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Die Abschaffung der Witwenrente wäre ein Frontalangriff auf Ehe und Familie

Von Prof. Dr. Hubert Gindert

Die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer „würde die Witwenrente in ihrer jetzigen Form am liebsten abschaffen“. (Augsburger Allgemeine Zeitung, 10.7.23, S. 1): „Die jetzige Regelung reduziert die Anreize, eine eigene Beschäftigung aufzunehmen… Außerdem tragen so alleinstehende Beitragszahlende zur Finanzierung von Rentenansprüchen für nicht Erwerbstätige bei, die selbst nicht in das System einzahlen“. 

Schnitzer übersieht in ihrer Blindheit für die Solidarität eines Gemeinwesens, dass Witwen, die Kinder aufgezogen haben, ihren Beitrag für die Rentenkasse und den Fachkräftemangel geleistet haben.

Sie mag mit ihrem Vorschlag einen „Fortschritt für die Gleichberechtigung“ sehen – auf Kosten der Kinder, denen gleich nach der Geburt einen Kita- und Ganztagsschulplatz zur Verfügung gestellt werden sollten, die aber auf die mütterliche Fürsorge im Kindesalter verzichten müssen.

Der Vorschlag der „Wirtschaftsweisen“ ist eine Form des „schleichenden Totalitarismus“ (Rod Dreher) zu einer inhumanen Familie. Dabei reichen sich die klassisch-ideologisch linke Ideologie und der profitgierige Liberalismus die Hand.

Das Argument von Michael Stifter (AZ), Schnitzer will die Witwenrente „natürlich nicht ersatzlos wegfallen lassen und die Hinterbliebenen von heute oder Morgen seien nicht betroffen“, ändert nichts daran: Es bleibt ein Anschlag auf die Familie.

Der bayerische Ministerpräsident Söder, der als „Wahlkämpfer“ bezeichnet wird, hat recht, wenn er Schnitzers Vorschlag als „ein Angriff auf viele Familien und die Lebensplanung vieler Familien“ bezeichnet, ebenso wie der Unionsfraktionsvorsitzende Thorsten Frei, der ihr einen „Frontalangriff auf Familien“ vorhält.

Wenn die Vorstandsvorsitzende des Sozialverbandes SoVD, Michaela Engelmeier, die „wichtige solidarische Funktion der Witwenrente innerhalb der gesetzlichen Rentenversicherung“ feststellt, aber zugleich anmerkt, „für viele, vor allem ältere Frauen, war es oft nicht möglich, neben der Familie noch einer Erwerbstätigkeit nachzugehen, auch weil Kinderbetreuungsmöglichkeiten gefehlt haben“ und zugleich meint, zunächst bleibe das Ziel bestehen, den Erwerb eigener Rentenansprüchen zu stärken, was nur erreichbar sei, „wenn es ausreichend Kita- und Ganztagsschulplätze sowie gute Arbeitsmöglichkeiten und Löhne gibt“, sind wir auf dem Weg zur Abschaffung der Familie schon ein Stück weiter gekommen.

Monika Schnitzer wird den Vorwurf, ihr Vorschlag ziele auf Veränderung der Gesamtgesellschaft, zurückweisen. Aber sie muss als „Wirtschaftsweise“ wissen, dass Familien Fundament und Zellen des Widerstands gegen eine andere Gesellschaft sind und Kinderärzte und Kinderpsychologen vor den Folgen einer atomisierten Gesellschaft für Kinder warnen. Fehler des jetzigen Systems ließen sich auch anders korrigieren!

Unser Autor Hubert Gindert ist Gründer des Dachverbands Forum Deutscher Katholiken und Chefredakteur der Monatszeitschrift FELS

Kommentare

17 Antworten

  1. Leider sind manche Familien auf den Mitverdienst der Frau angewiesen! Was dann dazu führt, dass der Haushalt in den meisten Fällen auch noch der Frau alleine zugemutet wird! Nicht alle Herren der Schöpfung sind dann bereit, den Haushaltspart mitzutragen! Man fühlt sich stark als „Mann!“ Ich erlaube mir die Bemerkung: „stark als Waschlappen!“

  2. 16 Jahre Merkel, alles aussitzen! Sehr gut geschult in der DDR! Selber gut versorgt! geborene Kasner, verheiratet/geschieden Merkel, verheiratet Frau Sauer! dennoch trägt sie weiter den Namen des von ihrem geschiedenen Partner Merkel!? Kommt mir alles sehr sonderbar vor!!!

  3. Frau Schnitzer hat ihre Professur sicher an der Hochschule „Hurra wir verblöden!“ erlangt? Oftmals fehlen einem die Worte!

  4. Wir waren einmal das Land der Dichter und Denker! Wenn man aber alles verfolgt, habe ich das Gefühl wir sind dem verblöden weit näher !!!

  5. In der Bibel steht, dass die Gemeinden sich besonders um Witwen und Waisen kümmern soll.
    Witwen haben es schwer. Sie müssen den Vater ersetzen und die Kinder grossziehen. Die Trauerbewältigung kann für alle Jahre dauern. Erschöpfung eingeschlossen.
    Keine Kita kann eine Trauerbewältigung leisten. Dort herrscht Personalmangel an allen Enden.
    Nun kann „jeder“ mittlerweile mit einem 1/2 jährigen Kurs zu Kitahelferin sich weiterbilden. Normal dauert diese Ausbildung 3 Jahre.
    Ebenso die Grundschulen. Eine kleine Fortbildung und man ist Aushilfslehrer.

    Das will doch keine Witwe für ihre kleinen Kinder .
    Diese schiksalsgeplagten Familien brauchen einen ganz besonderen Schutz.
    Jedoch sagte mir mal eine Witwe, wo der Mann 2009 plötzlich gestorben war: die Witwen und Waisenrente reicht nicht für mich und die Kinder . Diese Familie hatte ein Haus gebaut.
    Sie war 1 Jahr für die Kinder da und fing dann wieder an zu arbeiten.

    Somit wäre schon zu überlegen, ob diese Familien nicht mehr Witwenrente bekommen sollten.
    Ich wäre dafür, den illegalen migrantischen Zuzug auf 80 % Sachleistungen stellen. Wer das Land wieder verlassen muss , konsequent wieder abschieben.
    Dann wäre das illegale Einwandern bald vorbei.

    Christen helfen Christen ist auch ein Gebot.

  6. NACH JAHREN DER MISSWIRTSCHAFT UND DES RAUBBAUS AM VERMÖGEN DER STEUERZAHLER FEHLT ES AM GELD

    und das holt man sich bei denen, die keine Lobby haben,
    den Familien ( Elterngeld, Witwenrente, Ehegattensplitting )
    und demnächst per Lastenausgleich.

    Bei wachsender Gefahr von Auseinandersetzungen unter / durch „Zugewanderte/n“ (Giessen, Ruhrgebiet ) kürzt man die Sicherheitsmassnahmen.

    Statt Ansprüche von sogenannten Flüchtlingen und die Einwanderung an sich zu limitieren ( Vorbilder Dänemark, Schweden), bleiben die Grenzen offen und finanzielle Versorgung inkl. Krankenversicherung uneingeschränkt.
    Dafür werden für die zahlende Bevölkerung die Krankenkassenbeiträge weiter erhöht und Krankenhäuser der Nahversorgung geschlossen.
    Und so weiter…

    „NIMM DAS RECHT WEG –
    was ist dann ein Staat noch anderes als eine GROSSE RÄUBERBANDE“. — Augustinus von Hippo. De civitate dei, IV, 4, 1.

  7. Ich hatte das zunächst erst für einen Fake gehalten, jedoch musste ich es am anderen Tag in der Presse lesen, was sich die Frau Schnitzer geleistet hat. MAn o man, man muss sich ja bald schämen für diese immer neuen Debatten, die geführt werden. Frau Schnitzer hat als Professorin wahrscheinlich lebenslang ausgesorgt. Sie solle sich mal Gedanken darüber machen, was Frauen für Deutschland geleistet haben. Nicht nur in den heutigen, sondern vor allem in früheren Jahren.
    Und im übrigen gebe ich Herr Dr. Gindert und meine Vorschreiberin Jutta im vollem Umfang recht.

  8. „Der Vorschlag der „Wirtschaftsweisen“ ist eine Form des „schleichenden Totalitarismus“ (Rod Dreher) zu einer inhumanen Familie. Dabei reichen sich die klassisch-ideologisch linke Ideologie und der profitgierige Liberalismus die Hand.“
    Hört die Signale!
    Eine Gesellschaft die das nicht mehr versteht ist keine christliche mehr. Wir brauchen mehr christliche Politiker.
    Söder, auch wenn er hier recht hat, hat leider sein Vertrauenswürdigkeit schon lange verspielt. Wenn ein Populist wie er sich so äußert, sind in der Bevölkerung wahrscheinlich noch genug klar denkende Christen vorhanden. Dies gibt Grund zur Hoffnung.

  9. wie viel Prozent hängen eigentlich noch dem alten Modell von Mann arbeitet Frau zu Hause an und wer kann das noch finanzieren?

  10. Diese Aussagen sind ungeheuerlich.
    In diesem Land ist man als Frau nichts wert, wenn man nicht selber verdient. Eingereiht in die Reihe der Alten, Schwachen und Kranken, Behinderten und Süchtigen uswuswusw …

    Nur wer Geld verdient, darf Ansprüche haben ..

    Viele kommen hierher, weil unser Sozialsystem so toll ist … Ausändergesetze sind anders und wesentlich menschenfreundlicher. Vor Jahren sagte mir das jemand, als ich mich beruflich umorientieren musste, meine Freundin und Kollegin Susanne, und ebenso, dass die Bildung für deutsche „Versager“ zusammengestrichen wurde, damit genug für den Zuzug übrigbleibt.
    Und eine mir bekannte erfolgreiche Geschäftsfrau sprach das auch aus, ich wollte das irgendwie nicht so recht glauben.

    Jetzt! glaube ich es.

    Schön auf die eigenen Leute drauf … und die Kinder der Staatsdoktrin aussetzen.

    DDR 2.0!

    Jeden Tag gibt es neue Beweise…

    1. Frauen sollen Kinder gebären! wenn sie aber drei eventuell gar vier haben, wird es kritisch und gehören dann hierzulande schon fast zu den asozialen! Alles immer aus der Perspektive des Betrachters!

    2. Zitat:
      „In diesem Land ist man als Frau nichts wert, wenn man nicht selber verdient.“

      Diese Sicht blendet aus, was Frauen „unbezahlt“ in der Heranbildung von tüchtigen Staatsbürgern leisten.

      1. Ja. Eben.
        3000 Euro Inflationsgeld steuerfrei für unsere hervorragenden Politiker_innen*innen/innen, aber keine echte Mütterrente.
        Sowasaberauch.
        Selber schuld, wer nicht Direktorin eines Hochfinanzkonzerns wurde, oder Bundeskanzlerin ohne Kinder und von Nix eine Ahnung ausser Menschen zu manipulieren..Bei der Stasi gelernt…als IM gab’s sicher genügend Schulungen…
        Irgendwann lese ich:
        Knabe, Die unterwanderte Republik.

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