und der Himmel bricht herein  – Dein Leitfaden zu Gottes übernatürlicher Kraft“ (siehe Titelbild). Weder „normale“ Gläubige noch besonders „geistbegabte“ Charismatiker können über Gottes Gnadengaben verfügen – sie sind Sein souveränes Geschenk, das wir nicht quasi-magisch  – etwa durch beschwörende Proklamationen  –  „anzapfen“ können.

Der Starprediger arbeitet hierzulande passenderweise mit einer „Schule der Erweckung“ in Füssen zusammen, die „Propheten ausbildet“, als ob es sich um ein Handwerk handle: https://christlichesforum.info/charismatik-pur-himmelhochjauchzende-erweckung-zu-fuessen-bildet-propheten-aus/

Ja, das charismatische Spektrum umfaßt viele Sonderbarkeiten, die man einem Dr. Hartl nicht im vollen Ausmaß vorhalten kann. Doch nichts scheint ihn daran zu hindern, immer wieder den Schulterschluß mit diesen Euphorikern zu  praktizieren.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

 

Kommentare

10 Antworten

  1. Das klingt absurd und lächerlich, was da aus den USA kommt. Gefährlich insofern, als all die Enttäuschten und Geschädigten den Weg dieser „Prediger“ säumen, ohne dass ihnen geholfen wird. Was für ein Unsinn sind doch diese Sonderlehren. Maßstab allein ist die Bibel. Haupt allein ist Jesus Christus, und nicht die Engel von Frau Johnson oder wem und wer auch immer. Leute, geht in Jesus-Gemeinden!

    1. Aus den USA kommt sehr viel Gutes zu uns. Sie schicken uns bereits schon
      seit langer Zeit Missionare. Weil es ihnen Leid tut, dass das
      einst christliche Abendland so sehr entchristlicht wird.
      Die Amerikaner sind nämlich um Längen christlicher und gläubiger
      als wir es sind.

      Wer finanziert denn Sender wie Bibel TV? Sehen sie sich mal an,
      wer dort die meiste Senndezeit kauft. Und wer schickt Missionare?
      Die lernen sogar Deutsch um hier zu missionieren. Und wenn sie noch nicht so gut Deutsch könne, verteilen sie Flyer. Und, und
      und…

      Und wenn Amis sich verabschieden, dann sagen sie: „Gott segne dich.“
      Und das sage ich jetzt auch.

  2. Ach, Herr Motte, die KfG ist auch nicht immer das Gelbe vom Ei.
    Und die Auslegung zur Entrückung zB, zur sogenannten Vorentrückung ist auch nicht ohne … es gibt auch dort eine große Portion Arroganz und Elitedenken und „wer nicht so glaubt wie wir“ … und auch dort rennen viele „Päpste“ herum .. und es scheint ja auch so, dass die „normalen“ Gläubigen einen suchen, der ihnen die Antworten gibt, die sie selbst, auch wenn sie die Bibel lesen, nicht finden .. also den „perfekten“ Ausleger.

    Ich hatte damit zu tun .. und war oft sehr ernüchtert . es gibt viel Gutes… aber auch das Gegenteil.

    Und was die Auslegung betrifft, muss ich sagen, da lobe ich mir die Katholischen Katechismen … und was ich auch gut finde, dass die Philosophie eben nicht ausgespart wird, während viele Evangelikale Angst vor Philosophie haben, weil sie denken, allein schon mit der Beschäftigung würden sie Gott untreu .. und der Bibel .. das dachte ich auch einmal …
    Die Katholische Philosophie ist hervorragend .. und alles andere als unbiblisch .. ich möchte zu gerne wissen, was die frühe Christen unter sich, nicht die Berühmten philosophiert haben mögen …
    Das versucht ein Stückweit auch The Chosen zu zeigen, wenn – natürlich ausgeschmückt, aber doch realistisch – die Konflikte unter den Jüngern, dem engen Kreis, den späteren Aposteln thematisiert werden.
    z.B – wie ja auch heute noch von Evangelen und Evangelikalen – Simon in Petrus umbenannt wird, und eine Sonderstellung erhält .. wieso nun ausgerechnet er, der Feuerkopf?

    Und was heisst: Einheit in der Wahrheit … ?
    Freikirchler akzeptieren auch nicht die katholische Kirche .. und warnen davor. Hure Babylon usw ..
    Siehe auch Pastor Latzel, dessen Predigten, die für mich allerdings eher Bibelstunden sind, ich schätze ..
    Das freikirchliche Spektrum ist ja ohnehin zerfleddert … Spaltungen sind dort alles andere als etwas Neues ..

    Warum Herr Hartl den Schulterschluss sucht, beliebt wohl sein Geheimnis, denn eigentlich vertritt er ja eine konservative, die katholische Lehre … es lohnt sich auch durchaus bei ihm mal reinzuhören ….
    Aber vielleicht will er zu viel ….

  3. Jeder soll das handhaben wie er möchte, gerade im Berreich der evangelischen Bewegungen ist man da freier und niemand wird von der lieben Frau Küble verlangen, das zu empfehlen

  4. Was es nicht alles so gibt !

    In geistlicher Hinsicht nichs anderes als ein warmes oder kaltes Buffet; das Interesse gilt hauptsächlich dem Starkoch.

    (Nur bitte keinen Geltungsanspruch ! )

  5. Wenn man die Bibel selber nicht genau kennt, ist man solchen Veranstaltungen (Veranstaltern) wehrlos erlegen. Das ist schade und sehr, sehr traurig!

  6. Die FEG München-Mitte ist konservativer als die meisten Gemeinden im Bund Freier Evangelischer Gemeinden. Sie gehört aber auch zur Evangelischen Allianz in Deutschland, die die geistliche Gemeinschaft mit Pfingstlern bejaht. Eine grundsätzliche Ablehnung solcher Gemeinschaft mit Pfingstlern entnehme ich auch nicht der o. g. Verlautbarung. Ganz anders wir Evangelisch-Konservativen, die jegliche geistliche Gemeinschaft mit Pfingstlern ablehnen. In München gehören recht viele Gemeinden solcher Art zur Konferenz für Gemeindegründung (KfG), deren Internetseite viele Gemeinden in weiten Teilen der BRD auflistet.

  7. ——–
    Der Starprediger arbeitet hierzulande passenderweise mit einer „Schule der Erweckung“ in Füssen zusammen, die „Propheten ausbildet“, als ob es sich um ein Handwerk handle:
    ———

    Auch im alten Israel gab es – der jüdischen Merkaba-Mystik in den Propheten-Visionen des alten Testamentes gemäß – Propheten-Schulen. Siehe auch die mündliche mystische kabbalistische Tradition der Kabbalah und Henoch- und Hekhaloth-Literatur.

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