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Paulus über die Israeliten: Sie haben das Gesetz, den Gottesdienst, die Verheißungen

Heutige liturgische Sonntagslesung der kath. Kirche: Röm 9,1-5.

Brüder! Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht, und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist:
Ich bin voll Trauer, unablässig leidet mein Herz.
Ja, ich möchte selber verflucht und von Christus getrennt sein um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach mit mir verbunden sind.
Sie sind Israeliten; damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen, sie haben die Väter, und dem Fleisch nach entstammt ihnen Christus, der über allem als Gott steht, ER ist gepriesen in Ewigkeit. Amen.

Kommentare

3 Antworten

  1. Das Judentum ist unsere Wurzel.
    Man könnte auch sagen: Unsere Elternreligion.

    Und wie das mit Kindern so ist, sie lösen sich von den
    Eltern. Haben keinen Respekt mehr vor ihnen, werden frech und aufsässig. Nicht alle, aber in der heutigen Zeit immer mehr. Manche Kinder wollen von ihren Eltern nichts mehr wissen und machen diese sogar schlecht!

    Und in der Religion ist das genau so. Wir die „Kinder“
    des Judentums sind oft aufsässig und wissen alles besser, denken wir. Und vergessen dabei, wem wir unsere Religion verdanken. Und wem wir Jesus verdanken.
    Diese Kinder müssen dann mal Tacheless gesagt bekommen. Damit sie von ihrem hohen Ross herunter
    kommen und ihre Eltern nicht wieder mal ins Unglück stürzen.

    Hoffentlich kann jeder meine philosophischen Gedanken
    auch verstehen. So in der Kürze.

  2. Korrektur einer Schriftstelle.
    Statt „der von „Juda“, einem anderen Sohn Jakobs abstammte (Römer 9, 5; Hebräer 7, 1)“ muß es heißen „der von „Juda“, einem anderen Sohn Jakobs abstammte (Römer 9, 5; Hebräer 7, 14)“.

  3. Mit „Brüder“ spricht Paulus die Christen in Rom an, denen er diesen Brief hat zukommen lassen (Römer 1, 7). Sie sind nicht seine Brüder nach der Abstammung, sondern solche, die denselben Geist Gottes empfangen haben wie er, und die gemäß dieser neuen Zeugung durch denselben Vater zu Brüdern geworden sind.
    Er hat aber auch andere Geschwister, die der fleischlichen Abstammung nach seine Brüder sind (Römer 9, 3), hat er doch über die lange Reihe seiner Vorfahren letztlich dieselben Väter wie alle Israeliten und Juden seiner Zeit (Römer 9, 5), Das sind Abraham, Isaak und Jakob (der später Israel genannt wurde: 1. Mose 32, 29; und der Vater der 12 Stämme Israels war). Paulus, als Angehöriger des Stammes Benjamin (Römer 11, 1; Philipper 3, 5) und damit auch als ein entfernter fleischlicher Bruder Jesu, der von „Juda“, einem anderen Sohn Jakobs abstammte (Römer 9, 5; Hebräer 7, 1), beklagt nun die Blindheit seiner [fleischlichen] Brüder und Verwandten seiner Zeit. Er attestiert ihnen, dass sie um Gott eifern, aber nicht mit Sachverstand (Römer 10,1. 2). „Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt [nämlich diejenige die aus Glauben an Christus kommt; Römer 1, 16. 17], sie trachten [weiterhin] danach, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der Gerechtigkeit, die vor Gott gilt [d.h. die Gott akzeptiert] nicht untertan. Denn Christus [der 30 Jahre vor diesem Brief des Paulus sein Erlöserwerk vollendet hatte] ist des Gesetzes [das Gott Israel am Berg Sinai ca. 1500 Jahre vorher im Rahmen eines Bundes gegeben hatte 2. Mose 19,5 bis 2. Mose 24,8] Z i e l oder Z w e c k [wie es hier heißen sollte]“ (Römer 10, 1-4). Die Gerechtigkeit, die aus dem Halten der Gesetze hervorging, wurde abgelöst durch die Gerechtigkeit, die aus dem Glauben an Christus hervorgeht. Davon handelt der gesamte erste Teil des Römerbriefs (Kapitel 1-8). „Ehe denn aber der Glaube [an Jesus Christus] kam, wurden wir [Israeliten] unter dem Gesetz [des Bundes vom Sinai] verwahrt und verschlossen [bis] auf den Glauben, der da sollte offenbar werden [zur Zeit Christi und der ersten Apostel]. Also ist das Gesetz unser Lehrmeister [Zuchtmeister, Erzieher u. ä.; Griechisch: Paidagogos] gewesen [Vergangenheit!], dass wir durch den Glauben gerecht würden. Da nun aber der Glaube gekommen ist [an Christus], sind wir nicht mehr unter dem Lehrmeister [dem Gesetz, dem wir Israeliten bis auf Christus hin wegen der über den Sinaibund uns auferlegten Gesetzesgerechtigkeit folgen mussten]“ (Galater 3, 23-25). Wie der Hebräerbrief deutlich aufzeigt, sind damit all die vielen Satzungen und Vorschriften rund um den Tempel, die Priesterschaft, die Opfer usw. aufgehoben, Dies alles diente nur vorläufig als Schatten und Vorbilder [gefasst in physische Gesetze] all dessen, was Christus war und dann hier erfüllte. Weil sie aber ohne diese Erkenntnis weiter in den alten Wegen und den inzwischen hinfällig gewordenen Riten mit Eifer Gott dienten [nach ihrer eigenen Ansicht], aber mit Unverstand (Laut Paulus; Römer 10,1-3), deswegen litt Paulus sehr, wie die heutige Lesung zeigt (Römer 9, 1-5).
    Letztendlich drehten die Juden aus Asien, die damals gerade in Jerusalem waren, dem Paulus genau aus diesem Grunde [der Aufrichtung einer neuen Heilsordnung durch Christus, in dem das Alte vergangen ist] einen Strick, klagten ihn an, er wolle die noch bestehende Ordnung Gottes [Tempeldienst; das Gottesvolk Israel, das Gesetz und den Tempelbau] umstürzen (Apostelgeschichte 21, 27. 28).
    All diesem zum Trotz und entgegen der Auffassung auch vieler Christen in den letzten 2 000 Jahren, hat Gott „sein Volk Israel“ nie verworfen (Römer 11, 1). Er hat es in den vergangenen beinahe 2 Jahrtausenden einfach [vorübergehend mit Blindheit geschlagen; s. a. 2. Korinther 3, 12-18) in der Diaspora, der Zerstreuung, es beiseite gesetzt und sich während dieser Zeit aus den Nationen ein Volk genommen [Kirche]. Sowie die für „die Nationen“ von Gott vorherbestimmte Zeitspanne abgelaufen sein wird, greift er den Heilsfaden in Israel wieder auf und das Kirchenzeitalter geht zu Ende und Gott führt sein Volk Israel entsprechend der noch unerfüllten zahllosen Prophezeiungen zum herrlichen Ziel.
    „Ich will euch [die ihr aus den Nationen, aus den Heiden herstammt und nicht aus Israel] nicht verhalten, liebe Brüder [in Rom], dieses Geheimnis [Griechisch: Mysterioon], auf dass ihr nicht stolz seid [hochmütig und seinem Volk Israel gegenüber überheblich]: Blindheit ist einem Teil Israels widerfahren, [und zwar] so lange, bis die Fülle [Vollzahl] der Nationen [Heiden] eingegangen ist und dann das ganze Israel selig werde wie geschrieben steht: Es wird kommen aus Zion, der da erlöse und abwende das gottlose Wesen von Jakob [Israel]. Und dies ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Sünden wegnehmen werde“ (Römer 11, 25-27; Jeremia 31, 31-34; Jesaja 44, 21-23).

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