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Die romtreuen vier Bischöfe sind kein Schilfrohr, sondern Felsen des Glaubens

Von Eugen Abler

Es ist ein Statement, das die Fronten noch klarer zeigt, als sie bislang schon zu sehen sind.

Die „romtreuen Vier“  – nämlich Kardinal Woelki und die Bischöfe Hanke (siehe Foto unten), Oster und Vorderholzer (Foto oben)  –  haben sich für den Weg mit Rom und gegen die Finanzierung des Synodalen Ausschusses entschieden.

Obwohl die Mittel für die vier Projektstellen im Stellenplan des Verbandes der Diözesen Deutschlands (VDD) und die dafür vorgesehenen Mittel in Höhe von 500.000 Euro nur durch einen einstimmigen Beschluss der Bischöfe hätten freigegeben werden können, ist eine „überdiözesane Begleitung“, wie sich das Synodalpräsidium die Umsetzung des Synodalen Wegs in den einzelnen Diözesen vorstellten, dennoch nicht vom Tisch, denn die vier Bistümer erhalten zwar ihren Anteil an den 500.000 Euro zurück, jedoch hält die Deutsche Bischofskonferenz am Plan fest, im November die erste Sitzung des Synodalen Ausschusses abzuhalten.

Kirchenrechtlich hat der Ausschuss ohnehin keine Berechtigung und besitzt auch keine kanonischen Kompetenzen.

Kardinal Woelki und seine Mitbrüder im Bischofsamt bezeichnen die Installation eines Synodalen Ausschusses in Deutschland als klar gegen die Weisung des Papstes gerichtet, die dem Brief der drei Kardinäle vom 16. Januar 2023 zugrunde liege.

Für einen romtreuen Christen ist es ein Hoffnungsschimmer, dass es auch in Deutschland noch Bischöfe (wenn es auch nur vier sind) gibt, die die Treue zum Papst, die übrigens alle Bischöfe bei ihrer Weihe versprochen haben, praktizieren.

Die Liberalisierung in Strukturen und Themen werde die „Selbstsäkularisierung unserer Kirche nur beschleunigen und nicht den verlorenen Glauben zurückbringen“, glaubt Bischof Oster.

Wenn wie beim deutschen Synodalen Weg die geltende Lehre der Weltkirche gegen den Willen Roms wesentlich geändert werden soll, kann das nur zu einer Spaltung der deutschen katholischen Kirche führen.

Die katholische Kirche darf sich nicht im Kielwasser des Zeitgeistes bewegen.

„Es werden Tage kommen, wo man die gesunde Lehre nicht mehr ertragen wird“, heißt es bei 2 Tim 4,3.

Diese Zeit scheint schon angebrochen zu sein. Wir brauchen eine Vertiefung und Erneuerung des Glaubens. Nur der Heilige Geist weist uns den richtigen Weg!

Die „romtreuen Vier“ wissen um ihre Verantwortung. Sie sind keine Schilfrohre im Wind, sondern mutige Felsen in der Brandung des Zeitgeistes. Wir sollten für alle Bischöfe beten, dass sie die Einheit der Kirche bewahren!

Unser Gastautor Eugen Abler ist ehem. CDU-Politiker und lebt in Bodnegg (Oberschwaben)

Kommentare

11 Antworten

  1. Es steht uns wohl an, dass wir dergleichen gern aushalten, weil wir wie das Schilfrohr im Fluss sind. Steigt der Fluss an, dann wird das Rohr gebeugt und zusammengedrückt und das überflutende Wasser durchdringt es, ohne es zu verletzten. Wenn dann die Überschwemmung nachlässt, richtet sich das Rohr wieder auf und wächst mit voller Kraft heiter und vergnügt. So ziemt es uns auch immer, dass wir gebeugt und gedemütigt werden und nachher wieder heiter und vergnügt dastehen: Elisabeth von Thüringen.

  2. Ist der so genannte Synodale Weg nicht die kirchliche Anerkennung der Homoehe? Fürchten diese synodalen Bischöfe nicht das gleiche Schicksal wie Sodom und Gomorra?

    1. Die Bitte um Gottes Segen über 2 Menschen, die sich lieben, auch wenn beide dem gleichen Geschlecht angehören, hat bei weitem nichts mit dem Sakrament der Ehe zu tun. Muss bei einer Trauung zwingend ein Priester sein oder kommen da auch Diakone zum Einsatz? Ich habe gelernt, die Brautleute spenden sich das Sakrament der Ehe gegenseitig selbst. Was ist die Funktion der geweihten Menschen dabei überhaupt? Das habe ich vergessen. Zeuge?

  3. Bezüglich Ulrich Motte:

    Fünf biblische Beweise gegen den Cessationismus

    http://hauszellengemeinde.de/beweise-gegen-cessationismus/

    http://hauszellengemeinde.de/category/haeresie/cessationismus/

    Haben die Geistesgaben tatsächlich aufgehört?

    http://hauszellengemeinde.de/geistesgaben/

    Siehe dazu auch die „Weisheitsliteratur“ im AT und Logos-Theologie im NT der Bibel. Dies gehört untrennbar zur christlichen Theologie dazu – ohne Verkürzung!
    Die ersten Christen kannten kein „Sola Scriptura“. Die allgemeine „Volksbibel“ des Urchristentums und erste Urbibel des Urchristentums war nachweislich die griechischsprachige „Septuaginta-Bibel“. Aus deren griechischsprachigen Text das Neue Testament der Bibel nachweislich teilweise wortwörtlich zitiert – und eben NICHT aus dem hebräischen Original-Text der Thora(h) bzw. des hebräischen Alten Testamentes. Ebenso zitiert das Neue Testament auch aus der „Weisheitsliteratur“, welche zur griechischsprachigen Septuaginta-Bibel gehört. Siehe auch den 1. Clemensbrief.

  4. Danken und vor allem beten wir für die romtreuen Bischöfen .
    Sie werden es nun schwer haben.
    In den Bistümer und in der DBK.
    Mögen sie nicht wanken.

    Wenn Rom doch nur endlich eine Konsequenz aus diesem synodalen Prozess sprechen würde, dann wären dies 4 Bischöfe geschützt.
    Amtenthebung für die abgefallenen Bischöfe. Mit einer der schlimmsten von allen Baetzing ,den Anfang machen.

  5. Ich habe hier im Forum bei den Antwort-Postings ja schon verschiedene Vorschläge gemacht, wie es bibeltreu und dennoch zeitgemäß rational im Heiligen Geist für die römisch-katholische Kirche weitergehen könnte…der Kirchentradition verwurzelt und dennoch geistinspiriert…das Engel(s)werk nach Gabriele Bitterlich wäre eine der Möglichkeiten, ihre Engel(s)namen findet man im zweiten Buch des Philo(n) von Alexandrien, auch diese gehören also zur kath. Kirchentradition durchaus dazu…! Bei den Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens, nämlich deren Teilen, die in einer Kirchenunion mit der alten syrischen bzw. assyrischen Kirche von Antiochia (zweitälteste Gemeinde des Christentums) nach den Aposteln Thaddäus und Petrus (!) stehen.

  6. Ich sitze gerade mit Jesus im Zug nach Norden ,mit Fragezeichen auf der Stirn, was bei Euch abgeht.
    Das Wetter ist schön.. Geht raus auf die Straße, tut am Nächsten das was Ihr wünscht, dass man Euch tut in ähnlicher Situation , segnet einander, singt mal wieder und verkündigt überall die gute Botschaft. So wie es Jesus und die Jünger in Straßen und auf öffentlichen Plätzen getan hat. Das ist seine Versammlung . Schlicht und ergreifend .. ohne unnützes Briborium. 🙂

    1. „zu spüren bekommen und das zu Recht“
      Eine Aufforderung zu Schwarzer Pädagogik in der Deutschen Bischofskonferenz? Finde ich lustig. Wenn man bei Leuten, die „keinen Spaß verstehen“, etwas inhärent lustig findet, dann ist aber was los in der Kiste.
      „Treue zum Papst“ Ohne den Namen Franziskus liest sich das schon recht staatstragend. Damit wird auch nicht erwähnt, dass es im Netz für jeden Meinungsmilimeter auf der Skala von Sedisvakantismus bis Idealisierung einen Brüller gibt, der steif und fest behauptet, sein Standpunkt wäre der einzig gottgefällige.

      1. Der jetzige Papst Franziskus ist in der Tat mehr als nur problematisch, seine Abneigung gegen die alten tridentinische Messe teilte sein Vorgänger Benedikt nicht. Papst Franziskus wurde in Argentinien Mitglied in einem Rotary-Club, einer freimaurerischen Vorfeld-Organisation also, und seitdem wird er manipuliert. Im Grunde wäre dies allein schon ein Grund ihn abzusetzen…!

        https://kath-zdw.ch/

        Verteidigung der Tradition. Poscritto a «Il Concilio Vaticano II. Una storia mai scritta
        Best.-Nr.: 9591

        Nach dem Erfolg des Buches Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte bietet Roberto de Mattei auf diesen Seiten einige Elemente historischer und t…

        https://www.falkmedien.de/Verteidigung-der-Tradition-Poscritto-a-TIl-Concilio-Vaticano-II-Una-storia-mai-scritta

        Nach dem Erfolg des Buches Das Zweite Vatikanische Konzil. Eine bislang ungeschriebene Geschichte bietet Roberto de Mattei auf diesen Seiten einige Elemente historischer und theologischer Reflexion, mit denen er die Probleme, die im Anschluss an sein Werk lebhaft diskutiert wurden, ins Prinzipielle hebt: Darf man Personen und Ereignisse der Kirchengeschichte diskutieren und sie dadurch möglicherweise in ein weniger günstiges Licht rücken? Oder gar in den Schatten? Darf man Entscheidungen der höchsten kirchlichen Autorität die Übereinstimmung verweigern? Wenn ja, unter welchen Umständen und in welchem Ausmaß? Was ist die regula fidei (Glaubensregel) der Kirche in Zeiten der Krise und Verwirrung? Roberto de Mattei sieht den Lösungsansatz in der heiligen Tradition, für die er in diesem Buch ein beeindruckendes Plädoyer vorlegt.„Die Geschichte dient dazu, uns in Erinnerung zu rufen, dass das, was gestern geschah, sich heute wiederholen kann, und dass gestern wie heute und morgen eine einzige Regel in Zeiten der Krisen und Schwierigkeiten der Kirche bleibt: die Treue zur Tradition als Treue zur Wahrheit, die Christus seiner Kirche mit den Worten anvertraut hat: ‚Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen‘ (Mt 24,35).“Roberto de Mattei „Roberto de Mattei unterzieht die Geschichte der Päpste einer strengen Prüfung – gerade vom Standpunkt bedingungsloser Papsttreue aus. Er will nichts anderes als dass der Papst Papst sei – kritisiert er einen Papst, so verklagt er ihn beim Papsttum. So entspricht es der großen katholischen Tradition.“
        Martin Mosebach

        1. Es gibt Sachen, über die kann man sprechen bzw. diskutieren: Den Pflicht-Zölibat etwa. Er ist biblisch gesehen nicht zwingend vorgeschrieben. Und auch in der alten syrischen bzw. assyrischen Kirche von Antiochia in der Nachfolge u.a. des Apostels Petrus nicht allgemein vorgeschrieben. Dort gibt es auch verheiratete Priester.
          Über die Priester-Weihe für Frauen kann aber nicht diskutiert werden – sie wird biblisch auch dem Neuen Testament nach eben klar und eindeutig abgelehnt. Frauen können aber Diakoninnen und Prophetinnen werden.

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