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Pilger aus dem Münsterland heute in Telgte

Von Felizitas Küble

Am heutigen 19. April pilgerten 25 Gläubige in den malerischen Marienwallfahrtsort Telgte auf Einladung des Fatima-Weltapostolats im Bistum Münster. Der Einkehrtag begann mit dem Rosenkranzgebet um 9 Uhr in der Clemenskirche, danach hielt Pfarrer Andreas Britzwein aus Münster-Hiltrup im Pfarrsaal einen Vortrag über die eucharistische Anbetung.

Um 11 Uhr feierte der Priester, der zugleich Geistlicher Leiter der Gruppe ist, eine heilige Messe in der Gnadenkapelle neben der Pfarrkirche. Danach gab es zwei Stunden Mittagspause, um 14 Uhr die Fortsetzung des Vortrags und zum Abschluß eine eucharistische Andacht mit sakramentalem Segen. 

In seiner Predigt sprach Pfarrer Britzwein über die sog. „Brotpredigt“ Jesu im Johannes-Evangelium: „Ich bin das Brot, das vom Himmel kommt, um der Welt das Leben zu geben.“  –  In seinem Opfer am Kreuz fand die Hingabe des HERRN ihren Höhepunkt, durch die Auferstehung bekräftigte Gott das Heilswerk seines Sohnes.

Im Altarsakrament werden uns die Früchte der Erlösung zugewendet. Die Gegenwart Christi in der Eucharistie ist nicht nur symbolisch zu verstehen, sondern ER ist als der auferstandene Gottmensch wahrhaft gegenwärtig: wie im Himmel, so auf Erden.

Diese „Realpräsenz“ des Ewigen beinhaltet auch eine marianische Dimension, wie Pfarrer Britzwein weiter erläuterte, denn Christus hat seinen Leib und sein Blut von der Jungfrau Maria erhalten; so gesehen ist sie die „Mutter der Eucharistie“.

Die Marienstatue in Telgte, dem größten Wallfahrtsort des Münsterlandes, zeigt die Madonna mit ihrem toten Sohn auf dem Schoß. Man nennt diese Kunstwerke „Marienklage“ und spricht von der „trauernden Gottesmutter“ und dem „Schmerzensmann“.

Die seit jeher vielverehrte Darstellung in Telgte stammt aus dem 14. Jahrhundert, ist also rund 700 Jahre alt.
Das spätmittelalterliche Andachtsbild wird oft als „Pieta“
(= Mitleid) bezeichnet. Vor allem in südlichen Gefilden ist auch der Name „Vesperbild“ geläufig, was sich auf das nachmittägliche Tagzeitengebet des Breviers bezieht.

Kommentare

5 Antworten

  1. Gäbe es diese Predigt nachzuhören?

    Ich finde den Gedanken faszinierend, obwohl ich immer noch mich mit so manchem Gebet an Maria zB schwer tue, inhaltlich .. und es wird mir deutlicher, dass Jesus ja wirklich Marias Fleisch und Blut ist … Gottes und Marien Sohn .. heisst es in einem Lied ..
    Es gibt ein Theaterstück von Strindberg; Der Vater, in dem die Frau ihn in den Wahnsinn treibt, indem sie in Andeutungen verdeutlicht, er könnte nicht der Vater ihrer Tochter sein.

    So ist ja auch einer Jude, weil die Mutter enie Jüdin ist.

    Denn die Mutter ist immer klar … und so wird mir auch verständlicher, wieso Gott dafür gesorgt hat, lt. katholischer Lehre, dass Maria von Anfang „gereinigt = erlöst“ war, aber eben „nur“ Mensch, während Jesus Christus zwar dem Fleische nach ihr Sohn ist, aber doch eben Gottes Sohn, also göttlichen Ursprungs.
    Und uns deshalb erlösen konnte und kann.

    Atemberaubend.

    Und Mütter haben i.d.R immer eine besondere Verbindung zu ihren Kindern …

    1. Guten Tag,
      nein, die Predigt wurde nicht aufgenommen, zudem hat der Priester frei gesprochen, also wird er wohl auch kein Manuskript haben.
      Auch ich finde den Gedanken eindrucksvoll, daß Christus seinen Leib von Maria erhielt, ER ist Fleisch von ihrem Fleisch: „Geboren aus Maria, der Jungfrau“, wie es im Großen Credo heißt.
      Und auch Maria ist eine von Christus Erlöste: Vollerlöst und vor-erlöst um der Menschwerdung des HERRN willen.
      Die Mariologie ist christozentrisch, auch ihre sog. „Privilegien“, die ja Gnadenerweise Gottes sind.
      Freundlichen Gruß
      Felizitas Küble

      1. Wobei es meiner Ansicht nach aber eben auch die Verbindung Marias zum Heiligen Geist als Geist Gottes und „Geist der Weisheit und Offenbarung“ (NT) gibt.
        Siehe auch die „Sonnenfrau“ der Johannes-Offenbarung bzw. -Apokalypse dazu.

  2. https://www.kath.net/news/84359

    Wer kann, sollte missionieren, wie in dem Artikel beschrieben.
    Damit unsere Kultur bestehen bleibt.

    Viele Wege können beschritten werden.
    So z.B. durch verteilen von Flyern in Briefkästen.
    Und dazu muss man nur spazieren gehen. Das ist auch noch gesund.
    Es können ja nicht alle predigen!

    In vielen Städten verteilen die Moslems fleisig ihre islamischen Flyer.

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