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Rot-China: Gefolteter Bürgerrechtler Gao Zhisheng erneut verhaftet

Folter-Terror im kommunistischen China: „Du mußt vergessen, daß Du ein Mensch bist. Du bist eine Bestie!“

Erstmals seit fast 20 Monaten gibt es einen Hinweis auf den aktuellen Aufenthaltsort des seit Jahren verfolgten Bürgerrechts-Anwalts Gao Zhisheng.
Die kommunistische Nachrichtenagentur Xinhua berichtet, daß Gao Zhisheng am 16. Dezember 2011 vom ersten mittleren Volksgericht in Peking zu einer neuen Haftstrafe von drei Jahren verurteilt wurde.
Am 22. Dezember 2006 war Gao Zhisheng wegen „Anstiftung zur Subversion“ zu zunächst drei Jahren Gefängnis verurteilt worden.
Aufgrund internationalen Drucks war das Urteil in eine fünfjährige Bewährungsstrafe umgewandelt worden, dennoch mußte der Menschenrechtsverteidiger die meiste Zeit in Gefangenschaft – oft an geheimen Orten – verbringen.
Die Nachrichtenagentur Xinhua teilte nun mit, daß die neuerliche Verurteilung wegen der mehrmaligen ernsthaften Verletzung von Bewährungsauflagen erfolgt sei, ohne dies näher zu erläutern.
Inzwischen hat der Bruder des Rechtsanwalts von den Behörden einen offiziellen Brief erhalten, in dem es heißt, Gao werde im Shaya-Gefängnis im Westen der chinesischen Provinz Xinjiang inhaftiert.
Bemerkenswert ist, daß die Behörden nun offen eingestehen, daß sich der Menschenrechtler in ihrer Gewalt befindet. Zuvor hatten sogar Regierungsvertreter auf höchster Ebene das Gegenteil behauptet und damit die Weltöffentlichkeit getäuscht. Die Polizei hatte zudem Gaos Bruder verweigert, den Menschenrechtsverteidiger als vermißt zu melden und ihn wegen seiner Suche nach dem Verschwundenen bedroht.
Während die Meldungen über Gaos erneute Inhaftierung annehmen lassen, daß der Rechtsanwalt noch lebt, gibt es andererseits Anlaß zu höchster Besorgnis, da dies bisher nicht von unabhängiger Seite bestätigt wird und ihm in Gefangenschaft weiterhin Folter drohen kann.
Die früheren Mißhandlungen haben seine Gesundheit massiv beeinträchtigt. 2007 war er tagelang u.a. mit Elektroschocks am ganzen Körper gefoltert worden, teilweise mit vier Elektroschockstäben gleichzeitig.
Nach seiner Freilassung berichtete er, dass nicht ein Quadratzentimeter seiner Haut frei von Verletzungen und Blutergüssen sei.
Laut Einschätzung eines berühmten chinesischen Dissidenten im kanadischen Exil, Guo Guoting, ist Chinas Staatspräsident direkt für das Leid von Gao Zhisheng und seiner Familie verantwortlich: „Solche brutalen Folterungen hätten ohne die Zustimmung des Diktators Hu Jintao nicht stattfinden können“.
Wegen der Flucht seiner Ehefrau mit den beiden Kindern in die USA wurde Gao am 4. Februar 2009 erneut entführt.
Erst im März 2010 gab es ein Lebenszeichen von ihm, bevor er einen Monat später schon wieder verschwand.
Es gelang ihm allerdings in der Zwischenzeit, ein Interview über seine Gefangenschaft zu geben. Darin berichtete Gao, daß die während seiner Entführung 2009 erlittene Folter noch schlimmer gewesen sei als jene im Jahr 2007.
Die Polizei habe ihm gesagt: „Du mußt vergessen, daß Du ein Mensch bist. Du bist eine Bestie.“  – Vermutlich aus Angst, abgehört zu werden, vermied er es, weitere Details zu nennen.
Als Rechtsanwalt hatte sich Gao Zhisheng ohne Honorar für zahlreiche entrechtete Menschen in China engagiert. Zu seinen Mandanten gehörten insbesondere verfolgte Christen, Falun-Gong-Anhänger, Arbeiter in Kohlebergwerken, Opfer der staatlichen Ein-Kind-Politik (Zwangsabtreibungen sind an der Tagesordnung) und Behinderte.
Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung Folter –  ACAT:  www.acat-deutschland.de
Aktionstips für verfolgte Christen und Bürgerrechtler gibt es hier:  www.akm-online.info

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