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Studien erweisen Nachteile für Kinder in homosexuellen Partnerschaften

Prof. Dr. Manfred Spiekers Leserbrief in der heutigen FAZ vom 4.12.2013:

Es gibt gegenteilige Studien

Zum Artikel „Lückenhafte Erkenntnisse“ von Susanne Kusicke (F.A.Z. vom 22. November):

Wer für gleichgeschlechtliche Paare das Adoptionsrecht fordert, wie die SPD in den laufenden Koalitionsverhandlungen, beruft sich auf die Bamberger Studie von Marina Rupp über die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Partnerschaften, die behauptet, es gebe keine Unterschiede zu Kindern in Familien mit Vater und Mutter. Zugleich bestreitet er, dass gegenteilige Studien existierten. P1000834

Es ist verdienstvoll, dass Susanne Kusicke in ihrem Artikel über die Kritik an der Bamberger Studie berichtet, die Frank Häßler für das Bundesverfassungsgericht verfasst hat, auch wenn das Gericht sie ignorierte.

Darüber hinaus aber ist festzuhalten: Es gibt gegenteilige Studien, die zeigen, dass Kinder in gleichgeschlechtlichen Haushalten gegenüber solchen in Familien mit Vater und Mutter Nachteile erleiden.

Die jüngste dieser Studien nach jenen von Sotirios Sarantakos (Australien), Mark Regnerus (Vereinigte Staaten) und Loren Marks (Vereinigte Staaten) stammt von Douglas W. Allen, einem Ökonomen der Simon Fraser Universität in Vancouver.

Er hat die Frage nach dem High-School-Abschluss von Kindern aus gleichgeschlechtlichen Haushalten untersucht. Seine Basis ist der kanadische Zensus von 2006 und die Tatsache, dass Kanada die Homo-Ehe bereits 1995 legalisiert hat. Sein Ergebnis, publiziert in der „Review of Economics of the Household“ (2013, Seite 635–658):

Die Wahrscheinlichkeit, einen solchen Abschluss nach zwölf Schuljahren zu erreichen, beträgt im Vergleich mit Kindern aus heterosexuellen Haushalten nur 65 Prozent.

Allen differenziert nach lesbischen und schwulen Haushalten sowie nach dem Geschlecht der Kinder. Mädchen haben es noch viel schwerer: Sie erreichen den High-School-Abschluss mit einer Wahrscheinlichkeit von 45 Prozent in lesbischen und von nur 15 Prozent in schwulen Haushalten.

Allen lässt als Ökonom offen, was die Ursache für die deutlich größeren Probleme der Kinder in gleichgeschlechtlichen Haushalten ist. Er neigt zu der Annahme, dass Väter und Mütter sich nicht gegenseitig voll ersetzen können. Fest steht für ihn nur, dass die landläufige Annahme, es gebe keine Unterschiede, nicht haltbar ist.

Professor Dr. Manfred Spieker, Osnabrück

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