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Abtreibung als Lernziel? – Heilen statt Töten ist der Zweck ärztlichen Handelns

Zum Vorstoß der Familienministerin Lisa Paus, alle angehenden Mediziner dazu zu verpflichten, Abtreibungsmethoden zu erlernen, erklärt die Bundesvorsitzende der Aktion Lebensrecht für Alle (ALfA), Cornelia Kaminski (siehe Foto), heute in Augsburg:

Die grüne Familienministerin fordert allen Ernstes, dass nach dem Wegfall des Werbeverbots für Abtreibungen nun dringend weitere Schutzzäunen geschliffen werden müssten, die das ungeborene Leben in Deutschland schützen.

Besonders absurd ist in diesem Zusammenhang ihre Forderung, zur Sicherung der Versorgung mit flächendeckenden Abtreibungseinrichtungen sei es notwendig, dass bereits Medizinstudenten im Rahmen ihrer Ausbildung das Handwerk der vorgeburtlichen Kindstötung erlernen sollten.

Eine solche Forderung ließe sich nur umsetzen, wenn gleichzeitig für alle Medizinstudenten die Gewissens- und Religionsfreiheit nicht mehr gelten würde. Wenn das Grundrecht auf Leben einem Teil der Bevölkerung aberkannt wird, büßen andere Menschen ebenfalls ihre Grundrechte ein.

Hier wird auf dem Rücken der Bevölkerung Ideologie betrieben, die mit Familienpolitik gar nichts mehr zu tun hat. Tatsache ist: In Deutschland gibt es noch knapp 650 Geburtshilfen, in denen jedes Jahr ca. 750.000 Kinder geboren werden. Es gibt jedoch fast doppelt so viele Abtreibungseinrichtungen. Wo besteht also wirklich ein Mangel?

Geburten lassen sich nicht terminieren, Abtreibungen schon. Wer daher Familienpolitik betreiben und sich für Frauengesundheit stark machen möchte, der stärkt die Geburtshilfe. Wer dagegen meint, alle Medizinstudenten zur Erlernung einer Tötungshandlung zu verpflichten, verschärft den ohnehin eklatanten Ärztemangel in Deutschland.

Junge Menschen in Deutschland arbeiten schon als Teenager hart, um mit einer Abiturbestnote einen Medizinstudienplatz ergattern zu können. Sie bringen Höchstleistungen im Studium, um die anspruchsvollen Prüfungen zu bestehen. Sie tun dies alles, weil sie lernen möchten, wie man Menschen heilt und Leben rettet.

Wenn jedoch das Töten ungeborener Menschen verpflichtender Teil ihrer Ausbildung werden sollte, werden wir den Ärztemangel verschärfen – weil dann nur noch diejenigen Medizin studieren werden, für die das Töten ungeborener Menschen einfach dazu gehört.

Auch die Ankündigung Paus‘, eine außerparlamentarische Expertenkommission einberufen zu wollen, die sich mit der Frage befassen soll, wie man den § 218 außerhalb des Strafgesetzes regeln könne, sieht Kaminski kritisch.

Trotz aller Schwächen sei der § 218 ein Gesetz, dass dem Anspruch des Grundgesetzes und des Bundesverfassungsgerichts, das Leben auch des ungeborenen Menschen zu schützen, wenigstens ansatzweise gerecht werde.

Offensichtlich befürchtet die Ampel-Koalition den Zorn des Wahlvolks und besetzt daher die Kommission lieber mit handverlesenen Experten, die sich nicht gegenüber ihren Wählern rechtfertigen müssen, wohl aber vermutlich das gewünschte Ergebnis präsentieren.

Verwundern muss dies niemanden: Wenn Teile der Grundrechte-Charta der EU von Ideologen außer Kraft gesetzt werden, steht auch die Präambel zur Dispositon, die noch die Prinzipien der Rechtsstaatlichkeit und Demokratie als Grundsätze der Europäischen Union erkennt.

Kommentare

6 Antworten

  1. Eine unglaubliche Unverschämtheit einer Ministerin, die zu ihrer sofortigen Entlassung als Familienministerin führen müsste, wenn unser Politikbetrieb nicht von allen guten Geistern verlassen worden wäre.

  2. Konsequenzen ?
    M.E. sich gerade jetzt gut informieren, Informationen weitergeben, wo es geht, sich Initiativen anschließen, die schon seit Jahren für Lebensschutz kämpfen, zB. Bundesverband Lebensrecht, ALfA, Demo für alle, SOS Leben u.a.

    Wenn von zZ ca 100.000 Abtreibungen pro Jahr in D die Rede ist, wird übersehen, daß es auch bei der Einnahme von Ovulationshemmern und bei der Spirale zum Abgang befruchteter Eizellen kommen kann, weil die Nidation gehemmt wird. Dazu kommen die durch die „Pille danach“ und letztlich die durch Prostaglandine herbeigeführten Abgänge.
    Es dürfte sich also um mehrere 100.000 Menschen handeln, die in D nicht heranwachsen dürfen.
    Dabei geht es doch um Probleme, die noch in der Zukunft liegen. Schwanger zu werden ist ja nun kein Schicksal, das einen ohne Mitwirkung trifft…und „Aufklärung“ läuft ab Kita ?
    Mir ist unbegreiflich die total einseitige, egoistische Sicht und das Bestehen auf „Rechte“ der Frau, von PFLICHTEN ist NIE DIE REDE, zB zu einem verantwortlichen Umgang mit der Sexualität und eine Erziehung dazu…
    Und wenn die Hirten heute schweigen, liegt es an jedem Einzelnen, jetzt ein Zeichen des Widerspruchs zu sein !

  3. Es ist einfach unbegreiflich, wie hier mit dem Leben Ungeborener umgegangen wird. Diese Regierung verkörpert Satan auf Erden. Beten wir, dass diese Regierung den Weg zu Gott findet und dem Bösen absagt.

  4. Dieses Land ist mit dieser Regierung nicht mehr zu retten. Man muss wahrlich kein extremer ProLife-Aktivist sein, um hier Satan am Werk zu sehen. Was ist hier los? Wie kann all dies Widerspruchslos in die Öffentlichkeit gesetzt werden? Wir Christen sind sehr gefordert. Die Zeit der Lauheit geht eindeutig vorbei.

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