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Bischof Bode begrüßt Cannabis-Freigabe

Von Felizitas Küble

Man faßt es nicht: Der Osnabrücker Bischof Franz-Josef Bode befürwortet die von der Ampelregierung geplante Legalisierung von Cannabis, mag sie auch einige regulierende Begrenzungen enthalten.

Das berichtet das Münsteraner Bistumsblatt „Kirche und Leben“ (KuL) auf seinem Online-Portal.

Kriminalisierung allein sei keine Lösung, erklärte der katholische Oberhirte ausgerechnet auf dem Ärzte- und Juristentags seiner Diözese.

Es hat auch noch nie einer ernsthaft behauptet, mit Strafbarkeit „allein“ sei es schon getan – aber sie gehört zum Gesamtkonzept eines Schutzes vor allem der Jugendlichen vor Rauschmitteln. Natürlich sind auch Beratung und Aufklärung wichtig, eben die sog. „Prävention“.

Das eine schließt aber das andere nicht aus, sondern ergänzt sich. Somit ist es völlig sinnlos, die verschiedenen Bereiche gegeneinander auszuspielen.

Nicht nur Polizeiverbände warnen vor einer Drogen-Freigabe, die ausgerechnet Gesundheits(!)-Minister Lauterbach anstrebt. Auch Ärztevertreter und Familienverbände äußerten sich kritisch zu diesen Vorhaben der Regierung.

Bischof Bodee erklärte laut KuL, er teile „grundsätzlich“ das „Anliegen“ der Ampel für eine Cannabis-Freigabe.

Allerdings müßten Jugendschutz, Werbeverbot und Hilfsangebote stärker gefördert werden.

Nun fragt man sich, wie der Osnabrücker Kirchenmann sich das runde Viereck näher vorstellt: Einerseits Legalisierung, andererseits mehr „Jugendschutz“.

Jedwede Drogen-Freigabe untergräbt den Jugendschutz –  und wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, wollen sich Kirchenleute also um die Schadensbegrenzung, um „Therapie“ und dergleichen kümmern?  – Vorbeugen ist besser als hinterher-heulen!

Kommentare

14 Antworten

  1. Ich denke, alle die sich hier so polemisch äußern, sollten einmal in irgendeiner Form Cannabis zu sich nehmen. Dann wüssten Sie, dass es eine Droge ist, die durchaus guttun kann. Ich habe die Bitte, dass Sie nicht etwas ablehnen, ohne es zu kennen. In Tel Arad auf dem Gebiet des früheren jüdischen Königreichs Juda wurden Cannabisreste in einem Altar gefunden. Und Hildegard von Bingen schrieb dem Hanf eine heilsame und schmerzstillende Wirkung zu. – Das zeigt, dass die jüdisch-christliche Tradition wohl nicht immer so cannabisfeindlich war, wie das hier gerade zu Ausdruck kommt.

  2. Solche pausbackig-dummen Beiträge von Bischöfen schaden dem Ansehen der Kirche so wahnsinnig, denn die Leute – gerade gläubige Christen beider Konfessionen – schütteln doch nur den Kopf und denken: Jetzt sind sie völlig abgedreht!
    Man packt es im Kopf nicht mehr: Der eine will bald mit der Regenbogenfahne beim ChristopherStreetDay mitgehen, der andere lässt jetzt Pastis und Pastillen die Sakramente spenden und drängt die Priester von den Leuten damit weg, der nächste bekennt im Boulevard-Magazin, dass er ein „sexueller Mensch“ ist und beflügelt die Phantasie der Leute bis in die Unterhose des Bischofs hinein; wieder einer erläutert offen, dass er im Urlaub in der Badehose herumspaziert – und die dies vernehmenden Damen wenden sich mit Grausen; hier wird jetzt die Freigabe einer gefährlichen Droge jugendbischöflich befürwortet; ein anderer schreit „Frauen ins Amt“ und meint, er könne damit die Leute hinter dem Ofen vorholen; ein ganz toller queerbeschleunigter Bischof fordert, dass die Kirche die Sexualität völlig neu in jeder Form als Gottesgeschenk und als „gottgewollt“ einordnen solle und ausdrücklich „alle sexuellen Akte“ völlig neu bewerten müsse – offensichtlich auch die Masturbation – (der sexualerfahrene Laie denkt mit Entsetzen an Analverkehr, Oralverkehr, einvernehmliche Sadomasopraktiken und „liebevolle“ Kentler-ausgebildete Päderasten); einer bezeichnet das priesterliche Leben als „prekär“, ein anderer schreit: „Ich weihe keine klerikalen Typen“.
    Diese Reihe ließe sich bis zum Rotieren des Kopfes aufgrund von Kopfschütteln fortsetzen.
    Wo gibt es endlich jemanden, der diesen Leuten zeigt, wie nackt sie sind? Und dass sie das alles, diese bodenlosen Dinge, in ganz wenigen Jahren vor Gott verantworten müssen? Auch die überall zutage tretende Arroganz und die fast durchgehende Nichtbeantwortung von Eingaben und Briefen? Die Hofkamarilla und die Presse lobt nur das schöne neue, bunte Hemd und die tolle, regenbogengestreifte Hose, die jetzt der Herr Bischof endlich angezogen hat.
    In Wirklichkeit steht er nackt da, wie im bekannten Märchen. Völlig nackt.

    1. Zu den akuten Nebenwirkungen von Cannabis zählen Missstimmung bis hin zur Depression, Angst oder Panik, Halluzinationen oder das Empfinden eines Kontrollverlustes. Außerdem kann die akute psychoaktive Wirkung von Cannabinoiden Gedächtnisschwäche, verminderte psychomotorische oder kognitive Leistungsfähigkeit und eine gestörte Wahrnehmung zeitlicher Abläufe verursachen. Typisch nach Cannabiskonsum sind etwa Denkstörungen, die sich vor allem in ideenflüchtigem Denken äußern.

      https://www.tk.de/techniker/gesundheit-und-medizin/behandlungen-und-medizin/nebenwirkungen-akut-langfristig-2032616

  3. Es ist einfach unfassbar, mit welchem ‚Quatsch‘ sich Persönlichkeiten der Amtskirche mittlerweile profitieren wollen und (ich unterstelle) ‚Modernität‘ unter Beweis stellen. Dabei ist diese Debatte, wie viele dieser Tage (Stichwort Synodaler Weg), eigentlich so was von gestrig. Anstatt weitere Drogen zu legalisieren, sollte man doch darüber nachdenken, wie man alkoholkranken Menschen helfen kann!?
    Anstatt über die komplette Sexualisierung der Kirche nachzudenken, sollte man den Opfern des Missbrauchs helfen.
    Anstatt für den Ukrainekrieg, als Opfer, die Heizung in der Kirche abzudrehen, sollte man darüber nachdenken, wie man einsamen Alten, Kranken und Schwächen helfen kann, anstatt ihnen auch noch den Rückzugsraum Kirche zu nehmen (wie in der sogenannten ‚Corona -Krise/Pandemie‘).
    Diese Liste könnte ich beliebig fortsetzen. Was ist mit unseren Geistlichen los, was mit ihrem Denken? Ich halte dieses Denken und ihre Äusserungen für völlig verwirrt! Aber wenn man der Offenbarung glaubt, dann sollte es uns als Christen auch nicht überraschen. Der große ‚Verwirrer‘ macht vor den Pforten der Kirche und ihre ungläubigen amtlichen Protagonisten nicht halt.
    „Weh euch, ihr Schriftgelehrten, ihr Heuchler! Ihr verschließt den Menschen das Himmelreich. Ihr selbst geht nicht hinein; aber ihr lasst auch die nicht hinein gehen, die hinein gehen wollen“ (Matthäusevangelium 23, 13)

    1. „Es ist einfach unfassbar, mit welchem ‚Quatsch‘ sich Persönlichkeiten der Amtskirche mittlerweile profitieren wollen und (ich unterstelle) ‚Modernität‘ unter Beweis stellen.“

      „profitieren“ – (ich unterstelle) ‚Modernität‘ unter Beweis stellen.

      Namenloser, teurer, ein Lapsus – ein Tippfehler oder eine bewusste Hervorhebung durch einen Sprachulk?
      Wie es auch sei, es trifft! Aber diese Haltung bei Führungspersonen, die man wohl oder übel in der Öffentlichkeit für das Antlitz der Kirche hält, ist gefährlich. Es genügt nun nicht mehr, so etwas mit Witz zu begegnen, sondern dagegen muss angegangen werden. Wenn schon nicht mit Dolchen, so doch auf diese Weise, dass sich Gemeinschaften bilden, die ihre Gesinnung bündeln und besser noch ihr Leben zusammentun, das sie nach einer „vernünftigen Lehre“ ausrichten und nicht nach Hirngespinsten („in anderen Ländern funktioniert das doch auch“).

      1. Lieber Johannes Loose,

        Sie haben Recht. Die Zeit darüber Witze zu machen ist schon lange vorbei. Dafür ist die Sache zu ernst. Es war auch nicht meine Absicht einen ‚Sprachulk‘ zu machen. Danke das Sie aufmerksam gelesen haben.
        Zum einen sollte es ‚profilieren‘ heißen. Zum anderen fehlte ein ‚WOLLEN‘. Also der Satz sollte heißen: „Es ist einfach unfassbar, mit welchem ‚Quatsch‘ sich Persönlichkeiten der Amtskirche mittlerweile PROFILIEREN wollen und (ich unterstelle) ‚Modernität‘ unter Beweis stellen WOLLEN.“ (Was aber einfach nicht gelingen will).
        Es MÜSSEN sich Gemeinschaften guten Willens bilden, da bin ich ganz bei Ihnen.
        Allerdings wird genau das ja im Moment politisch extrem behindert, durch Demoverbote, Maskentragen im öffentlichen Raum, Zensur in sozialen Netzwerken, Einschränkungen der Meinungsfreiheit, Zutrittsbeschränkungen, Behinderung der Mobilität in allen Bereichen (Baustellen an jeden Ecken, vor allen bei zentralen Zugangstrassen etc., Zugausfälle, Behinderungen des Flugverkehrs (u.a. durch nach wie vor bestehende Einreiserestriktionen in alle möglichen Länder), betriebliche (wahlweise) ‚Corona- oder Energie- Task – Forces‘, die komischer Weise immer zu den gleichen Maßnahmen kommen, z.B. Homeoffice, wo man wieder mit niemandem direkt sprechen kann, Angsterzeugung vor Mitmenschen, indem man sie zur Gefahrenquelle deklariert (entweder als krankmachende, gefährliche ‚Infektionsquelle‘ oder ideologisch (‚rechts‘, ‚Querdenker‘, ‚Verschwörungstheoretiker‘ o.ä.), Gesetzeserlasse, die freie Meinungsäußerung einschränken und so weiter und so fort. Und wenn ich mir die ganzen Maßnahmen von ihrer Konsequenz her betrachte, dann kann ich mich nicht des Eindrucks erwehren, das totalitäre Staaten wie z.B. China und das ‚Versuchslabor‘ Nordkorea genau diese Maßnahmen zur Staatsräson gemacht haben, um die Massen zu unterdrücken und gefügig zu machen. Bloß keine Möglichkeit zur Oppositionsbildung zulassen. Regime der Angst. Das betreiben sie schon seit über 70 Jahren und haben dementsprechende Erfahrungen im Anwenden des Ganzen. Zudem fehlt kulturell der Wert für das ‚Individium‘, der in unserer Kultur durch die antiken Denker und das Christentum eine über 3000 Jahre alte Entwicklungsgeschichte hat. Eine meiner Meinung nach daraus zwingend sich ergebende Frage ist doch: Wieso werden diese Maßnahmen so schnell und zielgenau nun auch in Deutschland und der ganzen Welt etabliert?
        Nur so eine Frage.
        Wird aber von den ‚Personen des öffentlichen Lebens‘ so nicht gestellt. Stattdessen wird andauernd (alternativlos) ‚hart reagiert‘ und komischer Weise immer wieder mit diesen ‚erprobten‘ Maßnahmen (weil Corona, weil Putin, weil Energie, weil Klima, weil, weil, weil …) Jedenfalls wird immer eins verhindern: Gemeinschaft, Zusammenschluss, Entwicklung von (Gegen-)Bewegungen.
        Ich glaube das nennt man: Social Engineering („Beim Social Engineering werden menschliche Eigenschaften wie Hilfsbereitschaft, Vertrauen, Angst oder Respekt vor Autorität ausgenutzt, um Personen geschickt zu manipulieren.“). Kann ich mich aber natürlich auch komplett täuschen. Glaube ich aber nicht 😉
        Kurzum: Wie kann man sich friedlich, christlich, vernünftig dagegen wehren?
        Wie kann man die von Ihnen vorgeschlagenen Gemeinschaften effektiv bilden?

  4. Manchmal wär‘s gut, so ein Kleriker hätte ein Eheweib, die zu ihm sagt:
    „Sag mal, spinnst du?“ Jemand anderes darf‘s ja nicht sagen.

  5. Und diese Bischöfe sollen Vorbilder für die Heranwachsenden und Erwachsene sein?
    Ich habe in der Schule gelernt , dass Cannabis abhängig machen kann und die Psyche beeinträchtigt. In mehreren Schulstunden haben wir das Thema Drogen samt Einstiegsdrogen durchgenommen.
    Ebenfalls haben wir den Film „Wir Kinder vom Bahnhof Zoo“ angesehen. Und eine Klassenarbeit zu dem Thema geschrieben.
    Cannabis ist die Einstiegsdroge für spätere härtere Drogen.
    Und nun wird der Bischof Bode im geistlichen Sinne ein „Dealer“. Er befürwortet die Legalisierung .
    Wir Eltern und die Lehrer haben schon an vielen Schulen ein großes Drogenproblem, und nun kommt diese Bischof daher und fällt allen redlichen Eltern in den Rücken .
    Wann wenden sich die Bischöfe endlich ihrem Seelenheil und dem der Gläubigen zu? Ihre ureigene Aufgabe!
    Bin gespannt, ob unser Bischof Genn auch noch seinen Sermon dazu abgibt. KuL ist ja seine Bistumszeitung.

  6. WES BROT ICH ESS… ?

    Als vor etwa einem Jahr der Koalitionsvertrag bekannt wurde, mit all den Plänen zur „Familienpolitik“ ( Projekt Dekonstruktion ! ) der Ampelkoalitionäre habe ich mich gewundert über das dröhnende Schweigen der katholischen Kirche, DBK, ZDK.

    Inzwischen wundere ich mich über gar nichts mehr.

  7. Mittelamerikanische Plantagenarbeiter unterdrückten ihren Hunger gerne durch das Kauen von Cocablättern. Das schien gewirkt zu haben.
    In Osnabrück könnte es frierenden Gottesdienstbesuchern demnächst nützen, sich vorher einen Joint zu ziehen.

  8. Was hat ein Bischof für eine Kompetenz bezüglich Drogen usw.? Müssen sich diese Theologen denn überall einmischen?
    Wer redet denn von Kriminalisierung alleine? Das ist wie bei der Abtreibung: Kriminalisierung allein hilft nichts, aber das ist wohl in vielen Bereichen so, auch bei Kindesmissbrauch! Überall muss es flankierende Maßnahmen geben, Prävention usw. Stärkung der Familien, der Kinder und Jugendlichen. Dass Kriminalisierung alleine nicht ausreicht, ist Binsenweisheit und wird eben oft dafür verwendet, Sachen zu legalisieren, siehe Abtreibung.

    Warum muss in jedes Mikro gleich aus dem Bauch heraus was gesagt werden, und wenn es noch so ein Käse ist? Das ist doch nicht Aufgabe eines Bischofs.

  9. Also ich nehme diesen ganzen Kirchen-„Laden“ schon lange nicht mehr ernst; erst recht nachdem ich nach einem zweistündigen Telefonat seitens Herrn Pfr. Dr. Oberk. aus München 100 % verstanden habe, dass die so dringend notwendige Neu-Evangelisierung und damit Rück-Besinnung ganz offensichtlich restlos nicht gewollt ist !
    Vor 20 Jahren haben meine Mitstudierenden an der KFH in Paderborn, die dort zur Vorbereitung auf die Seelsorge hingeschickt werden, schon richtig echte Drogen genommen, ohne die sie den indoktrinären Humbug dort nicht ertragen konnten. Mich wundert das alles nicht, denn auch da hält sich hartnäckig der ideologische Nonsens der „Irrleeren“ von 1968 !!!
    Wer weiss, ob dieser besagte Mann in Osnabrück vielleicht auch Drogen nimmt ob der anhaltenden Kirchenaustritte ?

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