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Vorarlberger Landeshymne: „Du Ländle“

Du Ländle, meine teure Heimat…

Du Ländle, meine teure Heimat, ich singe dir zu Ehr‘ und Preis;
begrüße deine schönen Alpen, wo Blumen blüh’n so edel weiß,
und golden glühen steile Berge, berauscht von harz’gem Tannenduft.
O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,
o Vorarlberg will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!

Du Ländle, meine teure Heimat, wo längst ein rührig Völklein weilt,
wo Vater Rhein, noch jung an Jahren, gar kühn das grüne Tal durcheilt;
hier hält man treu zum Heimatlande und rot-weiß weht es in der Luft.
O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,
o Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!

Du Ländle, meine teure Heimat, wie könnt‘ ich je vergessen dein,
es waren doch die schönsten Jahre beim lieben, guten Mütterlein.
Drum muss ich immer wieder kommen, und trennte mich die größte Kluft.
O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft,
o Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft!

 

HINWEISE dazu von unserem Leser Ernst Friedel aus Kanada:

Die amtliche Hymne des österreichischen Bundeslandes Vorarlberg besingt die schöne Natur, die Berge, die Wälder, der noch junge Rhein, der durch das grüne Tal fließt.

Im dritten Vers erinnert man sich an die Eltern, das Mütterlein wird erwähnt. Ein gewisser Stolz, verbunden mit der Liebe zur Heimat, kommt in dem Lied zum Ausdruck. Der Refrain sagt uns, dass der Sänger seiner teuren Heimat bis an das Lebensende treu bleiben will. „Bis mich der liebe Herrgott ruft“, so endet jeder Vers.

Die Urfassung der heutigen Landeshymne geht auf das Jahr 1905 zurück. Damals vertonte der Feldkircher Musiklehrer und Chordirigent Anton Schmutzer (1864 bis 1936) das Gedicht „Vorarlbergers Heimweh“. 1907 änderte er die Melodie geringfügig und verfasste einen neuen, selbst gedichteten Text: „Du Ländle, meine teure Heimat“. 1937 erklärte die Landesregierung das Volkslied zum offiziellen Landeslied.

Wir finden das Lied gesungen hier: https://www.youtube.com/watch?v=toLDktM51Jo.

Vorarlberg ist das westlichste Bundesland in Österreich. Bis an den Bodensee grenzt es, wo auch die Landeshauptstadt Bregenz liegt. Seit 1946 gibt es sie, längst sind sie eine Attraktion von Weltrang: die Bregenzer Festspiele, die im Sommer von hunderttausenden Musikliebhabern besucht werden. Unter freiem Himmel wird pro Jahr eine Oper spektakulär inszeniert, auf der größten Seebühne der Welt, direkt über dem Bodensee.

Fast wäre das Ländle ein Teil der Schweiz geworden. Nach dem Zusammenbruch des Habsburgerreichs planten die Vorarlberger sogar einen Fahnenwechsel: 81 Prozent wählten 1919 bei einer Volksabstimmung einen Anschluss an die Schweiz, doch diese lehnte das Ansinnen ab. Man wollte die Komfortzone der Eidgenossen nicht durch noch mehr katholische und deutschsprachige Bürger „durcheinanderbringen“.

Kommentare

Eine Antwort

  1. „O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft…“
    Das einst katholisch geprägte westlichste Bundesland hat immer stolz darauf verwiesen, dass im „subara Ländle“ in den Landeskrankenhäusern keine Abtreibungen vorgenommen werden.
    Das ist mittlerweile auch schon wieder – leider – Geschichte.
    Für diejenigen, die dafür die politische Verantwortung tragen, darf gebetet werden. Laut der Hl. Mutter Teresa ist die Abtreibung der größte Zerstörer des Friedens. Auch des sozialen Friedens in Vorarlberg.
    „O Vorarlberg, will treu dir bleiben, bis mich der liebe Herrgott ruft…“
    Der Liebe Herrgott ist ein Langmütiger und Barmherziger, aber auch ein Gerechter. Wehe denen, die Ihn herausfordern.

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