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Frankreich: Kirche würdigt Bauernproteste

Während Bischof Georg Bätzing (siehe Foto), der Vorsitzende der Dt. Bischofskonferenz, sich schon bald nach Beginn der Traktor-Demonstrationen kritisch geäußert und völlig unnötig vor einer „rechtsradikalen Unterwanderung“ gewarnt hat, unterstützen zahlreiche katholische Oberhirten in Frankreich die Bauernproteste, obgleich sie dort vergleichsweise stärker und massiver ausfallen als hierzulande.

Wie CNA berichtet, haben sich „führende katholische Kirchenvertreter Frankreichs mit den Bauern solidarisch erklärt, die mit ihren Traktoren wichtige Straßen in der Nähe von Paris blockieren, um gegen strenge Auflagen, hohe Steuern und die Konkurrenz durch Billigimporte zu protestieren“.

In einer 24. Januar veröffentlichten Erklärung sagte Bischof Jean-Marc Micas von der Diözese Tarbes und Lourdes, er wolle „den Bauern der Diözese meine ganze Unterstützung zukommen lassen“. Er forderte alle Pfarreien und Ordensgemeinschaften der Diözese auf, für die an den Protesten Beteiligten zu beten.

Bischof Philippe Christory von Chartres  drückte „das Mitgefühl der katholischen Kirche für alle aus, die ihr Leben der Arbeit auf dem Land und der Aufzucht von Tieren widmen, um uns zu ernähren“.

Der Bischof von Bordeaux sagte in einer Erklärung vom 22. Januar, dass „ich in der katholischen Kirche die Solidarität und den Austausch mit Menschen in Schwierigkeiten fördern möchte…Manche Winzer schweigen über ihre Situation, schämen sich dafür und verzweifeln schließlich. Sie sind jedoch Träger eines großen menschlichen Reichtums und einer reichen Erfahrung.“

Auch die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Gemeinschaft (COMECE) zeigte sich solidarisch mit den Bauern: „Während wir das Ziel einer nachhaltigen Zukunft für alle in der Europäischen Union nachdrücklich unterstützen, teilen wir die Sorgen der Landwirte über die Nachhaltigkeit der kleinen und mittleren Unternehmen und die Zukunft unserer ländlichen Gebiete.“

Titelfoto: Cordula Mohr

 

Kommentare

8 Antworten

  1. Ich würde mir auch hier ein klares Wort von den Kirchen wünschen zur Unterstützung und Anerkennung der Bauern mit ihren ganzen Familien! Unser täglich Brot heißt im Vater unser . Es kann nicht sein, dass nur Großbetriebe und Kapitalgesellschaften im AGRAR Business übrig bleiben! Die Kirche spricht häufig die Sprache des allgemeinen mainstream. Jesus sprach zu den schwachen und bedürftigen.

  2. DIE WHO HAT DEN BAUERN UND DER NATÜRLICHEN LEBENSMITTELVERSORGUNG DEN KAMPF ANGESAGT

    https://wahrheitsiegt.substack.com/p/who-fordert-regierungen-auf-die-landwirtschaft

    „In einer Videoansprache erklärte WHO-Chef Tedros Adhanom G.: „Unsere Lebensmittelsysteme schaden der Gesundheit der Menschen und des Planeten. Lebensmittelsysteme tragen zu über 30 Prozent der Treibhausgasemissionen bei und sind für fast ein Drittel der weltweiten Krankheitslast verantwortlich. Eine Umstellung der Lebensmittelsysteme auf eine gesündere, abwechslungsreichere und stärker pflanzlich geprägte Ernährung ist daher unerlässlich.“ Ist es Zufall, dass sein Hauptsponsor Bill Gates einer der Hauptinvestoren in künstliches Fleisch genmanipuliertes Gemüse etc. ist? Die Vernichtung der Klein- und Mittelständler in der Landwirtschaft schreitet schon länger voran und steht jetzt am Scheidepunkt. Wir unterstützen die Bauern in ihrem Widerstand gegen Überregulierung, die Gefahren durch genmanipulierte Sorten, Import statt Produktion vor Ort. Wir laufen Gefahr, uns abhängig von Billigprodukten aus fernen Ländern zu machen. Das ist auch klimatisch Unsinn.“
    —-
    Zerstörerisch ist der „One-Health“- Ansatz der WHO, der „ganzheitliche Gesundheit für Erde, Umwelt, Pflanzen, Tiere, Menschen“ fördern will, dabei eine umfassende Transformation bisheriger landwirtschaftlicher Produktion zugunsten weniger Profiteure anstrebt, alles unter dem Vorwand Klimaschutz etc.

  3. Ja, woanders ist Kirche noch Kirche. Deutschland ist, wie Henry Kissinger kurz vor seinem Tod sagte, auf dem schnellstens Weg der Selbstzerstörung. Kein Mensch nimmt dieses Geplapper der Bischöfe noch ernst. Noch vor Jahren saßen Amtsträger in Talkshows, wenn auch meist zu links-politischen Themen. Heute noch nichtmal das. Sie sind einfach weg. Ungefragt bedeutet: belanglos. Ein Kardinal Meisner war ständiger Kommentator bei BILD z,B. Zu Lebensrechtsthemen etc. Alles vorbei.

  4. Die französischen Bischöfe sind eben finanziell unabhängig und können sagen, hinter welchen Protesten sie sich stellen.

    Die Priester, und ich denke auch die Bischöfe, leben von dem, was die Gemeindemitglieder den Priestern und Diözesen spenden.
    Üblicherweise werden die Priester oft zum Essen eingeladen. Der Priester kennt seine Gemeinde gut.

    Ich war überrascht, wie schnell das Geld für den Aufbau der kirche Notre Dame zusammenkam. Sicherlich hat auch der Staat was dazu gegeben, aber Spenden kamen von großen Firmen.

    Papst Benedikt sprach bei einem Besuch in D. von der Entweltlichung. Damit war unter anderem auch die finanzielle Seite von Kirche und Staat gemeint.
    In den katholischen Einrichtungen geht es so gar nicht mehr katholisch zu. Der Einfluss vom Staat wurde immer mehr und man merkt kaum noch einen Unterschied zu den staatlichen Einrichtungen.
    Auch diese „woke“ Bewegung in den katholischen Einrichtungen könnte man durch finanzielle Unabhängigkeit gewiss minimieren.

    Mögen deutsche Bischöfe sich trauen, Gottes Wahrheit zu verkünden. Und sich auch mal zu dem Volk stellen, welches derzeit so finanziell bluten muss.

    1. ein 87 Jahre alter, heiligmäiger Priester sagte mir auf die Frage, „warum“ sagen die Bischöfe nichts?“ – “ Sie sind bange…“

  5. Sehr lobenswert!

    Es sollten sich eben alle Offiziellen und Mitglieder der Kirchen die Hintergründe zu Gemüte führen:

    Die Goldene Regel und die Zehn Gebote gebieten es:

    Wer nicht zulassen will, dass er selbst belogen, betrogen, bestohlen, verachtet, verleumdet, verunglimpft, enteignet, geschädigt und versklavt und ermordet wird, sollte auch NICHT ZULASSEN, dass andere von ihm und anderen belogen, betrogen, bestohlen, verachtet, verleumdet, verunglimpft, enteignet, geschädigt, versklavt und ermordet werden.

    https://tkp.at/2023/10/15/der-krieg-globaler-organisationen-wie-eu-who-und-uno-gegen-die-landwirte/

    https://tkp.at/2022/12/04/umgestaltung-der-nahrungsmittelproduktion-durch-multinationale-agrochemie-konzerne/

    WIDERSTAND AUS ITALIEN UND UNGARN:

    https://tkp.at/2024/01/29/ungarn-bereitet-wie-italien-verbot-von-laborfleisch-vor/

    https://tkp.at/2023/03/29/italien-geht-gegen-insekten-essen-und-laborfleisch-vor/#awb-oc__25782

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