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Maria Heimsuchung: Die Madonna begegnet Elisabeth im Heiligen Geist

Aus einer Katechese des hl. Kirchenvaters Ambrosius (4. Jahrh.):

Der Engel verkündete, was verborgen war; aber der Glaube sollte durch ein Beispiel begründet werden: Um zu zeigen, dass Gott vermag, was ER will, meldete der Engel der Jungfrau Maria, dass ihre betagte Verwandte Elisabeth ein Kind empfangen hatte.

Sobald Maria das hörte, eilte sie in die Berge. Sie misstraute dem Offenbarungsspruch nicht, die Botschaft war ihr gewiß. Aber sie war selig in Sehnsucht, voller Bereitschaft zum Dienst, freudig beschwingt waren ihre Schritte.

Die Gnade des Heiligen Geistes kennt keine Langsamkeit und spürt keine Anstrengung. Schnell offenbaren die Ankunft Marias und die Gegenwart des HERRN ihren Segen: „Als Elisabeth den Gruß Marias hörte, hüpfte das Kind in ihrem Leib, und sie wurde vom Heiligen Geist erfüllt.“

Nun achte auf den Unterschied und die besondere Bedeutung der einzelnen Worte: Elisabet hörte als erste die Stimme, aber Johannes spürte als erster die Gnade; jene hörte nach der Ordnung der Natur, der Jubel des Johannes steht in der Ordnung des Mysteriums; jene vernahm die Ankunft Marias, dieser das Kommen des HERRN, die Frau das Kommen der Frau, das Kind das Kommen des Kindes.

Die beiden Frauen sprechen die Gnade aus, die Kinder wirken im Innern; sie beginnen das Mysterium der Liebe mit der Begnadung der Mütter, die Mütter weissagen durch den Geist der Kinder in dem zweifachen Wunder.

Das Kind jubelt, und die Mutter wird vom Heiligen Geist erfüllt. Die Mutter wird nicht vor dem Sohn erfüllt, sondern der Sohn wird mit dem Heiligen Geist erfüllt und erfüllt dann die Mutter.

Als Johannes sich im Mutterleib regte, wurde Elisabeth mit dem Heiligen Geist erfüllt. Von Maria aber erfahren wir, dass ihr Geist jubelte, nicht, dass der Geist sie erfüllte, denn ER wirkte schon unfassbar in der Mutter Christi.

Jene wird erfüllt, nachdem sie das Kind empfangen hat, diese schon vorher: „Selig ist, die geglaubt hat.“

Ja, selig aber auch ihr, die ihr gehört und geglaubt habt; denn jeder, der glaubt, empfängt und gebiert das Wort Gottes und erkennt seine Werke.

In jedem einzelnen Gläubigen lebe die Seele Marias und preise die Größe des HERRN; in einem jeden lebe der Geist Marias und jubele über Gott; wenn nach dem Fleisch auch nur eine die Mutter Christi ist, so ist Christus doch dem Glauben nach die Frucht aller.

Gott kann zwar durch die menschliche Stimme nicht reicher werden. Aber er wird verherrlicht in uns. Denn Christus ist das Bild Gottes, und die Seele, wenn sie recht und gläubig handelt, verherrlicht immer dieses Bild Gottes, nach dem sie geschaffen ist.

 

Kommentare

5 Antworten

  1. 28. 12. 22. Fest der Unschuldigen Kinder.
    Papst Benedikt XVI. liegt im Sterben. Eindringlich hat er die Menschen im Bundestag
    gebeten, die Umwelt auch auf die Umwelt des Menschlichen Lebens im Mutterleib
    zu beziehen. Damit hat er vor der Sünde der Abtreibung gewarnt– und es war
    ganz still im Plenarsaal. Beten wir nun für die Unsterbliche Seele Benedikts zu Jesus
    den Engeln und Heiligen, die er so geliebt hat, dass sie ihn Trösten mögen! Sie mögen
    ihn auf seinem Letzten Weg auch begleiten.

  2. Eine wirklich hochinteressante Betrachtung, die tiefer in das Mysterium einführt.
    Im Gegensatz:
    Immer mehr plagt mich der Eindruck, daß die Kirche leer geredet wird.

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