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Unterhält Putin Kontakte zu Schamanen?

Von Felizitas Küble

Die katholische Nachrichtenseite „Kath.net“ stellt am 23.4.2022 die Frage, ob Putin und sein politisches Umfeld durch ihre Oligarchen-Kontakte gleichsam in den „Bann von Schamanen“ geraten seien: https://www.kath.net/news/78169

Das Portal beruft sich hierbei auf den russischen Historiker Prof. Valeri Solovei; er war bis 2019 Leiter der Abteilung für Public Relations (Öffentlichkeitsarbeit) am staatlichen Moskauer Institut für Internationale Beziehungen (MGIMO).  

So sei der Schamane Kolya in Petersburg seit 2010 sehr beliebt und gewinne dort immer mehr Einfluß auf Politiker.

Kath.net zitiert den 61-jährigen Politikwissenschaftler Solovei sodann folgendermaßen:

„In den vergangenen zwei, drei Jahren flog Putin zusammen mit Schoigu mehrmals nach Sibirien (nach Tuwa und Chakassien), wo er persönlich an schamanistischen Riten teilnahm.“ 

Die letzte derartige Zeremonie habe am 20. März 2022 im Altai stattgefunden.

Auch der Bayerische Rundfunk behandelte unlängst diese Thematik: https://www.br.de/nachrichten/kultur/es-staerkt-vertrauen-darum-soll-putin-auf-schamanenkult-setzen,T2G7UqT

Allgemein haben in Rußland in den letzten zwei Jahrzehnten magische Tendenzen deutlich zugenommen, wie wir hier im CHRISTLICHEN FORUM mehrfach feststellten, auch in unserer Kritik an rosaroten Vorstellungen von einer angeblich bereits erfolgten „Bekehrung Rußlands“ im Kontext einer Fatima-Auslegung von Sr. Lucia (siehe hier: https://christlichesforum.info/paepstliche-marienweihe-am-25-maerz-und-die-frage-nach-der-bekehrung-russlands/)

Oftmals hat –  nach dem überfälligen Zusammenbruch des Kommunismus  – nicht der Glaube dort Einzug gehalten, sondern der Aberglaube.

Viele Menschen suchen seitdem ihr „Heil“ nicht etwa im Christentum, sondern bei esoterischen „Heilern“ oder naturreligiösen Schamanen sibirischer bzw. lateinamerikanischer Prägung.

Dabei war der Hang zum „Übersinnlichen“ und zur Magie  – bis in die politische Führungskaste hinauf – schon vor der Sowjetzeit ein bekanntes Phämomen im russischen Reich.

Erinnert sei hierbei an den französischen „Wunderheiler“ Philippe und den skandalumwitterten Wandermönch und „Geistheiler“ Rasputin, in dessen Bann die letzte Zarenfamilie immer stärker geraten war, was ihr und ihrem Umfeld zunehmend zum Verhängnis wurde.

 

Kommentare

16 Antworten

  1. Okkulte Tendenzen gab es im KGB schon von Anfang an. Hinter solchen Machtphantasien verbergen sich immer dämonische Kräfte. Von wegen „Heiliges Russland“! Da die Kiewer Rus´ nicht mehr exitierte, konnte Moskau das jahrhundertelange tatarische Joch geistig wohl nie ganz abschütteln. Nicht zu vergessen auch die Kabbalisten von Chabad mit ihrem Menorah-Zentrum in Dnipro. Und auch der von Karl Haushofer und Himmlers „Ahnenerbe“ inspirierte Dugin ist ein einflussreicher Esoteriker (gerade Elsässer propagiert ihn auch in Deutschland).

    1. Okkulte Tendenzen gab und gibt es auch in der CIA und im Judentum und im Islam, und zwar durchaus auch in negativer Hinsicht. Doch wie der Heilige und Kirchenlehrer Albertus Magnus lehrte, außer der verbotenen negativen schwarzen Magie gibt es auch noch die natürliche Magie der Natur.
      Siehe auch Dionysios Areopagita zur Theurgie und den Benediktiner Odo Casel zu den Mysterien der Bibel und des Christentums als „göttlichen Geheimnissen“ usw.

  2. Cathryn Belton, die Autorin des von Ihnen empfohlenen Buches, war lange Jahre Moskau-Korrespondentin der englischsprachigen Financial-Times. Das heißt, der Verdacht ist nicht gering, dass diese Dame Mitarbeiterin oder zumin-dest willige Kontaktperson des britischen Geheimdienstes war bzw. immer noch ist. Entsprechend mit Vorsicht sollte man ihr Pamphlet einordnen.

    Im Übrigen: Russisch ist eine schöne, wenn auch nicht ganz leicht zu erlernende Sprache. Große Werke der Weltliteratur sind in ihr original verfasst worden.

    1. Danke, ja, das weiss ich, und manches habe ich auch gelesen, leider nicht in der Originalsprache, derer ich nicht mächtig bin. Deswegen finde ich es auch blödsinnig, nun alles Russische auszusperren .. aber auch das scheint typisch für die heutige Zeit zu sein, dass die Fähigkeit zur Differenzierung fehlt .. eben: Sippenhaft. Dürfte uns auch bekannt vorkommen.

      Ja, mag auch sein, dass die Dame Geheimdienstmitarbeiterin war oder immer noch ist – was keinen Unterschied insofern für mich macht, da aus dem Buch auch ersichtlich wird, dass man ohnehin nicht mehr wissen kann, wer mit wem und warum und ob Dreifach- oder „nur Doppelagent war oder ist.
      Sicher hat auch die Ukraine nicht alles richtig gemacht – aber im Vergleich zu Russland ist sie ein mlitärischer „Zwerg“, was schlicht an der Größe des Landes liegt und ja, ich habe auch schon Theorien gehört, hier wo ich wohne von einer Nachbarin, die auch meint, Corona ist eine Erfindung, dass auch in der Ukraine alles inszeniert ist.

      Ich lebe trotzdem lieber in einer desolaten Demokratie, in der doch immer wieder möglich ist, auch Rechtsmittel einzulegen … und sogar zu gewinnen .. als in einem Land wie Russland, in dem ich Gefahr laufe, wenn ich demonstriere gegen den Willen dieses Autokraten, der Ostern feiert und weiterbombardieren lässt – ist ja ein Heiliger Krieg – verhaftet und verschleppt zu werden – siehe auch Türkei – Iran – Afrika.
      Der Archipel Gulag sollte eine Warnung sein, auch darüber gibt es ein Buch.+

      Die Menschen sind Russland sind geschunden und wenige hatten und haben wohl die Möglichkeit, sich wirklich frei zu entfalten, mit allen Irrtümern, die das freie Leben mit sich bringt.
      Wirklich frei macht der Sohn Gottes.
      Und: wenn man dieses Buch von Belton liest, wird zumindest eines absolut deutlich:
      Man kann nicht zwei Herren dienen: Gott und dem Mammon.
      Wer superreich ist, ist über Leichen gegangen … auch geläuterte Oligarchen.
      Wer superreich werden möchte, geht weiterhin über Leichen – sei es real oder im übertragenen Sinne.

      Dennoch steht für mich eines fest: Putin wird nicht zu stoppen sein, es sei denn durch Tod oder durch einen Putsch, respektive seine eigene Bevölkerung. Aber was man so mitbekommt, scheint die Gehirnwäsche zu funktionieren und in Afrika, das Russland und China unter sich aufteilen haben sie viele Unterstützer, was man sicher nicht unterschätzen darf.

      Der dritte Weltkrieg hat für mich begonnen, und Putin wird Atomwaffen einsetzen.
      Er muss. Er ist kein Mann, der das Gesicht verlieren darf.

  3. Es stimmt, dass der Schamanismus in Sibirien in den letzten Jahren zugenommen hat. Allerdings eher unter den Mitgliedern der dortigen Völker (v.a. den Burjaten), wo er ja auch schon immer beheimatet war.

    Ob Putin an so etwas glaubt oder an solchen Ritualen teilgenommen hat, weiß ich nicht; es ist auch die Frage, ob das von großer Bedeutung wäre.

    Was ich allerdings vor einigen Tagen in der „Tagespost“ gelesen habe, ist dass ein russischer Rechtsradikaler namens Alexander Dugin in letzter Zeit offenbar bei Putin Einfluss gewonnen hat. Dugin sieht einen historischen Kampf zwischen amerikanisch dominierten „Globalisten“ und der russischen Zivilisation. Und er macht jetzt wohl eine Shwäche der USA aus (die sich angeblich im Rückzug aus Afghanistan manifestiert) und sieht eine Chance, mit Waffengewalt die Vorherrschaft der USA zu brechen und stattdessen eine russische Hegemonie zu installieren. Wenn Putin so einen Mist glaubt, dann ist das wirklich sehr gefährlich.

  4. Audiatur et altera pars : hier mal Compact zum Konflikt, genauer ein (echter) Experte :
    „Während die westliche Welt rätselt, warum Russland in den Krieg gegen die Ukraine zog, wissen es die Experten besser. Vereinfacht gesagt: Man trieb Putin in den Krieg. Denn die Ukraine brach bereits Tage vorher den Waffenstillstand und begann den Donbas sturmreif zu schießen, so der Schweizer Geheimdienst-Experte  Jacques Baud.

    Bereits am 24. März 2021 erließ Ukraine-Chef Selenski ein Dekret, dass die Krim zurückzuerobern sei. Unter Verstoß gegen die Minsker Abkommen führte die Ukraine in der Folge Luftoperationen im Donbas mit Drohnen durch, darunter mindestens einen Strike (Angriff) gegen ein Kraftstoffdepot in Donezk im Oktober 2021, so Baud weiter.

    USA eskalieren Situation mit Lügen
    Eine üble Rolle spielten wieder einmal die USA. Denn sie flüsterten ab Anfang Februar 2022 den Ukrainern immer wieder, dass die Russen bald angreifen würden. Doch das war genauso gelogen wie Powels Chemiewaffen-Lüge 2003 vor der UNO. Dieses Mal war es Anthony Blinken, der vor dem UN-Sicherheitsrat die Welt belog. Angeblich lägen ihm Geheimdienstinformationen vor.

    Doch der Urheber dieser Informationen war nicht die CIA sondern eine eigens von Blinken innerhalb seines Departements gegründete Gruppe, ein sogenanntes Tiger-Team, enthüllt der Experte Baud weiter. Hier schließt sich der Kreis. Genau wie damals im Irak gibt es auch heute in den USA interessierte Kreise, die einen Krieg anzetteln wollten. Am 16. Februar begannen die Ukrainer mit einem massiven Beschuss des Donbas. Von unseren Medien unbemerkt, aber in den OSZE-Unterlagen säuberlich dokumentiert.
    Da braucht man keine Schamanen.

  5. Oh, oh, diese Schamanen können viel Unheil anrichten.
    Hoffen wir, dass es im Fall von Putin und dem Ukraine-Krieg nicht der Fall ist.
    Wenn diese Schamanen erstmal Mächtigen in beratender Weise beistehen dürfen, kann es gefährlich werden.

    Leider gibt es auch im Christentum diese Tendenzen. Man vermischt Jesus Christus mit Handlungen aus dem Schamanentum. Afrika ist dafür sehr anfällig.
    In dem Buch „Die weisse Massai “ wird beschrieben, wie Schamanen und Schamaninnen noch starken Einfluss auf die Familien bis weit in das 21. Jahrhundert und das Stammesleben haben.
    Mädchenbeschneidungen, die heute noch gemacht werden, sind nur eins von den bösen Handlungen der Schamaneninnen .
    Und auf der anderen Seite das Christentum, welches die Massai-Stämme ebenfalls angenommen haben.

  6. Kathnet ist schon in den ersten Tagen des Konflikts mit durchwegs offenbar interessegeleitet einseitigen Artikeln unangenehm aufgefallen. Meine mäßigenden Meinungsäußerungen mit Hinweis auf durchaus erwägbare Gründe für das russischen Agieren führte dann zu meiner Sperrung im Kommentarbereich. Ich halte Kathnet, belegbar durch die Berichterstattung, mittlerweile für unseriös.

    1. Bitte lesen Sie das Buch: Putins Netz.

      Nichts ist zu rechtfertigen an Putins Handlungen … aber auch schon gar nichts. Auf Bonifatius-tv findet man auch Dokus über das Agieren Russlands, welches sich über das letzte Jahrhundert erstreckt und ebenso das Einverleiben der Ukraine zum Thema hat. Russland geht es um die Weltherrschaft. Um die Vorrangstellung gegen über den USA.
      Interessant sind anfangs des Buches zu lesen, die Informationen, wie der KGB schon die Stasi infiltriert hat – wie aber auch zusammengearbeitet wurde und wie die herrschende Klasse ihre Bevölkerung hat hungern lassen, weil die sozialistische Planwirtschaft schlichtweg nicht funktioniert hat, und wie weitverzweigt die Verbindungen über sämtliche Geheimdienste in den Westen waren und auch der allseits so beliebte Herr Trump ist tief in der Schuld der russischen Mafia. Sein Imperium ist von russischem Geld abhängig. Will man aber nicht hören.

      Ich sage immer etwas „zynisch“: wäre Putin in Deutschland einmarschiert … dazu hätte er ja mehr Grund gehabt, oder, denn wir sind Nato und die Nato bedroht Russland doch massiv, wenn ich das richtig verstanden habe, .. würden wir jetzt alle russisch lernen.

      Aber auch auf der ganzen Welt mixen doch Katholiken den christlichen Glauben zusammen mit Yoga usw .. und eben auch mit Schamanen. Hauptsache dem Menschen geht es gut und er hat die Kontrolle.
      Und genauso denkt eben auch Putin.

    2. Mir erging es aus den gleichen Gründen genauso wie Ihnen. Der kath.net Gründer und Chef Roland Noé hat in der Frage Russland und Ukraine-Konflikt auf seiner website klar gegen den Grundsatz der Meinungsfreiheit verstossen. Ich respektiere ja seine Putin- u. Russlandskeptische Haltung, aber dass er Vertreter anderer Meinungen (und diese haben nicht geschimpft, beleidigt, diffamiert usw.) sogar ohne Ankündigung sperrt, ist eine große menschliche Enttäuschung. Ich denke auch, dass ihm bei solchem Verhalten einige Spender verloren gehen werden. Der Trafic bei kath.net, gemessen an der Zahl der Kommentare pro Artikel, scheint mir auch in den letzten 1 bis 2 Jahren signifikant abgenommen zu haben. Nach der 3. Sperrung habe ich mich dann offiziell bei Noé per mail verabschiedet und ihm das auch ausführlich begründet und ich habe ihm auch gesagt, er möge mich bitte aus der Datei für die Zusendung der jährlichen Spendenbitten löschen. Was für mich bleibt: wie gesagt eine riesige menschliche Enttäuschung.

      1. Es ist immer wichtig, dass man mit seinen Gedanken nicht isoliert ist. Sonst wird man verrückt, zweifelt am eigenen Verstand. Auch darum besten Dank für die Rückmeldung!

    1. Wie in der alten syrischen bzw. assyrischen Kirche von Antiochia in der Nachfolge des Apostels Petrus und nach Thaddäus und Thomas in apostolischer bzw. bischöflicher Nachfolge und Tradition und Sukzession stehend. Diese Kirche steht in einer Kirchenunion mit Teilen der Thomas-Christen und Thomas-Kirchen Indiens nach dem Apostel Thomas, welche auch ihr eigenes traditionelles sprituelles Dhyana(m)-Yoga als echt christliches Yoga haben. Es gibt auch echt christliche Meditation und Hermetik und Theurgie.
      Orientierung am Engel(s)werk nach Gabriele Bitterlich als Mystikerin.
      Die Engel(s)namen findet man im zweiten Buch des Philo(n) von Alexandrien.

      Christuswege

      http://www.christuswege.net

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