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Das „Forum Deutscher Katholiken“ zum Rücktrittsangebot von Kardinal Marx

Für den Dachverband „Forum Deutscher Katholiken“ erklärt Prof. Dr. Hubert Gindert:

Das Rücktrittsangebot von Kardinal Reinhard wird instrumentalisiert!

Die Augsburger Allgemeine Zeitung (AZ) greift das Rücktrittsangebot von Kardinal Marx an Papst Franziskus am 5. Juni in vier (!) Beiträgen auf: „Kardinal Marx erschüttert die Kirche“, „Kirchenbeben“, „Woelki hat ein Problem“, „Die Kirche braucht jetzt eine echte Umkehr“.

Die in den Beiträgen genannten Personen (wie Schüller von „Wir sind Kirche“ etc.) sind jene, die sich gegen Kardinal Woelki kritisch, aber für die bekannten Forderungen des „Synodalen Weges“ positiv äußern.

Damit wird klar, dass das Rücktrittsangebot von Marx für den „Synodalen Prozess“ instrumentalisiert wird. Das wird bestätigt dadurch, dass neben Woelki Bischof Voderholzer als „schärfster Kritiker“ des „Synodalen Weges“ genannt wird.

Mit der Krisenbeschreibung „Zerreißprobe“, „Toter Punkt“ der katholischen Kirche wird ein „Wendepunkt“ beschworen. Und tatsächlich braucht die Kirche in Deutschland – besser: brauchen die Katholiken  – eine „echte Umkehr“ und eine Wende hin zum Wort Gottes und zur Lehre der Kirche.

Kardinal Rainer Maria Woelki und Bischof Rudolf Voderholzer sehen das. Diese Reform unterstützen wir!

Foto: Laura Mohr

        

Kommentare

4 Antworten

  1. Kardinal Reinhard Marx ist es, der „an einem toten Punkt“ angekommen ist.
    Die deutsche Kirche steht dagegen am Scheideweg.
    Der Kardinal hat verloren, er weiß es, und er ist ein schlechter Verlierer.
    Abgezeichnet hatte sich die für seine Pläne ungünstige Entwicklung spätestens mit den Ergebnissen der „Amazonassynode“, als Papst Franziskus für viele überraschend gegen „viri probati“ und eine Aufweichung des Pflichtzölibats entschied und damit der Agenda des „Synodalen Wegs“ einen empfindlichen Dämpfer versetzte. Kurz vor ihrer öffentlichen Bekanntmachung erklärte Marx seinen Rückzug vom Vorsitz der Deutschen Bischofskonferenz – ein Eingeständnis seiner Niederlage.
    Seither fällt es dem medienbewussten Kirchenmann sichtlich schwer, nicht mehr die Erste Geige im kakophonen Orchester der deutschen Bischöfe zu spielen.
    Und jetzt die Farce seines Rücktrittsangebots an den Papst, das einen zwiespältigen Eindruck hervorrufen muss, wenn der Münchener Erzbischof im gleichen Atemzug verlautbart, er sei keineswegs „amtsmüde“.
    Tatsächlich ist seine rhetorische Verzichtsbereitschaft Ausdruck einer Eitelkeit, die zu demonstrieren versucht, wie man „Verantwortung“ für die „Katastrophe des sexuellen Missbrauchs in der katholischen Kirche“ scheinbar „opferwillig“ übernimmt – sich dabei aber im Gegenteil routiniert ohne Haftung vom Acker macht, nachdem der Karren in den Dreck gefahren ist.
    (ZdK-Präsident Sternberg wird ihm im Herbst folgen.)
    „Rücktritt“ als inszenierte Selbsterhöhung.
    Und „Rücktritt“ als Waffe gegen Amtsbruder Kardinal Woelki mit der fast schon aggressiven Aufforderung, es ihm gleichzutun…
    Theologisch ins Schwimmen gekommen ist Kardinal Marx schon länger. Wer ihm zudem bescheinigt, dass er in den letzten Jahren in Wort und Tat zur Verdunkelung von Glauben und Lehre der Kirche und zu erheblicher Verwirrung der Gläubigen beigetragen hat, tritt ihm gewiss nicht zu nahe.
    Mit seinem jüngsten Winkelzug ist er noch eine Stufe tiefer gefallen.

    1. War nicht er es, der mit Bedford-Strohm sich seines Kreuzes entledigt hatte, damals in Israel beim Besuch Jerusalems?

      https://www.israelnetz.com/gesellschaft-kultur/gesellschaft/2016/11/09/israel-haben-bischoefe-nicht-um-abnahme-der-kreuze-gebeten/

      Zitat:
      „Fleischhauer: „Verleugnung des Glaubens“
      Der „Spiegel“-Kolumnist Jan Fleischhauer bezeichnete das Handeln von Bedford-Strohm und Marx am Montag als „Unterwerfung“. Der Vorgang habe ihn „sprachlos“ gemacht: „Wie soll man es anders nennen als eine Verleugnung des Glaubens, wenn zwei wichtige Repräsentanten des Christentums bei einer Pilgerreise aus Rücksicht auf die Reizbarkeit muslimischer Glaubensvertreter ihr Kreuz ablegen?“ Weiter kommentierte Fleischhauer: „Es sind in der Geschichte des Christentums eine Menge Leute gestorben, weil sie genau das abgelehnt haben.“

  2. Die Kirche in Deutschland ist an „einem toten Punkt“, schreibt Marx. Ja, sie steht still vor einer Wand, vor welche unsere Kirche gefahren worden ist!
    Seit Jahrzehnten ist in weitesten Bereichen die Kirche durch zahllose Fehlleistungen direkt und unausweichlich vor diese Wand gefahren worden:
    Übernahme und Darbietung der verrücktesten Thesen in der Schriftauslegung (Beispiel Osternachtspredigt 2021 in einer Münchner Pfarrei: Priester sagt wörtlich, dass sich die Exegeten einig seien, dass die ersten Jesuserscheinungen nach der Auferstehung in Galiläa gewesen seien. Am Ostermontag las derselbe, ohne mit der Wimper zu zucken, die Emmausgeschichte vor); jahrzehntelange Tolerierung häretischer Aussagen von Theologen; permanentes Jein und Ja-Aber, Nein aber Doch in bestimmten Fällen; permanente Wiederholung und dadurch Verfestigung von Vorurteilen gegenüber Hierarchie und Amtspriestern; absichtliches Hinhalten von „Wurstzipfeln“ (Frauenweihe, Aufhebung der Ehelosigkeit der Weihepriester usw.), um Kritiker und Kirchensteuerzahler „bei Laune“ zu halten, obwohl man die völlige Unmöglichkeit dieser Forderungen ganz klar kennt; Alleinlassen der Religionslehrer an der schwierigsten Front, nämlich der Schulklasse und dem Lehrerkollegium ein ganzes Berufsleben hindurch! Und so manches mehr.
    Die Kirche in Deutschland und in manchen Ländern Europas steht vielfach – kaputt fast – an der Wand: Teils zum Abschuss wie ein Verbrecher, teils ermattet vom Gejagtwerden, teils hingelenkt von zahlreichen unfähigen und verblendeten Hirten.
    Herr, erbarme dich unser! Erbarme dich unserer geliebten Mutter Kirche in ihrem beschmutzten und zerfetzten Kleid!

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