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USA: Kontroverse um Nebenwirkungen der Abtreibungspille Mifepriston

Von Dr. med. Edith Breburda

Wie der US-Nachrichtensender NPR News am 9. Februar 2023 berichtet, hat „Sage Publisher“ drei Artikel des Autors James Studnicki
im Gesundheitsmagazin Health Services Research and Managerial Epidemiology zurückgezogen. Sie sind zwar noch online erhältlich, haben aber auch hier einen negativen Vermerk.
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Der Verfasser arbeitet am Charlotte Lozier Institute; dies ist eine wissenschaftliche Institution, die mit der Lebensrechtsbewegung verbunden ist. Studnicki verteidigt seine Stellungnahmen: “Es gibt bislang keine neutralen, unabhängigen Studien zu dem Thema und so entsteht der Eindruck, als ob die Abtreibung ein sicherer Vorgang sei.
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Er berichtet von Schwangeren, die einen Monat nach der Einnahme der Abtreibungspille Mifepriston mit schweren Nebenwirkungen in der Notaufnahme vorstellig wurden.
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“Die Reaktion des Magazins hat nichts mit wirklicher Wissenschaft zu tun. Es handelt sich vielmehr um Totschweigen unter dem Mantel der Politik”, erklärt Studnicki.
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“Zunehmend erhalten wir öffentliche Aufmerksamkeit. Unsere Studien werden in Rechtsfällen, welche die Abtreibungspille kritisch in Frage stellt, zitiert. Aus diesem Grund sind wir gefährlich geworden und man versucht alles, unsere Art der Aufklärung zu unterbinden“, sagt der Autor dazu in einem Video: https://youtu.be/DchuKOvfVJA?si=qKXhxKFUQxgpmmqQ
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US-amerikanisdche Lebensrechts-Organisationen verklagten bereits 2022 die staatliche Food and Drug Administration (FDA) wegen der Genehmigung von Mifepristone. Die medikamentöse Abtreibungspille wird insgesamt in mehr als der Hälfte der Abtreibungen verwendet.
Laut FDA-Forschungsberichten seien unerwünschte Folgewirkungen von Mifepristone angeblich äußerst selten.
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Bezirksrichter Richter Matthew Kacsmaryk, der diesen Fall von 2022 behandelte, sprach Ärzten das Recht zu, die FDA-Behörde zu verklagen.
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“Unerwünschte Ereignisse durch die Einnahme von medikamentösen Abtreibungspillen überfordern das Gesundheitssystem. Durch dabei hervorgerufene Komplikationen stehen Notfallärzte unter enormen Druck und Stress“, schrieb der Richter. Er entschied, dass Mifepristone landesweit vom Markt genommen werden sollte, wobei sein Beschluß nie in Kraft trat.
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Richter Matthew Kacsmaryk wurde seinerzeit von Präsident Trump nominiert. Schon vor seiner Ernennung war er für seine Pro- Life-Haltung bekannt.
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Im Fall Studnicki verklagte Alliance for Hippocratic Medicine die FDA. Eine Anhörung vor dem Obersten Gerichtshof wurde auf den 26. März 2024 festgelegt. Eine Entscheidung wird bis zum Sommer erwartet.
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Mifepriston bleibt vorerst weiter verfügbar, während das Gerichtsverfahren fortgesetzt wird.
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Mary Ziegler, Rechtsprofessorin und Expertin für die Rechtsgeschichte der Abtreibung an der U.C. Davis erläutert:
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„Es ist unmöglich, zu wissen, wer den Fall des Obersten Gerichtshofs gewinnen wird, aber Ziegler denkt, dass die Rücknahme des Studnicki-Artikels die weitere Verwendung von Mifepristone wahrscheinlich nicht beeinflussen wird.”
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„Im Fall Mifepristone gibt es viele Vermutungen und Spekulationen im Streit darüber, wer zu klagen hat“, erklärt sie:
„Es besteht die Wahrscheinlichkeit, dass Menschen Mifepriston einnehmen, und dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie Komplikationen bekommen, und dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie in der Notaufnahme behandelt werden, und dann besteht die Wahrscheinlichkeit, dass sie auf Ärzte mit bestimmten Einwänden gegen Mifepriston stoßen. “
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Quellenhinweis:
REPRODUCTIVE RIGHTS IN AMERICA
Research at the heart of a federal case against the abortion pill has been retracted
FEBRUARY 9, 20245:01 AM ET HEARD ON MORNING EDITION

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