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Mütterarbeit endlich aufwerten – Gendersprache lenkt von Diskriminierung ab

Pressemeldung des Bundesverbands Familienarbeit: 

Unser Verband lässt daran keinen Zweifel: Frauen werden in unserer Gesellschaft bei der Arbeit benachteiligt. Das wird sogar in einer angeblich frauenfreundlichen Forderung deutlich wie:

„Gleicher Lohn für gleiche Arbeit!“  

Denn: Würde diese Forderung auch verwirklicht, blieben die überwiegend von Frauen geleisteten Arbeiten weiterhin unter- bzw. unbezahlt. Es sollte daher richtiger heißen:

„Gleicher Lohn für gleichwertige Arbeit!“

Erst dann würde klar, dass die überwiegend von Müttern geleistete Arbeit am Menschen gegenüber überwiegend von Männern geleisteter Arbeit in Industrie und Handwerk unterbezahlt wird, obwohl sie als gleichwertig zu betrachten ist.

Besonders deutlich wird das auch beim Vergleich der Kinderbetreuung, z.B.in einer Kinderkrippe gegenüber häuslicher elterlicher Betreuung.

Beides ist grundsätzlich gleichwertig. Aber das eine wird bezahlt und vom Staat hochsubventioniert, das andere nicht.

Gleiche Bezahlung von gleichwertiger Arbeit käme in hohem Maße den Frauen, besonders den Müttern, aber auch den Vätern zugute, die sich mehr an der Familienarbeit beteiligen wollen.

Das wäre ein großer Schritt zur Gleichberechtigung der Geschlechter.

Die aktuelle Diskussion beschäftigt sich aber vorwiegend mit einer angeblich „gendergerechten Sprache“, deren Durchsetzung an den tatsächlichen Verhältnissen aber gar nichts ändern würde. Statt von „Ärzten“ und „Lehrern“ zu sprechen solle es heißen „Ärztinnen und Ärzte“ oder „Lehrkräfte“, um zu verdeutlichen, dass es dabei nicht nur um Männer geht.

Aber selbst wenn dieses Bestreben erfolgreich wäre, bliebe es immer unvollständig, weil Begriffe wie „Arzt“ auch Grundlage für Eigenschaftswörter und für zusammengesetzte Wörter sind (z.B „ärztlich“ und „Ärztekammer“). Sollte es also besser heißen die „ärzt- und ärztinliche Verantwortung“ und „die Ärztinnen- und Ärztekammer“. Das wäre absurd.

Sprache ist etwas Lebendiges, das sich selbst durch Praxis ausbildet und nicht vergewaltigt werden kann.

Es ist aber schade, dass für diesen Sprachkrieg viel Energie vergeudet wird, die zur Durchsetzung der echten Gleichberechtigung besser angelegt wäre.

Literatur zum Thema: Judith Sevinc Basad, „Schäm dich, Wie Ideologinnen und Ideologen bestimmen, was gut und böse ist“, Westend-Verlag, Frankfurt/Main 2021

 

 

 

Kommentare

4 Antworten

  1. Den Beitrag, den Mütter und Väter für die Gesellschaft leisten, wird in einer Gesellschaft, die Gleichmacherei zu ihrer Religion erkoren hat, niemals anerkennen wollen. Die Wurzel dieses Problems kann nicht den Männern angelastet werden.
    In Ungarn erhält jede Frau bei der Geburt eines Kindes ein zinsfreies Darlehen von 30.000 EUR. Beim dritten Kind wird ihr die Dahrlehensschuld erlassen und die Frau muss auch lebenslang keine Steuern mehr bezahlen. Das wurde von Männern durchgesetzt.
    Was erwarten wir in Ländern, in denen familienfeindliche Feministinnen an den maßgeblichen Schaltstellen sitzen? Und eine kleine Zahl linker Aktivistinnen sich das Recht herausnimmt, für alle Frauen zu sprechen? Und wo jeder Mann, der sich für Familien entscheidet, Patriachentum unterstellt wird?
    Für Familien wird es heute immer schwieriger, über die Runden zu kommen. Vor allem in den Städten. Natürlich kann man das Problem dadurch beheben, dass Frauen sofort nach der Entbindung wieder arbeiten. Oder Frau lässt ihr Kind von einer Leihmutter austragen. Ich persönlich halte das ungarische Modell für tragfähiger. Denn die meisten Männer und Frauen arbeiten weder als Lehrer oder in gutbezahlten Akademikerberufen, in denen es nicht auf Muskelkraft ankommt.
    Schaut man genauer hin, arbeiten Frauen und Männer überwiegend auch nicht in den gleichen Berufen, mit wenigen Ausnahmen natürlich. Handwerks-, Lehrberufe und Berufe im Pflegebereich werden generell schlecht bezahlt, was aber nicht den Männern anzulasten ist.
    Gendersprachregeln sind die Folge eines Emansipationsbestrebens, das weit über das Ziel hinausgeschossen ist.
    Es schadet Männer und Frauen. Der Staat hat sich zu einem autoritärem System entwickelt, in dem Frauen an den maßgeblichen Stellhebeln sitzen. Je weiter links, desto weniger Kinder und desto mehr wird das Recht auf Leben mit Füßen getreten.
    Wer hieran etwas ändern will, sucht als Frau den Schulterschluss zu Männern, die für Familien und Kindern stehen und verstrickt sich nicht in weiteren Un-Gleichheits-Märchen. Denn das lenkt genauso vom Thema ab.

  2. Das „Gendern“ ist ein tot geborenes, verkrüppeltes Kind, das sich alsbald im Sande verlaufen wird. 🙂
    Hoffentlich!

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