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Festmesse im Kölner Dom zu Ehren der deutsch-polnischen Königin Richeza

Enkelin des fränkischen Kaisers Otto II.

Am heutigen dritten März wurde im Kölner Dom eine Festmesse zum Gedenken an Richeza gefeiert, die in Rheinland und in Polen als selige Königin verehrt wird; ihre sterblichen Überreste ruhen in einem Wandsarkophag im Dom. Ein Porträtgemälde der fränkischen Edelfrau befindet sich in der Johanneskapelle des Kölner Doms unweit ihrer Begräbnisstätte (siehe Foto rechts).

Die Regentin aus dem frühen Mittelalter war die Enkelin von Otto II., ihre Mutter Mahilde war eine Tochter des deutschen Kaisers. Ihr Vater war der lothringische Pfalzgraf Erenfrid.

Die zierliche Adelige heiratete im Jahre 1013 auf Wunsch ihrer Eltern Mieszko II., den Sohn des ersten polnischen Königs Boleslaw I. Chrobry. Den Eheleuten wurden drei Kinder geschenkt, die später in osteuropäische Königs- und Fürstenhäuser einheirateten.

Richeza  – sie wurde  bisweilen auch Rixa genannt  –  versuchte an der Seite ihres Gemahls das Christentum in dem vielfach noch heidnisch geprägten Polen auszubreiten.

Nach dem frühen Tod ihres Gemahls im Jahre 1031 wurde Richeza gemeinsam mit ihrem Sohn Kasimir aus Polen vertrieben. Es handelte sich dabei um eine Gegenreaktion zu den Bemühungen der Königin um die christliche Glaubensverbreitung.

Ihr Sohn Kasimir konnte später den polnischen Thron besteigen. So wurde Richeza zur Stammmutter von mehreren osteuropäischen Herrscherdynastien, vor allem begründete sie das Königsgeschlecht der polnischen Piasten. 

Richeza blieb weiterhin in ihrer Heimat an Rhein und Mosel. Sie unterstützte viele Klöster, machte fromme Stiftungen und war als Wohltäterin der Armen sehr beliebt. Deshalb wird sie in Rheinland und Polen als Selige verehrt, was auch durch die Erhebung ihrer Reliquien in die Bischofskathedrale des Kölner Doms bezeugt wird.

Titelbild von Dr. Bernd F. Pelz, 2. Foto hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Richeza_(Polen)#/media/Datei:Richeza_14.Jh_K%C3%B6lner_Dom.jpg

 

Kommentare

Eine Antwort

  1. Bestimmt eine Patronin, die helfen kann, das polnisch- deutsche Verständnis zu bessern. Der Kölner Dom ist sowieso so reich an Bildern, Berührungspunkten mit Heiligen vieler Epochen. Wobei ich für die wichtigsten Einrichtungen des Doms die Sakramentskapelle und die Tabernakel erachte, dort ist man dem Erlöser und damit auch den geretteten lieben Verstorbenen am nächsten, die manchmal einen besser verstehen als manche Lebende, die weit entfernt scheinen. Geht man zur Sakramentskapelle links vorn im Kölner Dom herein, passiert man eine helle Steintafel, sehr alt, vielleicht 13. Jhd., man kann annehmen, dass viele Dombesucher, u.a. die heilige Brigitta von Schweden exakt vor dieser Tafel gestanden haben. Die Krypta mit den Bischofsgräbern weist eine „Besucherauflistung aus mehreren Jahrhunderten“ auf, allein diese ist so interessant. Zwischen Sakramentskapelle und Krypta stößt man auf Bodenmosaike mit Daten verstorbener Kirchenfürsten Kölns, bis ein Millennium zur Ottonen-Zeit zurückreichend- beeindruckend wie der nahe Umlauf um den hl.-Dreikönigsschrein, dessen angrenzendes Chorgestühl aus historischen Gründen originalgetreu belassen wurde und noch mehr faszinierende Bodenmosaiken aufweist. Am Dreikönigstag kann man das Chorgestühl geöffnet erleben – meist in einer Frühmesse um 06:30 oder 07:15 Uhr. Die 08:00-Uhr-Messe ist in der gegenüberliegenden Marienkapelle mit der Mailänder Madonna und dem Stefan-Lochner-Altar, dessen Bild im Detail sogar verschiedenste Heilkräuter zeigt und rechts mit Grabtafeln von ca. 400 Jahren Alter ein steinernes Memento mori für uns ist. Vom Tod zum Leben: Das Auferstehungsfenster einige Schritte weiter hinen zeigt an manchen Tagen besonders leuchtende Farben; die Sonne steht morgens nach der Frühmesse dahinter, wenn man zwischen St.Hubertus- und St.Christophorus-Statue hochschaut. Bayern-Fenster und sogar eine Glas-„Verewigung“ einer großen Technikkette mit kleiner orangener Saturn-Abbildung findet sich. Das Gero-Kreuz rechts neben der Sakramentskapelle ist auf dem Gedenkzettel zum Requiem des am Samstag direkt hinter dem Dom bestatteten Weihbischof Dr. Klaus Dick abgebildet. Er wurde mit einem feierlichen Requiem von etwa zehn Bischöfen, weitgehend lateinischen Messtexten und Wandlungsworten auf Wunsch des im Alter von rund 95 Jahren einen Tag nach seinem 71. Weihetag Verstorbenen, einem persönlichen Freund Benedikts XVII., verabschiedet (siehe Live-Stream EWTN auf YOUTUBE). Er hat so viele Jugendliche getauft, gefirmt, einige waren sogar aus Salzburg angereist. Gebetsanliegen „loswerden“ kann man an einem Gedenkaltar ganz links hinten, wo in der Weihnachtszeit eine riesige Krippe steht. Nicht unerwähnt bleiben soll die Schmuck-Madonna mit der Möglichkeit, eine Kerze anzuzünden und eine benachbarte Reliquie Johannes Pauls II. Einen virtuellen Rundgang kann man auch starten unter Koelner-Dom.de- und dort auch Kerzen anzünden lassen! Eingangskontrollen zur Terror-Prophylaxe sollte man gelassen gegenüber stehen, sie sind sehr freundlich; mit Flaschen und spitzen Gegenständen sollten Besucher derzeit vorsichtig sein.

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