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Die IGFM erhält den ZÊD-Preis für ihren Einsatz um die bedrohten Jesiden

Gedenken an Völkermord in Frankfurter Paulskirche

Tausende unschuldige Kinder, Frauen und Männer wurden von der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) ab dem Jahr 2014 systematisch 
ermordet, entführt und vertrieben.

Der Zentralrat der Êzîden (ZÊD) in Deutschland erinnerte bei der Gedenkveranstaltung am 3. August in der Frankfurter Paulskirche an den Völkermord.
Der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) wurde im Rahmen der Veranstaltung der ZÊD-Preis für besondere Verdienste um die Jesiden überreicht.
Die IGFM setzt sich seit Jahren mit humanitärer und medizinischer Hilfe, sowie mit Bildungs- und Lobbyarbeit für die religiöse Minderheit ein, deren Angehörige auch acht Jahre nach dem Genozid noch in großen Lagern leben müssen.

Für die IGFM nahmen den Preis entgegen Katrin Bornmüller, Ehrenvorsitzende, Karl Hafen, ehem. Geschäftsführender Vorsitzender, und Khalil Al Rasho, Leiter der Abteilung Humanitäre Hilfe Nahost.

Mit dem Preis wird die langjährige Arbeit der IGFM in den Flüchtlingslagern gewürdigt. Insbesondere Katrin Bornmüller und Khalil Al Rasho haben mit viel Energie und Herzblut diese Arbeit maßgeblich geprägt und vorangetrieben.

Erinnerung alleine reicht nicht

Neben der Erinnerung an das Geschehene müssen auch die Überlebenden, Befreiten und Hinterbliebenen unterstützt werden, wie zahlreiche  Redner betonten. Zu viele, die die Gräueltaten durch den IS überlebt haben, werden in den Flüchtlingscamps ihrer letzten Hoffnung beraubt.

„Dies zeigt sich auch in der Zahl von Suiziden in den Unterkünften“, bedauert IGFM-Mitarbeiter Khalil Al Rasho, der seit 2014 35 Mal in den Nordirak gereist ist

Wie Vertreter der jesidischen Stämme aus Shingal anmahnten, wünscht sich die jesidische Gemeinschaft eine Rückkehr in ihre Heimat.

Denselben Wunsch haben auch Katrin Bornmüller und Khalil Al Rasho immer wieder von Betroffenen in den Flüchtlingscamps gehört.

Der dafür nötige Wiederaufbau ist bisher kaum fortgeschritten. Auch die instabile Lage in der Region trägt dazu bei, dass ein sicheres Leben in Shingal aktuell kaum möglich ist.

Erst im Mai mussten ehemalige Flüchtlinge aus Shingal wegen einer Militäroperation irakischer Regierungstruppen wieder in Flüchtlingscamps zurückkehren.

Quelle: IGFM-Pressemeldung

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