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Linke Randale gegen Prozession für das Leben Farbanschlag auf den Dom in Münster

Von Felizitas Küble

Am Samstag, dem 23. Oktober 2021, wurde in Münster erneut der Gebetszug für das Leben mit weißen Holzkreuzen durchgeführt. Veranstalter ist seit Jahrzehnten der Verband „EuroProLife“ von Wolfgang Hering, der diese Gedenkaktion für die Ungeborenen auch in Erinnerung an Kardinal von Galen durchführt, den Bischof und „Löwen von Münster“, der mit seinen weltberühmten Predigten mutig gegen den Massenmord an behinderten Menschen in der NS-Diktatur aufstand.

Auch heute wollen sich Christen mit dem Unrecht der Massenabtreibung nicht abfinden. Gleichwohl betont Versammlungsleiter Hering, daß es sich bei dieser Prozession nicht um einen „politischen Marsch“ handelt, auch nicht um eine Diskussionsplattform, sondern um Gebete für die bedrohten Babys im Mutterleib und für alle Betroffenen, seien es Täter/innen oder Opfer. Es gehe nicht um Anklage, sondern um Fürbitte und darum, auch in der Öffentlichkeit ein Zeugnis zu geben für das Leben.

Die Initiative begann mit einer Kundgebung auf dem Kirchplatz von St. Aegidii in der Innenstadt von Münster mit über 100 Teilnehmern (laut Polizeiangaben 120 Personen).
Wolfgang Hering erinnerte an die tödlichen Euthanasie-Maßnahmen in unseliger Zeit: 1938 habe der NS-Staat die Hebammen dazu verpflichtet, behinderte Frühgeborene dem Gesundheitsamt zu melden; sie wurden abgeholt und starben nach einigen Wochen an einer angeblichen „Lungenentzündung“ etc. So wurde die Vernichtung „unwerten“ Lebens gegenüber dem Volk vertuscht.

Heute wird gerne vom „Selbstbestimmungsrecht“ der Frau über ihren „Körper“ gesprochen. Hering erklärte, die Forderung sei zunächst völlig berechtigt – sofern es wirklich um den Körper der Schwangeren geht – und nicht um das Kind im Mutterleib, das über (s)einen eigenen (!) Körper verfügt.

Abtreibung ist nicht etwa Ausdruck von Selbstbestimmung, sondern Fremdbestimmung gegen das Lebensrecht der Ungeborenen. Das gilt auch für die Tötung behinderter Kinder im Mutterleib, die sogar über den 3. Monat hinaus straffrei möglich ist. Hering betonte: „Ungeborene sind Menschen wie Du und ich.“

Der Präsident von EuroProLife erwähnte sodann seine Eindrücke aus der Begleitung von Abtreibungsbetroffenen der letzten 25 Jahre. Viele Frauen seien verzweifelt, würden um ihr getötetes Kind weinen und ihre Tat zutiefst bereuen.

Seit Jahrzehnten gibt es linksradikale Randale gegen diese friedliche Prozession, die aus Gebeten, Liedern sowie Phasen stiller Besinnung besteht – und durch die Innenstadt von Münster führt, vorbei an mehreren Kirchen (z.B. Lamberti, Ludgeri, Liebfrauen) und auch an der Synagoge.

BILD: Ein Polizist in Hab-Acht-Stellung schützt unsere Prozession

Nur durch starken Polizeischutz von hunderten Beamten ist es den Lebensrechtlern überhaupt möglich, den Domplatz für ihre Abschlußkundgebung zu erreichen (dies wurde früher mehrfach von Chaoten blockiert).

Die Polizei reagierte sehr hurtig und aufmerksam; sie flankierte unseren Gebetszug auf beiden Seiten; zudem fuhren zwei große Polizeiwagen und Motorräder unserer Prozession vorneweg und weitere Mannschaftswagen folgten hinten.

Überdies waren Polizeiautos in mehreren Seitengassen quer abgestellt und zusätzlich Gitter aufgebaut, um die Abtreibungs-Aktivisten zurückzudrängen. Wie die „Westfälischen Nachrichten“ heute schrieben, haben die Sicherheitskräfte teils „rigoros durchgegriffen“, um unsere Prozession zu schützen.

Die Gegendemonstranten störten unseren Gebetszug mit lautstarkem Geschrei und Krach (Sirenen, Trillerpfeifen, auf Töpfe schlagen etc). Sie riefen ständig ihre üblichen Sprüche „Kein Gott, kein Staat, kein Patriarchat“ – „Ob Kinder oder keine entscheiden wir alleine“ – oder Frechheiten wie „Haltet die Fresse!“.

Besonders irrsinnig war die Parole: „Für die Freiheit, für das Leben, Selbstbestimmung muß es geben“ – Ausgerechnet die Forderung nach Abtreibung soll „für das Leben“ sein?!

Die Passanten in den Fußgängerzonen und Geschäftsstraßen schauten dem „aufregenden“ Treiben erstaunt zu, teils mit offenen Mund standen sie verblüfft da und konnten es wohl nicht fassen, daß diese harmlosen Beter unentwegt von Chaoten verbal attackiert wurden.

Graffiti-Anschlag an der Mauer des Doms in Münster

Am Schluß trafen sich die Lebensrechtler auf dem Domplatz von Münster am steinernen Denkmal des Kardinal von Galen, das seit Jahren von der Gegenseite übel beschmiert wird und auch jetzt massiv mit Farbe verunstaltet war.

Noch schlimmer traf es allerdings den Sankt-Paulus-Dom unweit des Galen-Denkmals: Dort hatten Chaoten ihre Parolen hinterlassen: „PATRIARCHAT ZERSCHLAGEN“ – und für totale Abtreibungsfreiheit: „§ 218 ABSCHAFFEN“ eine schwere Sachbeschädigung an einem Gotteshaus.

An der Aegidii-Kirche gab es ebenfalls (wie bereits im Vorjahr) erneute Farb-Attacken mit Abtreibungsparolen, ebenso an der Mauer des dortigen Pfarrhauses.

Als die Beter mit ihren weißen Holzkreuzen und Gesängen zum Domplatz zogen, erwartete sie bereits ein ohrenbetäubender Lärm von der „Antifa“ und sonstigen ultralinken Gruppen. Die Polizei schützte unsere Abschlußkundgebung durch ein Gitter und durch ihre massive Präsenz vor dem Näherrücken von Randalierern. Der Krach war trotz des Abstands noch so enorm, daß wir die Ansprache von Herrn Hering akustisch kaum verstehen konnten.

Die Parolen auf den Plakaten der Gegner (siehe Foto) waren z.T. äußerst primitiv: So z.B. „Christentum ist eine Sch…-Religion“ (dort natürlich keine Pünktchen) sowie „Hätt Maria abgetrieben, wärt ihr uns erspart geblieben“ – oder im übelsten Gossenjargon: „Auch Maria hat gef….“ (im Original ausgeschrieben). Es geht hier anscheinend nur um aggressive Provokation.

Gleichwohl rief Herr Hering alle dazu auf, die meist jungen Leute nicht zu verurteilen, sondern zu beten, denn alle Menschen sind Gottes Geschöpfe, auch die irrenden.
Das Vaterunser fordert uns auf: „….wie auch wir vergeben unseren Schuldigern.“ – So seien diese Störaktionen gleichsam ein „Trainingscamp“ für den christlichen Vergebungswillen, erläuterte der Versammlungsleiter.

Der HERR schaue auf unseren Einsatz und ER höre unsere Fürbitten, sagte Hering weiter: „Der Teufel haßt betende Christen.“ Für die „Höllenpost“ (wenn es eine solche Zeitschrift gäbe) seien die Gebete und das Zeugnisgeben der Gläubigen eine echte Katastrophenmeldung, meinte er in anschaulicher Bildersprache: „Erst recht, weil uns die Polizei auch noch wirksam beschützt.“

Am Schluß dankte Hering allen Teilnehmern und besonders den Beamten für ihren Einsatz, wobei – wie jedesmal am Kardinal-von-Galen-Denkmal üblich – zum Abschluß ein Vaterunser und Ave Maria für die Polizisten und ihre Familien gebetet wurde.

Unsere Autorin Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferusewrk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt

Kommentare

7 Antworten

  1. Alle Jahre wieder, leider!
    Es ist unerträglich, was sich die Abtreibungsbefürworter mittlerweile erlauben. Schrecken vor nichts zurück.
    Bin gespannt, wie Bischof Genn darauf reagieren wird, nachdem der Münsteraner Dom diese widerwärtigen Parolen an den Aussenwänden zeigt.

    Ich bin oft mit dabei gewesen und weiß, wie diese Demonstranten „höllischen “ Lärm verursachen und ihre Parolen schreien.

    Eine Bekannte schickte mir ein Info, wer sich der Gegendemo mitanschließt: Unter anderem FDP, junge FDP, SPD, Grüne , grüne Jugend, kritische Juristinnen, kritische Ärztinnen, AstA …

    Da werden wir schon darauf vorbereitet, was uns in einer Ampelkoalition blüht. Denn in der Sache 218§ abschaffen sind sich die Partein ziemlich einig. Evtl. möchte die FDP noch eine Art Pseudo-Beratung, wie es sie derzeit von staatlicher Seite bereits gibt

    Jens Spahn hat mal den Lebensrechtlern vor Coronazeiten gesagt, er wolle das Schwangerschaftsberatungssystem überprüfen auf Qualität der Beratung. Ist bislang nichts von umgeseztzt worden. Thema Abtreibung im Wahlprogramm : Fehlanzeige!
    Das alles sind Wortbrüche und ein „Herumeiern“, dias nun die Union auf die Oppositionsbank gebracht hat.
    Von da aus werden sie nicht viel ausrichten können, weil man ja auf gar keinen Fall mit der AfD gemeinsamkeiten haben darf. Also wird die CDU/CSU ein zahnloser Tiger werden.

    CDU/ CSU hat überhaupt kein Profil mehr.

  2. Sehr geehrter Herr Kiefer (23.Okt. 21 – 22:40),
    wenn nicht „alle Menschen Gottes Geschöpfe sind“, wie darf ich mir die Herkunft der anderen dann vorstellen…? – Freundliche Grüße und Gottes Segen!
    Wolfgang Hering

  3. Lieber Herr Kiefer, ich glaube, dass alles Geschaffene zum Schöpfungswerk GOTTES gehört, vor allem aber die Menschen, die sozusagen die Krönung seines schöpferischen Wirkens sind. Aber nicht alle sind sich dessen bewusst und wenden sich von ihrem SCHÖPFER ab. Das wird schon ganz am Anfang der Geschichte der Menschen deutlich, als Kain seinen Bruder Abel erschlug.

    Der HERR gibt den Menschen die Freiheit sich zu entscheiden: für IHN und das Leben oder aber gegen IHN – und das ist der Tod.

    Als ein Schriftgelehrter JESUS fragte, was er tun müsse, um das ewige Leben zu erben, bekam er die Antwort, die auch schon für die Menschen vor Seinem Kommen galt: „Du sollst den HERRN, deinen GOTT, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Kräften und von ganzem Gemüt, und liebe deinen Nächsten wie dich selbst“ (Luk 10,27; 5.Mose 6,5; 3. Mose 19,18)

    Dabei wiederholte JESUS nur, was schon in den Weisungen GOTTES (=“Gesetz“) den Menschen zur Zeit des Mose offenbart worden war – letztlich aber auch schon den Menschen davor bewusst war (siehe 1. Mose 4-6). Daraus ergibt sich, dass alle Menschen zwar Geschöpfe GOTTES sind, aber nicht alle sind auch KINDER GOTTES.

    Das wird u.a. deutlich im Missionsbefehl, den JESUS Seinen Jüngern gibt. Im Markus-Evangelium lautet der wohl später von der Gemeinde angefügte Text am Schluss – aber im Sinne des Markus – so: „Gehet hin in alle Welt und predigt das Evangelium aller Kreatur. Wer da glaubt und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht glaubt, der wird verdammt werden“ (Mk 16,15f).

    Ein jüdisch-messianischer Kommentar schreibt zu den Versen 9-20: Wer immer auf GOTT, Seinen MESSIAS JESCHUA; die Gute Nachricht, das WORT GOTTES vertraut (glaubt) und getauft wird, wird gerettet sein.

    Wer immer nicht vertraut, sei er nun getauft oder nicht, ist verworfen, weil er sich weigert, auf dem Weg, den GOTT uns gewiesen hat, d.h. durch den Glauben zu GOTT zu kommen.
    Das würde bedeuten, dass die Taufe für sich betrachtet wenig nützt.

    Die Möglichkeit, dass jemand (JESUS) vertraut, aber nicht getauft ist (Beispiel der „Schächer“ am Kreuz), wird nicht erörtert. Die Norm war aber, dass die Taufe der Bekehrung folgte. Eine Weigerung, sich taufen zu lassen, bedeutet Ungehorsam gegen GOTTES WORT (Apg 2,38).
    Wer auf die Gute Nachricht GOTTES (=Evangelium) vertraut, darf erwarten, dass GOTTES Macht durch sie wirkt (Röm 1,16f) – damals wie heute. Dazu David H. Stern, Kommentar zum jüdischen Neuen Testament, 3 Bd. Copyright der amerikanischen Ausgabe 1992, by Hänssler 1996).

    Das wurde mir klar nicht nur auf dem Missionsfeld in der Südsee, sondern in einem längeren Gespräch mit dem Pastor der größten evangelischen Gemeinde in Khartum (Sudan), der mit großer Freude darüber berichtete, wie die christliche Gemeinde dort stark wuchs – schon unter Präsident Bashar – und viele Muslime zum Glauben kamen und kommen. Hier wird nicht der Versuch unternommen, vermeintliche Ähnlichkeiten von Islam und christlichem Glauben zu erörtern, sondern die Botschaft des Evangeliums wird klar verkündigt.

    Eine Geschichte berichtet, dass die Jünger Kinder von JESUS fernhalten wollten. JESUS aber sagte: „Lasset die Kinder und wehret ihnen nicht, zu MIR zu kommen, denn solchen gehört das Himmelreich“ und dann segnete ER sie. (Mt 13f).

    Der verhängnisvolle Weg der großen Kirchen, bereits Babys zu taufen, hat dazu geführt, dass viele Kirchenmitglieder gar nicht wissen, warum sie überhaupt einer Kirche angehören.

    GOTT ist viel barmherziger und möchte gerade auch den Kindern ein wahrer VATER im Himmel sein, bis sie sich selbst für IHN entscheiden.

  4. Danke, liebe Frau Küble, für den anschaulichen Bericht. Münster ist ein „heftig linkes“ Pflaster, was ich schon anhand Berichten über AfD-Veranstaltungen dort feststellte. Ich studierte selbst 1 Semester dort Musik – 1987, lange her.
    Beim ‚Marsch für das Leben“ in Berlin am 18.9. mit ca. 4500 Teilnehmern hatte ich den Eindruck, dass die Gegendemos „zahmer“ als sonst waren. Oft dachte man bei den Topfschlagenden jungen Frauen mehr an Kindergarten, als an etwas Ernsthaftes.
    Was mich bewegt, sind durch Druck vom Jugendamt – bereits weggenommenes Kind, das Nächste wird es vermutlich ebenso werden, auch gerne noch direkt aus dem Krankenhaus (für mich absolute SÜNDE, für deutsche Jugendämter quasi „Normalität“, ich finde Neugeborenen-Mama-Trennung inakzeptabel!) vorgenommene Abtreibungen. Auch in „Beratungsstellen“ wie Diakonie – da habe ich konkrete Berichte – Caritas und Co. werden Schwangere „mit Problemen“ regelrecht zur Abtreibung gedrängt! Es ist heftig, was hierzulande geschieht.
    Mit Gottes Hilfe und Führung muss es weitergehen. Gruß aus dem schönen und noch gottesfürchtigeren Bulgarien!

  5. Bei einem Münsteraner Klerus, der die linksgrünen Chaoten (60 % bei der Bundestagswahl) permanent bei Aktionen gegen Andersdenkende unterstützt, hält sich mein Mitleid in Grenzen. „Die Geister, die ich rief…“

    1. ….. woher sonst sollten sie kommen? Sie sind leider in die falschen Hände gefallen. Herrn Hering sei Dank und Bewunderung für seinen Einsatz für die Ungeborenen. Sein Glaube stärkt ihm den Rücken gegen jeglichen Gegenwind.

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